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«Die Freude an der Musik bedeutet mir sehr viel und hält mich scheinbar jung»

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Autor: Lukas Schwab

Wenn am Samstagabend die Musikgesellschaft Gurmels zum Jahreskonzert aufspielt (Kasten), ist Josef Perler mittendrin: Der 86-Jährige aus Kleinguschelmuth ist der Routinier am Euphonium. Seit über siebzig Jahren spielt er sein Instrument in einer Musikgesellschaft – eine absolute Premiere im Freiburger Kantonalverband. Und laut dem rüstigen Musikanten dürfen noch einige Jahre dazukommen: «Ich habe grosse Freude an der Musik, und solange es meine Gesundheit zulässt, spiele ich weiter.»

Den Anfang nahm Perlers Leidenschaft für die Blasmusik 1938: Seine Eltern schickten ihn ins Institut Guglera, um Französisch zu lernen. Neben der Fremdsprache entdeckte der Bursche aus Wünnewil das Euphonium und seine Freude an der Musik. Beides sollte ihn ein Leben lang begleiten.

«In der Hauskapelle der Guglera spielte ich meine ersten Töne», erzählt Perler. Warum er gerade das Euphonium als Instrument übernahm, weiss er nicht mehr. «Ich glaube, das hat sich einfach so ergeben.» Seine Wahl hat er aber nie bereut. Und er ist seinem Instrument stets treu geblieben: Bis heute spielt er auf demselben Euphonium, das er vor 72 Jahren erstmals in seinen Händen hielt.

Nach zwei Jahren im Institut Guglera trat Perler 1940 in Wünnewil seiner ersten Musikgesellschaft bei. Danach wechselte der Landwirt jeweils bei Stellenwechseln in die Blasmusik seines jeweiligen Wohnortes: Von 1950 bis 1957 musizierte er in Rechthalten, von 1957 bis 1967 in Düdingen und seit damals in Gurmels. «Der gesellschaftliche Aspekt war mir immer wichtig und durch die Musik konnte ich viele Kontakte knüpfen», erklärt er. In den vergangenen 70 Jahren engagierte er sich aber nicht nur als Musiker, sondern war auch Mitgründer und Präsident des Musikverbands des Seebezirks sowie langjähriger Präsident der MG Gurmels.

Heute konzentriert er sich auf die Musik: Er übt fast jeden Tag und fehlt bei den Proben praktisch nie. «Die Freude an der Musik bedeutet mir sehr viel und hält mich scheinbar jung», sagt er und lächelt.

Verändert habe sich in den siebzig Jahren vor allem die Musikauswahl. «Heute werden vor allem moderne Stücke gespielt», sagt er. Diese seien anspruchsvoller und verlangten eine grössere Fingerfertigkeit. «Ich muss zugeben, dass meine Finger manchmal nicht mehr ganz mitkommen.»

Walzer und Marschmusik

Sein persönlicher Musikgeschmack ist nicht unbedingt auf moderne Stücke ausgerichtet. «Ich mag traditionelle Musikstücke wie Märsche oder Walzer», sagt Perler. Aber man müsse mit der Zeit gehen, die Jungen wollten moderne Musik spielen. Zudem habe es stets für alle etwas im Programm. Am Konzert vom Samstag sind Perlers Favoriten der Marsch «Aufwärts!» von Ernst Lüthold und die Polka «Zwei Gentlemen» von Ruedi Seifert. Und genau zwischen diesen beiden Stücken wird dem Jubilar die Ehrenurkunde des Schweizerischen Musikverbands verliehen.

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