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Die Geburt des neuen Kirchenspektakels

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«Bellissimo», sagt Roberto Corona, während er die Rückenlehnen der Bänke in der Deutschen Kirche in Murten umklappt. Der Italiener ist Regisseur des Kirchenspektakels, das im Januar während des Lichtfestivals aufgeführt wird. Am Freitagabend trafen sich der Freiburger Organist Vincent Perrenoud, die Mezzosopranistin Julia Deit-Ferrand sowie Tänzer und Techniker von Corona Events zur ersten gemeinsamen Probe.

Perrenoud spielt auf der Orgel, während Deit-Ferrand beim Altar steht und ein Opernstück singt. «Kannst du etwas schneller spielen? Wir sind nicht gleich schnell», ruft sie ihm zu.

Währenddessen sind Roberto Corona und sein Team mit der Ausleuchtung beschäftigt. Sie richten mehrere Scheinwerfer aus, schauen, wie der Schatten in der Kirche fällt, platzieren Beamer, verschieben die Scheinwerfer wieder und immer wieder, wechseln die Farben von grün zu rötlich zu blau und bedienen Windmaschinen. Mehrmals geht Roberto Corona in den Mittelgang der Kirche und beurteilt mit kritischem Blick das Ergebnis.

Das Publikum wirkt mit

Das Spektakel, das sie vorbereiten, trägt den Titel «Reverse» und handelt vom Schicksal. «Je nachdem, wo wir leben, könnte unser Leben ganz anders aussehen», sagt Roberto Corona auf Italienisch, Ivan Mariano vom Programmteam des Lichtfestivals übersetzt. Die Idee für die Inszenierung hatte der Regisseur während des letzten Festivals, als er in der Kirche die verstellbaren Rückenlehnen der Bänke entdeckte. Damit wird er die Zuschauer in das Spektakel einbinden. Sie müssen sich während der Vorführung umsetzen: Schauen sie zu Beginn Richtung Orgel, werden sie in der zweiten Hälfte zum Altar blicken.

Neu ist für die Sängerin Deit-Ferrand und den Organisten Perrenoud, dass sie sich im Kirchenspektakel unter das Publikum mischen und schauspielern werden. «Wir verlassen den klassischen Rahmen der Oper. Die klare Trennung zwischen Bühne und Publikum wird aufgehoben», sagt Deit-Ferrand. «Das ist ungewohnt.» Für Perrenoud ist das Schauspielern neu. «Als Organist drehe ich dem Publikum den Rücken zu, als Darsteller stehe ich direkt vor dem Publikum.»

Das Spektakel werde aus musikalischer Sicht paradox erscheinen, sagt Corona. «In den zwanzig Minuten wird es viel Tempo haben, theatralische Phasen, aber auch poetische, ruhige Momente.» Daran orientiere sich auch die Musik. Diese werde mal einfach und traditionell sein, mal lyrisch, mal festlich.

Eine wand- und deckenfüllende Projektion wie in der Vergangenheit wird es nicht geben. «Wir wollten etwas Neues machen», sagt Mariano. «Nun gibt es Bewegung während des Spektakels. Tanz in der Deutschen Kirche: Das gab es noch nie.»

Programm

Tanz, Lichterwelt und Bilinguisme

Die fünfte Ausgabe des Murtner Lichtfestivals findet vom 15. bis 26. Januar statt. Demnächst wollen die Veranstalter das gesamte Programm veröffentlichen. Bereits bekannt ist, dass im Kirchenspektakel neu Tänzer auftreten werden (siehe Haupttext). Das Künstler­ensemble Spectaculaires wird den Platz beim Berntor zu «einer verrückten Welt des Lichts» machen. Und Schulklassen werden in zweisprachigen Gruppen den Pfisterplatz gestalten.

jmw

 

 

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