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Die Gastgeberin der Schlager-Stars

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Trudi Lauper packt mit an. Sie rammt den Pickel in den Boden, um einen kleinen Graben für Wasser- und Stromleitungen auszuheben. Ihre Helfer, junge Männer aus dem Asylzentrum Guglera, freuen sich sichtlich, dass die Chefin mitarbeitet, und feuern sie an, als sie einen besonders grossen Stein trifft.

Trudi Lauper und rund 50  freiwillige Helferinnen und Helfer sowie 10 Helfer aus dem Asylzentrum sind derzeit da­ran, das Festgelände am Ufer der Ärgera bereit zu machen für das Volksmusik- und Schlager-Openair in Plasselb, das dieses Wochenende stattfinden wird. Bald steht eine anstrengende Arbeit an: Die Zeltblache muss hochgezogen werden. Vorher ruft Trudi Lauper den Männern aber zu, sie sollten doch eine Kaffeepause machen und sich ein Sandwich nehmen. Inzwischen beantwortet sie einen Anruf – und die Fragen der Journalistin.

«Dieses Jahr setzen wir wieder auf das Rezept, verschiedene Stilrichtungen zu bringen», erklärt die Organisatorin des Festivals. Das habe schon letztes Jahr gut funktioniert: Am Freitagabend gibts Mundart-Pop und -Rock, am Samstag Schlager und am Sonntag einen Volksmusik-Brunch (Programm siehe Box). «Besonders die Kombi-Tickets für Freitag und Samstag sind beliebt.»

«Darf ich heimkommen?»

Einer der Stars der diesjährigen Ausgabe ist Andy Borg, der bereits bei der ersten Ausgabe 2014 dabei war. «Trudi, darf ich wieder heimkommen?», habe ihr der österreichische Sänger geschrieben, erzählt Trudi Lauper mit einem Schmunzeln. Der Kontakt mit den Musikerinnen und Musikern gefalle ihr sehr gut und sei auch eine Motivation, sagt sie. Viele kennt sie noch von ihren Zeiten als Moderatorin von Radio Freiburg. «Die Leute schreiben mich an mit ‹Servus Trudi›», sagt die heutige Wirtin des Restaurants Sternen in Tentlingen. «Manche fragen von sich aus, ob sie ans Festival kommen dürfen.»

Trudi Lauper legt Wert da­rauf, dass sich die Künstler wohlfühlen: Sie organisiert gutes Essen, bringt sie am idyllischen Schwarzsee unter und sorgt für einen abgeschirmten Backstage-Bereich. Letzteres sei wichtig, damit sich die Musiker auf den Auftritt vorbereiten könnten.

Die meisten seien sehr unkompliziert und freundlich, sagt Trudi Lauper. Nur ein Musiker sei einmal ziemlich anstrengend gewesen: Er sei sehr besorgt um seine Frisur gewesen, als es bei seiner Ankunft regnete. Und von den bestellten, aufwendig belegten Käse- und Fleischplatten habe er kaum etwas gegessen. Wer das war, will Trudi Lauper nicht verraten. Sie betont aber, dass das eine Ausnahme sei.

Nur alle zwei Jahre?

Trotz den guten Kontakten: Einige Stars brachte Trudi Lauper noch nie ans Openair, obwohl sie sie sehr gerne in Plasselb sehen würde. Dazu zählen etwa die Kastelruther Spatzen, Semino Rossi oder Andreas Gabalier. «Es ist nicht so, dass sie nicht gewollt hätten, aber sie sind jeweils sehr früh ausgebucht», erklärt die Organisatorin. Sie muss die Anfragen an die Künstler für das Openair des kommenden Jahres jeweils schon vor dem aktuellen Open­air stellen. Das sei stressig.

Momentan überlegen sich die Organisatoren deshalb, das Festival nur noch alle zwei Jahre durchzuführen. «So hätten wir mehr Vorlaufzeit für die Anfragen an die Sponsoren und Künstler.» Dann würde es auch eher klappen, Musikerinnen und Musiker zu verpflichten, die sehr gefragt sind.

Trudi Lauper glaubt nicht, dass das ein Problem wäre fürs Publikum. «Es gibt schon jetzt Leute, die nicht jedes Jahr kommen können. Findet das Festival alle zwei Jahre statt, können sich alle um so mehr freuen.» Das Openair habe sich zudem in den letzten Jahren etabliert, jeder kenne es. Klar sei: Das Datum und der Platz an der Ärgera werden beibehalten.

Definitiv entschieden ist aber noch nichts. «Wir schauen das nach der diesjährigen Ausgabe nochmals an», sagt Trudi Lauper. Und fügt dann etwas wehmütig an: «Steigen wir tatsächlich auf den Zweijahresrhythmus um, werde ich ein grosses Loch im August haben. Das Openair ist schon ein bisschen mein Baby.»

Programm

Von Härz über Nik P. bis zum Jodlerklub

Das Volksmusik- und Schlager-Openair in Plasselb startet am Freitag ab 17.30 Uhr. Der erste Abend ist ganz der Mundartmusik gewidmet: Unter anderem treten Franz Arnolds Wiudä Bärg aus der Innerschweiz sowie die Frauengruppe Härz, Udo Brügger und George auf. Am Samstag öffnen die Türen um 14 Uhr, und ab 16.30 Uhr gehts weiter mit Schlagermusik. Nik P., Andy Borg sowie Monique und die Nockis treten auf. Auch die Jauner Sängerin Anina ist wieder mit dabei. Am Sonntag findet von 10 bis 14 Uhr ein Volksmusik-Brunch statt mit dem Jodlerklub Echo vom Bärgli und den Kinderjodlern Jaun. Am Freitag- und Samstagabend fährt ein Shuttlebus für die Gäste.

nas

Mehr Informationen: www.openair-plasselb.ch

«Manche Musiker fragen von sich aus, ob sie ans Openair kommen dürfen.»

Trudi Lauper

Organisatorin Volksmusik- und Schlager-Openair Plasselb

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