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Die Gemeinde Freiburg muss künftig den Grünabfall einsammeln und entsorgen

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Autor: Nicole JEgerlehner

FreiburgIm Gemeinderat herrscht eine linke Mehrheit, im Generalrat ists eine hauchdünne bürgerliche Mehrheit. Doch war es die Freiburger Stadtregierung, die sich gegen ein grünes Anliegen stellte, und das Parlament, das dem Vorstoss am Montagabend zum Durchbruch verhalf. Die drei Sozialdemokraten Christoph Allenspach, Thierry Steiert und Christine Müller forderten, die Stadt Freiburg solle eine systematische Grünabfuhr einführen. Die drei Generalräte wollten auch festschreiben, dass die Grünabfälle zu Biogas verarbeitet werden.

Abfuhr auf Verlangen

Vize-Syndic Jean Bourgknecht (CVP) führte aus, die Stadt Freiburg biete bereits eine Grünabfuhr an – aber nur auf Verlangen. «So können wir eine gute Qualität der Grünabfälle garantieren», sagte Jean Bourgknecht. Sobald jedoch in einem anonymen Hochhaus Kompostkübel stünden, entsorgten die Leute darin auch ihre Haushaltabfälle. Darum sei ein systematisches Sammeln von Grünabfällen problematisch. «Es ist nicht denkbar, in allen Häusern der Gemeinde Freiburg Kompostkübel aufzustellen», sagte Jean Bourgknecht.

Weniger Sackgebühr

Das systematische Sammeln von Grünabfällen verursache zudem Kosten, sagte Bourgknecht: Ein neues Abfallauto müsste her, ebenso Personal. Weiter würde die Stadt jährlich 400 000 Franken weniger Abfallgebühr einnehmen, weil ja weniger Haushaltabfall entstehe, sobald die Möglichkeit des Kompostierens bestehe.

Heute werden die Grünabfälle der Stadt Freiburg in der Kompostanlage Fricompost in Hauterive verarbeitet. Jedoch gibt es dort keine Biogas-Anlage. Den Abfall in andere Kantone zu fahren, sei weder umwelt- noch budgetfreundlich, sagte der Vize-Syndic. Aus all diesen Gründen lehne der Gemeinderat den Vorstoss ab.

Thierry Steiert meinte: «Wir verlangen nicht, dass in jedem Haus ein Kübel für den Grünabfall stehen muss.» Doch zeige die bestehende Grünabfuhr, dass die systematische Sammlung möglich sei. «Wir können den Zugang zu den Kübeln mit Schlüsseln regeln», sagte Steiert. Er störte sich daran, dass Bourgknecht nur von den Kosten, nicht aber vom Gewinn gesprochen habe, der durch die Grünabfuhr und eine Biogas-Anlage entstehe.

Pierre-Alain Rolle (SP) kritisierte vor allem die Bemerkung Bourgknechts, mit einer systematischen Grünabfuhr sänken die Einnahmen aus der Abfallsackgebühr. «Diese Gebühr wurde eingeführt, um den Abfallberg zu vermindern – nicht, um Geld einzunehmen», sagte Rolle.

CVP: «Leider keine Mittel»

Claude Schenker, Fraktionspräsident der CVP, nahm das Ansinnen wohlwollend auf. «Doch leider fehlen unserer Stadt die Mittel, um die Grünabfuhr einzuführen», sagte er.

In der Abstimmung zeigte sich, dass ökologische Anliegen in allen Fraktionen des städtischen Parlaments gut ankommen: Von links bis rechts, von den Grünen bis zur SVP wurden in allen Parteien grüne Karten als Zeichen der Ja-Stimme erhoben. Der Generalrat beauftragte den Gemeinderat mit 32 Ja gegen 18 Nein bei zwei Enthaltungen, in Freiburg eine systematische Grünabfuhr zu etablieren.

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