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Die Freiburger Feuerwehren werben um neue Mitglieder

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Es ist eine Premiere im Kanton Freiburg: Alle Feuerwehrkorps laden am Donnerstagabend interessierte Frauen und Männer ein, sich über ein Engagement in ihrer örtlichen Feuerwehr zu informieren. Diese Aktion mit dem Titel «kantonaler Rekrutierungstag» fand bereits in der Vergangenheit zeitgleich in mehreren Westschweizer Kantonen statt. In diesem Jahr macht Freiburg zum ersten Mal mit – am selben Abend wie die Feuerwehren in den Kantonen Waadt, Neuenburg und Jura.

«Jedem Korps ist die Gestaltung seines Infoabends frei überlassen», sagt Yan Schneuwly, Präsident des Freiburgischen Feuerwehrverbands, auf Anfrage. Zusammenspannen würden die vier Kantone, unterstützt von den jeweiligen kantonalen Gebäudeversicherungen, bei der Werbekampagne für diesen Rekrutierungsabend. «Das reduziert die Kosten», so Schneuwly.

400 Einsätze pro Jahr

Die Feuerwehr in der Stadt Freiburg plant, den angemeldeten Besucherinnen und Besuchern den abendlichen Wechsel der Pikettmannschaften zu zeigen. Zu diesem Zeitpunkt werden die Fahrzeuge und das Material inspiziert, sagt Stützpunkt-Kommandant Pascal Zwahlen. «Da können wir den interessierten Frauen und Männern vieles erklären.» Falls der Anlass wegen der Pandemie so nicht möglich sein sollte, könnte vor der Fahrzeughalle über ein Engagement in der Feuerwehr informiert werden.

Rund 180 Mitglieder zähle das Freiburger Feuerwehr-Bataillon, das jedes Jahr im Durchschnitt zu 400 Einsätzen gerufen werde. Das seien ausreichend Frauen und Männer für die Pikettdienste. Aber es gebe immer mal wieder einzelne Abgänge. «Im Gegensatz zu früher bleibt man heute weniger lang bei der Feuerwehr», sagt Zwahlen, der sich seit über 30 Jahren engagiert. Die meisten würden bis zu zehn Jahre lang aktiv sein. Mit dem Infoabend möchte er vor allem Personen in der Altersspanne Anfang 20 bis Anfang 30 ansprechen. Denn bis man ein guter Feuerwehrmann oder -frau sei, dauere es fünf Jahre.

Pikett für Gemeindemitarbeiter

Die Feuerwehr Sense Nord wird am Donnerstag ihren Infoabend im Lokal in Düdingen durchführen. Wegen der Pandemie sei eine reine Präsentation mit Informationen über ein Engagement in einer Milizfeuerwehr vorgesehen, sagt Kommandant Reto Zahnd. Abhängig von der Anzahl Teilnehmer könnte auch ein Rundgang durch das Lokal möglich sein.

Er möchte mit dem Anlass Personen finden, die den Pikettdienst der Feuerwehr Sense Nord verstärken. «In Düdingen könnten wir noch mehr Personen brauchen», sagt der Kommandant. Tagsüber gebe es mit den Gemeindeangestellten, die auf Pikett sind, genug einsatzbereite Personen. Zwischen 17 und 19 Uhr nehme dieser Wert jedoch ab. «Dann gehen die einen in den Feierabend, während die anderen noch nicht nach Hause zurückgekehrt sind.»

Arbeitgeber sensibilisieren

Die Feuerwehr Region Murten zählt rund 100 Frauen und Männer. Damit sei sie gut aufgestellt, sagt Kommandant Claudio Mignot. Einzig am frühen Morgen und gegen Feierabend, also gegen 7 Uhr und gegen 17 Uhr, sei es komplizierter, genug Feuerwehrangehörige auf Pikett zu haben. Da würden – wie bei der Feuerwehr Sense Nord – die einen Feuerwehrleute von ihrem Arbeitsplatz in der Region aufbrechen, während die anderen erst nach Hause in die Region um Murten zurückkehren.

Am Infoabend in der neuen Kaserne werden die Angehörigen der Feuerwehr Region Murten über die Dienstpflicht, ihre Organisation, die Anforderungen, die Ausbildungen und den Zeitaufwand sprechen sowie Fragen beantworten. Der Anlass richte sich an interessierte Personen zwischen 18 und 40 Jahren. Diese sollten körperlich fit, teamfähig, gut erreichbar und mobil sein, zählt der Kommandant auf. Selbstverständlich sei auch die Bereitschaft wichtig, an einem Abend oder einem Wochenende an Übungen teilzunehmen.

Betrachtet auf kantonaler Ebene gebe es nachts genug freiwillige Feuerwehrleute, sagt Schneuwly. Tagsüber seien wegen ihrer Arbeitstätigkeit oder ihres Arbeitsorts weniger Personen einsatzbereit. Der Freiburgische Feuerwehrverband möchte deshalb die Arbeitgeber für Engagements in der Feuerwehr sensibilisieren. Die Werte der Milizfeuerwehrleute wie Solidarität, gegenseitige Unterstützung, Verantwortung, Mut, Willenskraft und Entschlossenheit seien auch für deren Arbeitgeber wertvoll.

Anmeldung beim nächstgelegenen Feuerwehrkorps: www.118-info.ch

Pandemie

«Sehr grosser Aufwand für die Desinfektion»

Die Feuerwehr wird von der Pandemie nicht verschont. Bislang habe es unter den Angehörigen der Feuerwehr der Stadt Freiburg eine Infektion gegeben, sagt Kommandant Pascal Zwahlen auf Anfrage. Feuerwehrfrauen und -männer, die mit dem Infizierten Kontakt hatten, mussten nicht in Quarantäne – wegen der bestehenden Schutzmassnahmen. Der Kommandant nennt das obligatorische Maskentragen und das Desinfizieren der Hände. Bei Einsätzen rücke die Feuerwehr mit mehr Fahrzeugen aus als üblich. «So sind die Fahrzeuge nicht so voll.»

Wie im Frühjahr habe die Feuerwehr Freiburg jetzt Ausbildungs- und Auffrischungskurse absagen müssen. «Auf das ganze Jahr gesehen haben wir da einiges nicht durchführen können. Aber das wird durch die Einsätze kompensiert.»

Keine Vorschriften für Freizeit

Die Feuerwehr Region Murten führe weiterhin Kurse durch, «aber mit zehn Personen sind es kleinere Gruppen als früher», sagt Kommandant Claudio Mignot. «So müssten bei einer Infektion nicht allzu viele in Quarantäne.» Eine Maskenpflicht gelte während der Kurse, im Inneren des Feuerwehrzentrums, in den Fahrzeugen und während der Einsätze. Einen Zusatzaufwand haben die Feuerwehrfrauen- und männer nach den Einsätzen: «Funkgeräte, Türgriffe, das Steuerrad. Alles wird desinfiziert.»

Diesen Aufwand nach den Einsätzen betreiben auch die Angehörigen der Feuerwehr Sense Nord. Sie desinfizieren die Gegenstände, die sie angefasst haben. «Das ist ein sehr grosser Aufwand», sagt Kommandant Reto Zahnd. Um Übertragungen des Virus zu vermeiden, beachten die Feuerwehrleute die Abstands- und Hygieneregeln. «Ausbildungen und Übungen sind sistiert zum Schutz unserer Einsatzbereitschaft.»

Die drei Feuerwehren schreiben ihren Mitgliedern nicht vor, wie sie ihre Freizeit gestalten dürfen, um sich vor einer Infektion zu schützen. Zum einen gebe es für solche Vorschriften keine Grundlage, zum anderen werde auf die Eigenverantwortung gesetzt.

jmw

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