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Die Freiburger und die Mannschaftssportarten – eine Saisonbilanz

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Der Monat Mai ist dazu prädestiniert, sportliche Bilanzen zu ziehen, weil viele Meisterschaften zu Ende gehen. Darum werde ich mich in meiner heutigen Kolumne mit meiner Aussensicht den Freiburger Mannschaftssportarten und ihrem Abschneiden in der Saison 2017/18 widmen.

 

Volleyball: Die Power Cats aus Düdingen haben eine hervorragende Saison abgeliefert. Von aussen erhält man den Eindruck, dass durch den Trainerwechsel die Mannschaft konstanter wurde. Der Verein hat es geschafft, sich nicht nur beim Publikum, sondern auch bei der Wirtschaft zu etablieren. Einziger Wermutstropfen für die Weiterentwicklung des Volleyballs im Kanton ist der Abstieg des VBC Freiburgs aus der NLB. Die Konstellation NLA (Düdingen) und NLB (Freiburg) war für die kantonalen Talente eine optimale Entwicklungsschiene. Ich hoffe, dass sich die 1. Liga-Vereine zu einem gemeinsamen NLB-Aufstiegsprojekt zusammenschliessen.

Basketball: Olympic und Elfic haben ihre Spitzenpositionen in der nationalen Elite weiter gefestigt und spielen beide hervorragende Saisons. Obwohl beide heisse Anwärter auf den Titel sind und hochstehenden Sport bieten, schaffen sie es nicht, das Publikum ausserhalb der Stadt zu begeistern. Das Problem ist struktureller Art: In einer idealen Welt baut sich ein nationaler Verband vom Schulsport zum Vereinssport, über Nachwuchsauswahlen, bis zum Spitzensport eine logische Förderpyramide auf. Im Basketball steht die Pyramide bildlich ausgedrückt auf dem Kopf. Oder anders gesagt – solange es das Basketball nicht schafft, sich geografisch zu diversifizieren, wird er auch weiterhin nur lokales Interesse generieren.

Eishockey: Gottéron konnte seine Zerfallserscheinungen der letzten Saison stoppen und hat sich durch eine gute Saison beim Publikum rehabilitiert. Dank einiger hochkarätigen Transfers und dem Umbau der «Patinoire» scheinen die Voraussetzungen für zukünftige Erfolge zu stimmen. Mit den Bulls aus Düdingen gibt es ausserdem eine optimale Ergänzung, um junge Talente zu entwickeln.

Unihockey: Für mich ist Floorball Fribourg der Gewinner der Saison! In ihrer ersten NLB-Saison haben sie sich gleich oben in der Tabelle etabliert und tolles Spektakel geboten. Das Publikum hat äusserst positiv reagiert und dem «alten Geist» der Ste- Croix-Halle wieder neues Leben eingehaucht. Je nachdem wie sich der Verein entwickelt und dabei vom nationalen Verband unterstützt wird, könnte der Unihockeysport mittelfristig einigen altgedienten Freiburger Hallensportarten den Rang ablaufen.

Fussball: Der Freiburger Fussball ist für mich der Verlierer der Saison. Als aussenstehender Beobachter wird man das Gefühl nicht los, dass sich die Exponenten aus Freiburg, Düdingen und Bulle nicht einmal die Butter auf dem Brot gönnen. Offenbar hat das gescheiterte Zusammenarbeitsprojekt im 2015 einen nachhaltigen Schaden hinterlassen.

Für einen relativ kleinen Kanton mit limitierter Wirtschaftskraft ist die Bilanz dennoch beachtlich. Man kann den verschiedenen Vereinen nur wünschen, dass sie von der öffentlichen Hand und der Wirtschaft zukünftig die gebührende Unterstützung erhalten werden, um sich strukturell weiter entwickeln zu können. Das begeisterungsfähige Publikum und die vielen motivierten Kinder werden es ihnen danken!

Patrick Buchs kennt die Schweizer Sportszene bestens. Der diplomierte Sportmanager und Diplom-Trainer war von 2003 bis 2013 in verschiedenen Funktionen bei Swiss Olympic tätig, ehe der Düdinger zwei Jahre Geschäftsführer beim Nord-Ostschweizer Basketballverband ProBasket war. Danach war der ehemalige Diskuswerfer kurz Direktor des Schweizerischen Basketballverbandes. Heute ist er als selbstständiger Berater in Sportfragen tätig.

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