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Die Geschichte der Lötschbergbahn

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Die Geschichte der Lötschbergbahn

Neues BLS-Buch von Patrick Belloncle aus Kerzers

Heute erscheint «Das grosse Buch der Lötschbergbahn BLS» im Eigenverlag des in Kerzers lebenden BLS-Übersetzers, Eisenbahnhistorikers und Buchautors Patrick Belloncle.

Von UELI GUTKNECHT

Das 400 Seiten starke Werk erzählt die Geschichte der Lötschbergbahn BLS von den Anfängen der Bödelibahn und der Thunerseebahn bis zum heutigen Tag. Das 23 x 31 cm grosse, fadengeheftete Buch enthält rund 400 teils farbige, teils bisher unveröffentlichte Abbildungen.

Munition auf den Schienen

Das Werk ist für Laien gleichermassen interessant wie für Bahnfreaks. Vor allem werden technische Daten konzentriert dargestellt und stören den Laien nicht beim Lesen. Mit zahlreichen Begebenheiten, Vorfällen und Reminiszenzen reichert der Autor die BLS-Geschichte an.

Hier zwei Beispiele: In der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember 1947 explodierte bei Blausee-Mitholz ein Munitionsmagazin der Armee. Das Stationsgebäude wurde zerstört, Geleise und ein Teil des Dorfes wurden verschüttet. Es gab mehrere Tote zu beklagen.
1943 waren geführte Armeeangehörige ohne Zusage der BLS auf der Südrampe im Blasbodentunnel zwischen Hohtenn und Ausserberg unterwegs. Beim Zusammenstoss mit einer Zugskomposition mussten fünf Soldaten ihr Leben lassen und weitere wurden schwer verletzt.

Ein besonderes Kapitel beschreibt und illustriert die BLS-Schifffahrt. Eines ist dem Bau des Lötschbergtunnels, der Zufahrtsrampen, der Stationen und der Bahnhöfe gewidmet. Die weiteren befassen sich mit der Elektrifizierung, der Eröffnung, der Moutier-Lengnau-Bahn und dem Doppelspurausbau. Betrieb und Verkehr sind in fünf Unterkapiteln beschrieben.

Viel Neues ist zum Autoverlad durch den Lötschbergtunnel zu lesen. Ein wahrer Augenschmaus sind die Kapitel «Triebfahrzeuge» und «Wagenmaterial». «Die NEAT am Lötschberg», «Die mitbetriebenen Bahnen der BLS» (Simmentalbahn, die Gürbetal-Bern-Schwarzenburg-Bahn und die Bern-Neuenburg-Bahn) berichten aus jüngster Zeit.
Während vier Jahren hat Patrick Belloncle in seiner Freizeit am Manuskript gearbeitet «… wenn es rund lief mit starkem Kaffee gelegentlich bis morgens um zwei Uhr». Bei seinen Recherchen konnte er sich auf seine weit verzweigten Beziehungen und das hervorragende BLS-Archiv abstützen. Geschrieben hat er das Manuskript in Französisch. Christian Müller besorgte die Übersetzung, Rolf Grossenbacher das Lektorat und Peter Willen hat das Lektorat im technischen Bereich übernommen und Fotos beigesteuert. «Das grosse Buch der Lötschbergbahn» ist nicht das erste Werk von Patrick Belloncle. Seine Bücher «Le Transjuralpin», «Die Geschichte der Lötschbergbahn», «SEZ-GBS-BN» und «Das grosse Buch der Rhätischen Bahn» sind alle vergriffen. Beim Verlag Cabri/Viafer in Kerzers ist von ihm noch erhältlich: «Les Chemins de fer fribourgeois, 50 ans GFM» (1992).

Bezugsquelle: «Das grosse Buch der Lötschbergbahn», Verlag Viafer, Postfach 74, 3210 Kerzers. Fax: 031 755 84 85. Preis: 109 Franken.
Von Paris nach Bümpliz

Patrick Belloncle kam am 21. Juni 1949 in Paris zur Welt. Als Anderthalbjähriger kam er mit seinen Eltern in die Schweiz, wuchs in Bern-Bümpliz auf und besuchte dort die Schulen. Er ist perfekt zweisprachig und hat seine französische Staatsbürgerschaft nie abgelegt.

Heute arbeitet er bei der BLS Lötschbergbahn AG als Übersetzer für Deutsch und Französisch. Mit seiner Frau Barbara und seinen beiden Söhnen Michel und Fabien lebt er seit 1986 in Kerzers.

Bahnen und Bahnfragen bestimmen auch seine Freizeit: Daheim betreibt er eine umfangreiche Modelleisenbahnanlage. Ausserdem amtet er als Vizepräsident des Berner Modelleisenbahn-Clubs. Als Bahnhistoriker ist er profunder Kenner der Schweizer Bahnen und der Französischen Eisenbahnen. Ein weiteres, damit verbundenes Steckenpferd ist Geschichte im Allgemeinen. ugu

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