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Die Freiburger Verwaltung erhält mit einigen Abstrichen gute Noten

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Alle zwei Jahre bewerten Unternehmen der französischsprachigen Kantone und des Tessins die Effizienz ihrer Kantonsverwaltungen. An der neusten Umfrage der jeweiligen Handels- und Industriekammern nahmen 674 Firmen teil, im Durchschnitt also mehr als 100 pro Kanton.

In diesem interkantonalen Vergleich hat die Freiburger Verwaltung ihren zweiten Platz hinter dem Tessin halten können. Dies geht aus den gestern präsentierten Umfrageergebnissen hervor. Von 2007 bis 2011 lag Freiburg noch auf dem ersten Rang, wobei der Kanton Tessin erst seit 2011 mitberücksichtigt wird.

Auf einer Notenskala von 1 bis 10 ist aber Freiburg mit 6,9 erstmals seit sechs Jahren wieder unter 7 gerutscht. Der zuletzt noch komfortable Vorsprung von 0,3 Punkten auf den nächsten französischsprachigen Kanton ist fast auf null geschrumpft. Gründe dafür sind gemäss den Verfassern der Studie–die Konferenz der Handelskammern–die abnehmende Verfügbarkeit und Kundenorientierung der Verwaltungsangestellten sowie hohe Kosten für Leistungen.

Handelsregister ist top

Schaut man die Sektoren der Freiburger Verwaltung einzeln an, so haben sich das Handelsregister und die Berufsbildung gegenüber dem letzten Vergleich am meisten steigern können. Während von den Freiburger Unternehmen niemand mit dem Handelsregister unzufrieden zu sein scheint, ist auch die Zufriedenheit mit dem Amt für Bevölkerung sehr hoch.

 Einen besonderen Fokus richtete die Umfrage dieses Jahr auf zwei Bereiche: Arbeitskontrollen sowie Umwelt- und Raumplanungswesen. Sehr gut schneidet Freiburg bei den Arbeitskontrollen ab: Nur das Tessin kommt da noch besser weg. Insbesondere das Auftreten und die Kompetenz der Kontrolleure werden deutlich besser bewertet, als in den anderen Westschweizer Kantonen. Während die Anzahl der Kontrollen bei den meisten befragten Firmen gleich geblieben ist, bemängeln diese, dass die Kontrollen zu viel Zeit und Geld kosten. Nirgendwo sonst sei der administrative Aufwand so hoch.

Der Staatsrat hat zur Kenntnis genommen, dass die Resultate in Umwelt und Raumplanung «nicht uneingeschränkt» gut sind (siehe Kasten). Die zwei Ämter müssten mit zahlreichen Gesuchen, knappen Fristen und grossen Erwartungen fertig werden. Die Situation ergab sich durch die Revision des Raumplanungsgesetzes, teilt der Staatsrat mit. Er sei sich dieser Schwierigkeiten bewusst und habe Massnahmen ergriffen, namentlich das Personal aufgestockt.

Zahlen und Fakten

Kein Musterknabe bei Umwelt und Raumplanung

Der etwas genauere Blick bringt es zutage: Die Freiburger Staatsverwaltung erhält von den Unternehmen keine besonders guten Noten in den Bereichen Umwelt und Raumplanung: Freiburg liegt in dieser Kategorie bloss auf Rang fünf. Damit sind die Ämter gegenüber der letzten Umfrage um einen Rang abgerutscht. Die Länge der Verfahren, die negativen Entscheide, die Komplexität der Abläufe und der exzessive Formalismus sind verantwortlich für das mediokere Ergebnis. Für 59 Prozent der befragten Unternehmen ist die Verfahrensdauer in Freiburg zu lang. 51 Prozent der Gesuche werden in Freiburg auf Anhieb gutgeheissen, das ist immerhin der zweitbeste Wert der sieben Kantone. Hingegen erachteten 68 Prozent der Antwortenden die Verfahren als kompliziert, nur Genf steht schlechter da. Bei der klaren Zuständigkeit und der Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden erreicht Freiburg mittlere Werte.uh

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