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Die Freiburger Freimaurer feiern

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«Über uns Freimaurer kursieren die absonderlichsten Gerüchte», seufzt Jean Guiot, Komitee-Mitglied der Freiburger Freimaurerloge «La Régénérée». «So habe ich kürzlich in einem Bistro gehört, dass sich ein Freimaurer nach dem dritten Konkurs umbringen muss.» Um diesem falschen Bild in der Öffentlichkeit entgegenzutreten und sich auch ein wenig dem breiteren Publikum zu öffnen, führte die Freiburger Loge kürzlich im Freiburger Gutenbergmuseum einen Informations- und Diskussionsabend durch, an dem unter anderem der nichtfreimaurerische Historiker Olivier Meuwly beteiligt war. Ausserdem gab es etwas zu feiern: das 300-Jahr-Jubiläum der ersten Logengründung überhaupt, die 1717 in London vonstattenging.

Als «Teufel» verunglimpft

Ihre traurigen Höhepunkte fand der Hass gegen die Freimaurer wohl durch das päpstliche Verbot der Mitgliedschaft für Katholiken im Jahr 1738, das de facto bis heute gültig ist, sowie durch die Verfolgungen im Dritten Reich. «Aber auch im katholischen Kanton Freiburg war unsere Loge in der Zeit ihrer Gründung 1851 grossen Feindseligkeiten ausgesetzt.» Die Zeitung «La Liberté» habe sie offen dämonisiert und als «Teufel» beschrieben. Heute sei die Lage etwas ruhiger, doch immer noch kursierten viele Irrtümer.

Dabei sei die ­Freimaurerei keine Religion. Es geht laut Guiot vielmehr um den persönlichen spirituellen Weg, und eine der Grundsätze der Freimaurerei sei der Glaube an den «allmächtigen Baumeister aller Welten». Gespräche über Religion seien indes bei den freimaurerischen Treffen ebenso verboten wie solche über Politik.

«Es geht bei der Freimaurerei auch nicht darum, geschäftliche Kontakte zu knüpfen», so Guiot weiter. Merke die Bruderschaft, dass ein Mitglied nur aus solchen Gründen Mitglied sei, so drohe ihm der Ausschluss. «Solche Personen sind bei einem Service-Club wie Lions oder Rotary viel besser aufgehoben als bei uns.»

Drei Geheimnisse

Ihren Namen «La Régénérée» (die Regenerierte) trägt die Freiburger Loge nicht ohne Grund. Es gab nämlich schon zuvor, seit 1756, eine Loge namens «Latium» in der Saanestadt. Diese sei von noblen Freiburgern gegründet worden und hätte sogar geistliche Mitglieder gehabt, sei aber schon relativ bald wieder untergegangen.

«La Régénérée» zählte bei ihrer Gründung 1851 rund 20 Mitglieder, und auch heute beträgt die Mitgliederzahl lediglich rund 40 Personen. «Wir haben nie die Masse gesucht», bemerkt Guiot dazu. «Wir betreiben auch keine aktive Mitgliederwerbung.» Es sei indes heutzutage einfacher als früher, Mitglied zu werden. Im Grunde genommen genüge ein simples Bewerbungsschreiben, um die ersten Schritte einzuleiten. Der Mitgliederbeitrag betrage in der Schweiz je nach Loge zwischen 400 und 1000 Franken jährlich.

Auch dass Frauen keine Freimaurer werden können, sei längst passé. So gebe es neben der Männerloge «Grevîre» in Bulle auch eine Frauenloge, die allerdings sehr wenig Mitglieder habe. Guiot selbst bevorzugt eine reine Männerloge.

Gewisse Geheimnisse bleiben den Freimaurern indes auch heute noch. Das gehört zur maurerischen Grundidee. «Wir haben im Prinzip drei Geheimnisse», so Guiot. Das erste sei das der Mitgliedschaft. Es sei jedem freigestellt, ob er gegen aussen kundtun wolle, dass er der Bruderschaft angehöre. Das zweite sei das Geheimnis des Protokolls. So würden Protokolle und Traktanden der Freimaurer im Unterschied zu denen anderer Vereine nicht veröffentlicht. «Dies, weil sie einfach internen Charakter haben», so Guiot. Das dritte und wichtigste Geheimnis schliesslich betreffe die sagenumwobene Initiationsfeier. «Natürlich kann man deren Ablauf heutzutage im Internet nachlesen, wobei auch dort viele Unwahrheiten in Umlauf sind», sagt Guiot. «Aber wir empfehlen unseren Mitgliedern doch, das nicht zu tun. Denn nur durch ihr überraschendes Moment wird die Initiation zum unvergesslichen Erlebnis, als das sie gedacht ist.»

Freimaurerei

Im Zeichen von Zirkel und Winkel

Die moderne Freimaurerei wurde 1717 in London gegründet. Gegenwärtig wird die Zahl der Freimaurer weltweit auf rund fünf Millionen, schweizweit auf ungefähr 4000 Mitglieder geschätzt. Ihre Symbole sind der Zirkel und der Winkel, da die Bewegung historisch auf die mittelalterlichen Bauhütten der Steinmetze und Maurer zurückgeführt wird. Berühmte Freimaurer waren der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart, der erste US-Präsident George Washington sowie Jonas Furrer, der erste Bundespräsident der Eidgenossenschaft.

jcg

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