Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Garbage Time ist für die anderen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es gibt körperlich stärkere Spieler, schnellere und aggressivere, jene mit grös­serer Sprungkraft oder einem besseren Ballhandling, nur wenige jedoch bringen die Treffsicherheit eines Dusan Mladjan – in der Qualifikation verwertete er aus der Distanz starke 42 Prozent seiner Wurfversuche – auf das Parkett. Es ist eine Qualität, die den schweizerisch-serbischen Doppelbürger zu einem der erfolgreichsten Basketballer des Landes gemacht hat. Mit Olympic will er seinen sechsten Meistertitel holen, nachdem er zuvor schon mit Lugano (2010, 2011 und 2012), Genf (2015) und im letzten Jahr mit den Freiburgern den Pokal in die Höhe stemmen konnte. «Dass ich mit drei verschiedenen Teams den Titel feiern konnte, macht mich stolz», sagt der 32-Jährige aus Belgrad, der zu diesen Erfolgen entscheidend beigetragen hatte. Einzig an seiner Präsenz will er die Titel indes nicht festmachen. «Es braucht stets erfahrene Spieler, die wissen, wie man gewinnt, und einen guten Mix mit jungen Spielern.» Das sei in seiner Karriere bis jetzt immer der Fall gewesen.

Im Ausland gereift

Gerade in den Playoffs käme der Routine eine besondere Bedeutung zu. «Mit der Erfahrung kommt auch das Selbstvertrauen, um die schwierigen Momente zu überstehen.» Diese Reife hat sich Mladjan nicht zuletzt im Ausland angeeignet. Von 2005 bis 2008 spielte der 1,98 Meter grosse Flügelspieler bei den italienischen Erstligisten Snaidero Udine und Cimberio Varese, dazwischen kurz beim Zweitligisten Reggio Ca­la­bria. Und die Saison 2013/14 bestritt er in seiner serbischen Heimat für Radnicki Kragujevac. «Das Tempo in diesen Ligen war ein ganz anderes als in der Schweiz. Und ich konnte viel von stärkeren, renommierten Spielern und Trainern lernen.» So hatte Mladjan unter anderem den Amerikaner Je­rome Allen, der in der NBA für Minnesota, Indiana und Denver gespielt hatte und heute Assistenztrainer der Boston Celtics ist, oder Nikola Kalinic, einen serbischen Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2016 in Rio, als Teamkollegen. Und «Muta» Nikolic, als Assistenzcoach von Serbien hochdekoriert, trainierte den langjährigen Captain der Schweizer Nationalmannschaft bei Kragujevac. «Sie alle haben mir sehr geholfen, mich weiterzuentwickeln.»

Dennoch kehrte er 2014 in die NLA zurück. Mladjan empfindet das aber nicht als Rückschritt. «Genf stellte damals ein schönes Projekt auf die Beine, und wir gewannen den Cup und die Meisterschaft. Das ist das, was ich wollte: Titel gewinnen.» Er bedauere das Ende seines Auslandabenteuers deshalb nicht, zumal es in der Schweiz jede Saison zwei oder drei Mannschaften mit einer guten Organisation und ansprechenden Budgets gäbe. «Zwischen den besten Schweizer Teams und vielen im Ausland gibt es keine grosse Differenz. Besser ist es, in Freiburg oder Genf zu sein, als irgendwo in Europa, nur um im Ausland zu sein.»

Auf dem Parkett, wenn es zählt

Um mit dem hoheren Rhythmus in einer höher dotierten europäischen Liga mithalten zu können, dafür fehlt Mladjan heute auch die Frische früherer Jahre. Olympic-Trainer Petar Aleksic trägt dieser Entwicklung Rechnung und setzt seinen besten Distanzschützen dosiert ein. Seine Rolle sei aber genau gleich wichtig geblieben, insistiert Mladjan. «Meine Einsatzzeit ist zwar ein wenig gesunken, aber wenn es darauf ankommt, bin ich auf dem Parkett. Der Unterschied ist, dass ich die Garbage Time nicht spiele.» Mit der Garbage Time – grob übersetzt die «Müll-Zeit» – sind Phasen gemeint, in denen ein Spiel bereits weit vor dem Ende des vierten Viertels entschieden ist und es keine Chance für ein Comeback des unterlegenen Teams mehr gibt. «Mit Olympic kommt es oft vor, dass wir 20 oder 30 Punkte vorne liegen», erklärt der Mann für die wichtigen Würfe.

Sind die Partien in der Qualifikation oft früh zugunsten der Freiburger entschieden, geht es in den Playoffs auch für Olympic meist enger zu und her. Boncourt war in der Playoff-Viertelfinalserie allerdings noch keine Hürde. In der heute beginnenden Halbfinalserie gegen Monthey erwartet Mladjan deutlich mehr Widerstand. «Die Walliser sind physisch stark und haben viel Talent. Nach einigen Hochs und Tiefs ist Monthey nach dem Sieg im Viertelfinal gegen Massagno nun in Form und hat Selbstvertrauen.»

Trotzdem soll der einstige Erzrivale für Olympic nur ein Schritt auf dem Weg zur Titelverteidigung sein. «Es war wichtig, dass wir die Serie gegen Boncourt mit 3:0 gewinnen konnten und eine Woche Pause hatten. Ich habe Vertrauen in unsere Equipe.»

Playoff-Halbfinalgegner Monthey

Ein Koloss unter dem Korb und viel Talent

Der NLA-Qualifikationssieger Olympic ist in der heute beginnenden Halbfinalserie (best of 5) gegen Monthey (17.30 Uhr im St. Leonhard) zu favorisieren. Trotzdem warnt Trainer Petar Aleksic vor den Wallisern, die die Vorrunde als Fünfte abgeschlossen hatten. «Monthey hat den Rhythmus gefunden und verfügt mit neun Spielern über eine grosse Rotation.» Insbesondere unter dem Korb habe Monthey Qualitäten, die mit der kürzlichen Verpflichtung von Center Jonathan Dubas zusätzlich angereichert wurden. In den Reihen des Teams von Coach Patrick Pembele stehen viele körperlich robuste Spieler, allen voran der Amerikaner Kenneth ­Frease, der mit 213 Zentimetern weit über 100 Kilogramm auf die Waage bringt.

«Monthey hat viel Talent. Wir müssen unser Spielsystem konsequent anwenden, konzentriert spielen und aggressiv verteidigen», gibt Petar Aleksic die Marschroute vor. «Und wir müssen schnell spielen. Wenn die Walliser Zeit haben, sind sie stark.» Olympic will den Gegner deshalb mit Kontersituationen vor Probleme stellen.

Louissaint als Sicherheit

Damit das gelingt, braucht es fitte Spieler. Die gingen den Freiburgern zuletzt allerdings mehr und mehr aus. Nachdem bereits Natan Jurkovitz angeschlagen war, hat es am letzten Wochenende auch Andre Wil­liam­son erwischt. Er konnte diese Woche kaum trainieren, sollte aber heute einsatzbereit sein. Und weil Florian Steinmann bis Saisonende ausfällt, verpflichtete Olympic am Donnerstag kurzfristig Axel Louissaint. «Es ist keine einfache Situation für ihn und uns. Es bleibt keine Zeit, um ihn richtig zu integrieren. Trotzdem gibt uns Axel eine zusätzliche Sicherheit, wenn andere Spieler müde sind oder Foulprobleme haben.» Louissaint sei ein Flügelspieler, der viel Energie mitbringe. Doch genau das erwartet der fordernde Olympic-Trainer auch von den anderen Spielern. «Es wird bestimmt eine intensive Serie.»

fs

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema