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Die Gemeinde Rechthalten muss investieren

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Einstimmig haben die 38 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom Montagabend alle Anträge des Gemeinderates angenommen. So bewilligten sie etwa, den alten Kugelfang des Schiessstandes für 180 000 Franken zu sanieren. Gemeinderat Hugo Schuwey schätzte, dass dort sechs bis sieben Tonnen Blei entsorgt werden müssen. Aber auch andere Schadstoffe seien in der Erde beim Kugelfang vorhanden. «Die Gemeinde ist verpflichtet, den belasteten Standort zu sanieren», sagte Schuwey. Er wies darauf hin, dass 2017 ebenfalls die künstlichen Kugelfangkästen entleert würden.

Weiter kann die Gemeinde ein Darlehen von 35 000 Franken aufnehmen, um die alten Strassenlampen im Dorf sowie am Buchen- und Eichenweg mit LED-Lampen zu ersetzen. Auch soll eine neue Beleuchtung beim Feuerwehrlokal und bei der Bushaltestelle Rotkreuz installiert werden. «Dort wird eventuell eine Solarlampe errichtet», führte Schuwey aus.

Sinkende Steuerkraft

Ausführlich erläuterte Syndic Marcel Kolly den Finanzplan 2017 bis 2021. Dabei wies er auf die bedeutenden Investitionen hin, welche in den kommenden Jahren in den Bereichen Schulhaus-Turnhalle, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Gemeindestrassen anfallen werden. Bereits die Investitionsrechnung 2017 sieht bei Ausgaben von gut 3 Millionen Franken Mehrausgaben von 1,23 Millionen Franken vor. Aufgrund der vielen Investitionen werde die Verschuldung von heute 2,7 auf 6,6 Millionen Franken im Jahr 2021 zunehmen. «Darin enthalten sind auch Verbandsschulden», fügte Kolly an. Die Gemeinde rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen an Steuern von 1,5 Prozent. Sorgen bereitet dem Syndic deshalb die Tatsache, dass der Index des Steuerpotenzials für das Jahr 2017 um 1,63 Prozentpunkte auf 75,58 gesunken ist. «Recht­halten verliert also weiter an Steuerkraft», bedauerte er. Der Gemeinderat werde aber alles unternehmen, um der Gemeindeversammlung auch inskünftig ausgeglichene Rechnungen präsentieren zu können.

Marcel Kolly führte die sinkende Steuerkraft auf den Einwohnerrückgang zurück. Und dieser wirke sich auch auf die Schulen aus, die mangels Kinder geschlossen werden müssen. «Wir verhandeln gegenwärtig mit Giffers, Plaffeien und St. Ursen», sagte er auf Anfrage einer Bürgerin, die wissen wollte, welchem Schulkreis Rechthalten in Zukunft zugeteilt werde.

Klar abgelehnt hat die Versammlung den Antrag eines Bürgers, der wollte, dass die Gemeinde ein Reglement zur Vergabe von Pachtland der Gemeinde ausarbeitet. Nach seinen Worten werden gemäss den heutigen Richtlinien vor allem Grossbauern bevorzugt. Landwirte wie er, die nur über eine kleine Fläche verfügen, aber ihren Betrieb ausbauen möchten, hätten so keine Chance, Gemeindeland zu pachten.

Wie Ammann Othmar Neuhaus am Freitag an der Gemeindeversammlung in Giffers informierte am Montagabend auch Marcel Kolly über den Stand der Dinge bezüglich dem Bundesasylzentrum Guglera. Er wies auf mögliche Auswirkungen auf die Gemeinde hin, etwa beim Transportwesen, sagte aber auch, dass Recht­halten im Gegensatz zu Giffers als Standortgemeinde weniger betroffen sei. Im Namen des Gemeinderates verurteilte er den Sabotageakt am Guglera-Gebäude vom Oktober: «Das bringt nichts ausser Kosten.»

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