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Die Freiburger Kantonalbank sieht sich auf Kurs

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Die Kundengelder der Freiburger Kantonalbank nahmen 2021 um 1,5 Milliarden Franken zu.
Aldo Ellena/a

Trotz der Corona-Krise kann die Freiburger Kantonalbank im Jahr 2020 zulegen: Ihr Jahresgewinn steigt, wie auch die Bilanzsumme. An den Kanton, die Gemeinden und die Pfarreien überweist die Bank 69,9 Millionen Franken.

«Die Freiburger Kantonalbank (FKB) konnte trotz der Gesundheitskrise den Kurs halten.» So fällt die Bilanz der Bank für das vergangene Jahr aus. Üblicherweise stellt die Kantonalbank ihre Ergebnisse des abgeschlossenen Geschäftsjahres an einer Medienkonferenz vor. Wegen der Pandemie verzichtete sie dieses Mal darauf und verschickte stattdessen eine Medienmitteilung.

Gemäss den Angaben der Freiburger Kantonalbank erhöht sich der Jahresgewinn um 1,7 Millionen Franken auf 133,3 Millionen Franken, dies nach Abzug der Zuweisung von 21 Millionen Franken an die Reserve für allgemeine Bankrisiken, das sind 8 Millionen mehr als im Vorjahr.

Der Geschäftserfolg, der für die Beurteilung der Leistung der Bank ausschlaggebend ist, sinkt um 3,6 Millionen Franken auf 162 Millionen Franken – ein Minus von 2,2 Prozent. Die Bank erklärt diese Entwicklung mit den Auswirkungen der Krise, mit Ausgaben für Digitalisierungsprojekte und mit grösseren Renovationen in ihren Niederlassungen.

Die Bilanzsumme beträgt 26,7 Milliarden Franken. Das ist eine Zunahme um 2,1 Milliarden Franken oder 8,4 Prozent.

Ausserordentliche Zahlung

Die Resultate des Geschäftsjahres 2020 würden es der FKB erlauben, ihrer Rolle als kantonaler Beitragszahler gerecht zu werden, schreibt sie. Denn sie überweise dem Kanton, den Gemeinden und den Pfarreien einen Beitrag von 69,9 Millionen Franken, also fast den Gegenwert des Dotationskapitals. Ein Jahr zuvor waren es 70 Millionen Franken. In dieser Zahlung sind Steuern, die Verzinsung des Dotationskapitals und die Verzinsung der Staatsgarantie enthalten. Auch macht die Bank eine ausserordentliche Zahlung in Höhe von acht Millionen Franken zur Unterstützung der kantonalen Massnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie.

Die Kundenausleihungen überschreiten, unter Abzug der Rückstellungen für Ausfallrisiken, erstmals die Marke von 20 Milliarden Franken. Das gesamte Kreditvolumen steigt um 868,8 Millionen Franken oder 4,5 Prozent. Dieser Anstieg ist unter anderem auf Übergangskredite zurückzuführen, die Unternehmen im Rahmen des Hilfsprogramms des Bundes gewährt wurden, sowie auf Finanzierungen für Unternehmensübertragungen. Mit einem Volumen von 342 Millionen Franken an gewährten Covid-19-Krediten gehört die FKB laut eigenen Angaben zu den zehn aktivsten Banken. Die Hypothekarforderungen belaufen sich auf 17 Milliarden Franken, was einer Zunahme um 4,9 Prozent entspricht.

Die Kundengelder nehmen um 1,5 Milliarden Franken auf 15,9 Milliarden Franken zu. Das ist ein Plus von 10,4 Prozent. Die FKB spricht diesbezüglich von einer starken Zunahme.

Gesunkene Devisentransaktionen

Einen Rückgang vermeldet die Bank im Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Dieses hat um 1,7 Millionen Franken beziehungsweise 16,7 Prozent abgenommen und machte im Geschäftsjahr 2020 8,4 Millionen Franken aus. Diese Entwicklung führt die FKB hauptsächlich auf die gesunkenen Devisentransaktionen zurück, die durch den Rückgang der touristischen Aktivitäten bedingt seien.

Nach der Gewinnverwendung belaufen sich die Eigenmittel auf 2,2 Milliarden Franken – gegenüber 2019 eine Steigerung um 92 Millionen Franken.

2021: Eine Krise, ein Wechsel an der Spitze und renovierte Niederlassungen

Für 2021 erwartet die Freiburger Kantonalbank (FKB) laut ihrer Medienmitteilung ähnliche Ergebnisse wie 2020. «Die Auswirkungen der Krise werden noch andauern», schreibt sie. Um ihren am stärksten betroffenen Kunden konkrete Unterstützungsmassnahmen anbieten zu können, habe die FKB eine Struktur eingerichtet, die speziell für in Schwierigkeiten geratene Unternehmen gedacht sei.

Die Bank erinnert daran, dass es in diesem Jahr zu einem Wechsel im Präsidium der Generaldirektion kommt: Per Ende Februar tritt Edgar Jeitziner in den Ruhestand. Seit 2003 war er Mitglied der Generaldirektion der Freiburger Kantonalbank, 2012 wurde er deren Präsident. Sein Nachfolger Daniel Wenger hat seine neue Position bereits zu Beginn dieses Jahres angetreten. Er war zuvor in London, New York und Luxemburg tätig und zuletzt Risk Manager für die Auslandsfilialen (ausser Asien und Schweiz) der Division Internationale Vermögensverwaltung der Credit Suisse.

Als wichtige Projekte für 2021 nennt die Bank unter anderem die Renovation ihrer Niederlassungen in Düdingen und im Schönberg. jmw

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