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«Die Gegner schauen ebenfalls Video»

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Ralph Stalder, auf den 10:3-Sieg gegen Langnau folgte eine 0:5-Niederlage in Genf. Wie sind zwei derart unterschiedliche Leistungen innerhalb von nur vier Tagen möglich?

So unterschiedlich waren die Leistungen ehrlich gesagt gar nicht. Die Niederlage in Genf hatte sich abgezeichnet. Schon beim Sieg gegen Davos hatten wir nicht 60  Minuten lang gut gespielt, beim 10:3 gegen Langnau erst recht nicht. Das war einfach einer dieser Tage, an denen jeder Puck reinfällt. Gegen Genf kam dann zum Vorschein, dass eben nicht alles Gold war, was zuvor geglänzt hatte.

Zudem schien eine Prise Selbstgefälligkeit hinzuzukommen …

Ja, die Anzeichen waren ja schon vor der Partie erkennbar, die Warnungen des Coaching-Staffs vor dem Spiel kamen nicht von ungefähr. Aber manchmal scheint es eine solche Niederlage zu brauchen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Ich hoffe, dass die Message nun angekommen ist und wir wieder an bessere Zeiten anknüpfen – an die Spiele vor der Natipause, in denen wir viele Dinge besser machten als in den letzten drei Partien, auch wenn wir gegen Davos und Langnau klar gewonnen haben.

Was erwarten Sie nun am Wochenende für die Spiele gegen Lugano und Genf?

Ich erwarte, dass wir bereits am Freitag in Lugano eine Antwort parat haben. Dass jede Siegesserie einmal endet, war klar, dass sie mit einem Knall endete, war ebenfalls nicht ungewöhnlich. Wichtig ist jeweils, wie man anschliessend reagiert.

Vieles läuft gut in dieser Saison bei Gottéron. Nicht so das Boxplay. Bereits 21 Gegentore hat Freiburg in Unterzahl kassiert, so viele wie kein anderes Team. Nur 74  Prozent aller Unterzahlspiele übersteht Gottéron ohne Gegentreffer. Das ist der zweitschlechteste Wert der Liga. Was läuft falsch?

Ich habe das Gefühl, dass es über viele Spiele hinweg gut läuft. Wenn es dann aber einmal nicht läuft, dann wirds gleich ganz übel. Bereits in Bern kassierten wir einmal vier Tore in Unterzahl, am Dienstag in Genf waren es erneut vier. So entstehen dann natürlich solche Statistiken.

Letzte Saison hatte Gottéron noch das statistisch beste Unterzahlspiel der Liga. Damals wie heute waren Sie der meisteingesetzte Spieler im Boxplay. Sagen Sie uns, was in dieser Saison anders läuft?

Weil wir letztes Jahr das beste Boxplay hatten, haben sich die anderen Mannschaften das angeschaut und analysiert, wo die Schwächen im System lagen. Nun müssen wieder wir über die Bücher und herausfinden, was wir besser und anders machen können. Die Gegner schauen ebenfalls Video. Letztes Jahr hatten wir mit dem unkonventionellen Boxplay alle ein bisschen überrascht, mittlerweile konnten sich die anderen Mannschaften darauf einstellen.

Was macht Freiburgs Boxplay unkonventionell?

Zum Beispiel, dass wir beim Bully gleich einen Spieler hinten reinstellen. Wir sind bully­stark und setzen darauf, dass wir den Puck gleich raushauen können. Wenn du das schaffst, sind gleich 30  Sekunden rum. So versuchen wir, uns von 30  Sekunden zu 30  Sekunden zu hangeln. In diesem Jahr haben wir aber oft in den letzten Sekunden vor Ablauf der Strafe noch Gegentreffer kassiert. Nebst dem System ist aber in Unterzahl übrigens immer auch entscheidend, wie gross die Bereitschaft ist, Schüsse zu blocken.

Und an einem Abend, an dem die Bereitschaft weniger da ist, kassiert man dann eben auch einmal vier Gegentore im Boxplay …

Gerade in so einem Spiel wie am Dienstag in Genf kann das schon verheerend sein. Grundsätzlich haben wir aber auch schlicht Mühe, uns anzupassen und umzustellen, wenn eine Mannschaft das Rezept gegen uns gefunden hat.

Ein Grund für die vielen Unterzahltore liegt auch schlicht darin, dass Gottéron von allen Teams am meisten in Unterzahl spielt. Bereits 130  Minuten waren es in dieser Saison. Wie erklären Sie sich das angesichts der Tatsache, dass Freiburg nun wahrlich nicht als das härteste und böseste Team gilt?

Das kommt eben dabei heraus, wenn man zu wenig läuft und zu viel mit dem Stock arbeitet. Wir kassieren selten Strafen, weil wir überhart spielen, meist sind es dumme Strafen mit dem Stock. Die Gefahr dafür ist genau in den Spielen besonders gross, in denen man glaubt, es gehe auch mit ein bisschen weniger Einsatz. Wie am Dienstag in Genf, als wir allein im Startdrittel vier Strafen kassierten.

Zum Schluss noch zu Ihnen persönlich: Am Mittwoch haben mit Marc Abplanalp und Marco Forrer zwei Gottéron-Verteidiger ihre Verträge verlängert. Auch Sie haben einen auslaufenden Vertrag. Wie ist der Stand der Dinge?

Gespräche laufen, es wird sich ebenfalls in den nächsten Tagen oder Wochen entscheiden. Um genau zu sein, habe ich bei meiner Ankunft für vier Jahre bis 2020 unterschrieben – allerdings mit der Option, dass der Club den Vertrag nach drei Jahren beenden kann. Tut er das nicht, läuft der Vertrag unverändert weiter.

«Das kommt eben dabei heraus, wenn man zu wenig läuft und zu viel mit dem Stock arbeitet.»

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HC Lugano

• Die Ausländer erzielen bei Lugano nur 19  Prozent der Tore. Nur bei Gottéron ist der Prozentsatz noch tiefer (17).

• Miserabel ist das Powerplay der Tessiner. In 19 Partien schossen sie erst 6 Tore in Überzahl (Erfolgsquote von 9,4  Prozent).

• Dafür weist Lugano die beste Schusseffizienz aller Teams auf. Fast 11  Prozent der Abschlussversuche führen zu einem Treffer.

• Am Dienstag schied Lugano in der Champions League mit der 4:5-Niederlage in Göteborg im Achtelfinal aus. Dabei hat sich Goalie Elvis Merzlikins verletzt. Er ist heute fraglich.

Transfer

David Desharnais nächste Saison zu Gottéron?

Es sieht ganz danach aus, als würde David Des­har­nais nächste Saison wieder im Gottéron-Dress auflaufen. «Gemäss unseren Informationen spielt David Desharnais nächste Saison für Freiburg. Dauer des Vertrags: 3  Jahre», twitterte gestern RTS-Journalist Marc-André Berset. Der Club bestätigt die Information zwar nicht. «Ich werde nicht anfangen, alle Gerüchte zu kommentieren», sagt Gottérons Sportchef Christian Dubé sogar dazu. Dass das nicht viel bedeutet, hat die Vergangenheit jedoch zur Genüge bewiesen.

Desharnais spielte bereits in der Lockout-Saison 2012/13 für Gottéron und machte in 16 Spielen 16 Punkte. Der 32-Jährige ist gut mit Dubé befreundet und war vor zwei Wochen für einen Kurzurlaub in Freiburg. Dabei traf er auch Mark French, wie der Gottéron-Trainer gestern verriet. «Wir redeten über Gott und die Welt», so French.

Nach neun NHL-Saisons spielt der kreative Center seit dieser Saison bei Omsk in der KHL. Nach 29 Spielen hält er bei 3 Toren und 11 Assists.

fm

 

Spiel in Lugano

Sprunger und Schneeberger wegen Grippe fraglich

Für Gottéron steht heute das schwierige Auswärtsspiel in Lugano an. «Lugano hat 24 von 29 Punkten zu Hause geholt. Das zeigt, wie wohl sich das Team im eigenen Stadion fühlt. Ich erwarte, dass Lugano uns zu Beginn gleich stark unter Druck zu setzen versucht», so Got­téron­-Trainer Mark French. Er hofft, heute auf Julien Sprunger und Noah Schneeberger zählen zu können. Beide fehlten im gestrigen Training grippebedingt und sind deshalb fraglich. Sollte Sprunger ausfallen, rückt Makai Holdener ins Team nach, fehlt Schneeberger, kommt womöglich ein Verteidiger vom Farmteam Ajoie. Im Tor wird in Lugano wiederum Reto Berra stehen.

fm

 

Lugano – Gottéron 19.45 Servette – Biel 19.45 Zug – Bern 19.45 Langnau – Rapperswil 19.45 Davos – Ambri 19.45 Lausanne – ZSC Lions 19.45

Tabelle National League

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