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Die Freiburgische Rentnervereinigung wurde 1984 vo

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Autor: Irmgard Lehmann

Die Freiburgische Rentnervereinigung wurde 1984 vom inzwischen verstorbenen Joseph Rey gegründet. Das Ziel war die Förderung einer «gerechten Sozialpolitik für Rentner». Heute zählt die Vereinigung über 6000 Mitglieder (Jahresbeitrag 15 Franken). Jene im Sensebezirk mit 1340 Mitgliedern ist die grösste Sektion. Gründungsmitglieder waren Theodor Stritt und Gregor Waeber aus Tafers. Seit fünf Jahren ist der 79-jährige Joseph Zosso aus Schmitten Präsident.

Joseph Zosso, was waren die wesentlichen Aufgaben der Vereinigung?

In erster Linie ging es darum, die Rentnerinnen und Rentner vor der Einsamkeit zu bewahren und für sie ein Sprachrohr zu sein: 2001 haben wir eine Checkliste zur Erstellung von Altersleitbildern in den Gemeinden entworfen.

Und 2006 haben wir in allen Gemeinden des Sensebezirks eine Umfrage gestartet – insbesondere bezüglich der Wohnsituation. Wir haben kommunale und regionale Behörden sensibilisiert und uns für den Bau von Alterswohnungen als Zwischenstruktur zu den Pflegeheimen eingesetzt. Auch die Rettung der Arztpraxen von Allgemeinpraktikern ist und bleibt ein Anliegen.

Und was steht dringend an?

Aufgrund der neuen Verfassung muss ein umfassendes Alterskonzept erstellt werden. Weiterhin ein Thema sind auch die Alterswohnungen. Auch planen wir eine Zusammenarbeit mit Pflegeheimen und Spitex-Organisationen zum Wohle älterer Menschen.

Im Argen liegt die Info- und Kommunikationsstruktur. Viele wissen nicht, welche Angebote überhaupt vorliegen.

Nach der Pensionierung waren Sie sechs Jahre für Adlatus Schweiz tätig, und seit 2001 setzen Sie sich für die Fragen und Probleme älterer Menschen ein. Warum so aktiv?

Ich finde es sinnvoll und bereichernd, für die Rentner im sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich etwas zu bewegen.

Und auch als 80-Jähriger wollen Sie weitermachen?

Solange es geht, möchte ich aktiv sein. Auch im Alter ist es wichtig, Körper, Seele und Geist zu pflegen.

Das machen Sie?

Ja. Im Sommer halte ich mich mit Tennis und Schwimmen fit und im Winter mit Skifahren. Auch im vergangenen Winter bin ich jeden Monat – in Zermatt, meiner zweiten Heimat – mehrere Tage Ski gefahren.

Den Geist trainiere ich mit regelmässiger Zeitungslektüre und mit dem Engagement in der Rentnervereinigung. Ich mische gerne mit und mische mich gerne ein … (schmunzelt).

Wie stehen Sie eigentlich zur Erhöhung des Rentenalters?

Persönlich plädiere ich für ein flexibles Rentenalter und für einen sukzessiven Abbau der Arbeitsbelastung. Arbeit kann einen umbringen, aber Untätigkeit auch.

Was raten Sie?

Eine Pensionierung muss vorbereitet sein. Denn jeder Mensch braucht eine Struktur in seinem Leben. Reisen kann wohl Befriedigung bringen; doch auch das hat seine Grenzen.

Die Rentner sind reich und sollen einen Solidaritätsrappen abliefern, hiess es Ende April. Was sagen Sie dazu?

Schwierig, eindeutig Stellung zu nehmen … Doch solidarisch sind die älteren Menschen allemal, und das wird nur allzu oft nicht wahrgenommen: Grosseltern hüten die Kinder, damit beide Eltern arbeiten können. Rüstige Rentner und Rentnerinnen engagieren sich beim Transport Passepartout, im Bereich Mahlzeitendienst usw.

Nochmals zurück zum Thema: Wird die Vereinigung auch ernst genommen?

1995 hat der Staatsrat unsere Vereinigung anerkannt. Und seit Herbst sind wir auch Mitglied der neu gegründeten Interessengemeinschaft «Fri-Age/Alter». Darin vertreten wir die Interessen der Betagten im Zusammenhang mit dem vorgesehenen kantonalen Alterskonzept.

Auf schweizerischer Ebene wiederum agiert der Seniorenrat. Er vertritt die wirtschaftlichen und sozialen Anliegen älterer Menschen gegenüber Bundesrat, Behörden und Parlament.

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