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Die Freiburger Biolandwirtschaft hat noch viel Aufholbedarf

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Die Biomilch-Industrie im Kanton Freiburg weitet ihre Produktion aus. Immer mehr Landwirte steigen auf Bio um. Dies schreibt der Staatsrat als Antwort auf eine Anfrage von Grossrat Laurent Thévoz (Grüne, Freiburg). Damit reagierten die Produzenten auf die gestiegene Nachfrage. Das Institut Grangeneuve begleite die umsteigewilligen Landwirte. Es rechne mit einem Mehrertrag in den nächsten Jahren von 3 Millionen Litern Freiburger Biomilch. Zum Vergleich: Gesamtschweizerisch wird für 2012 mit einer Produktion von 211 Millionen Tonnen gerechnet.

Thévoz hatte unter anderem bemängelt, dass Biomilch aus Österreich eingeführt werden musste. Ausserdem kritisierte Thévoz den geringen Anteil der Bioproduktion an der gesamten Freiburger Agrarwirtschaft. Nur 3,8 Prozent der Betriebe im agrarisch geprägten Kanton betreiben Biolandbau. Der Schweizer Schnitt liegt bei 10,6 Prozent. Der Staatsrat führt die Engpässe unter anderem auf längere Umstellungszeiten beim Ackerbau zurück.

Im Fall der Milchproduktion verweist der Staatsrat auf die hohen Abnahmepreise der Käsereien und der Sortenorganisationen. Diese förderten die Bioproduktion bisher nicht, schreibt der Staatsrat. So haben nur drei bis vier Prozent des Gruyères Biostandard. Die Bauern erhalten für Bio-Industriemilch weniger Geld als für Käsereimilch. Drei Viertel der im Kanton produzierten Milch werden zu Käse verarbeitet.

Stark im Bereich Gemüse

Ein wesentlicher Grund für den tiefen Wert sei der hohe Anteil an Betrieben im Freiburger Flachland; «Bio» sei aber vor allem in Berggebieten stark. Er verweist darauf, dass Freiburg beispielsweise im Biogemüsebau führend ist und fast ein Viertel der Produktion im Kanton den Bio-Kriterien entspricht. Freiburg liefere schweizweit fast einen Achtel des Biogemüses.

Der Staatsrat hält fest, dass zwar keine integrierte Strategie im Bereich Biolandbau bestehe, aber viele Einzelmassnahmen getroffen wurden. In Zukunft sind zum Beispiel kostenlose Beratungen für Landwirte geplant. Ausserdem findet Ende November eine breit angelegte Tagung zu diesem Thema statt. fca

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