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Die Greyerzer-Frage beschäftigt alle

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Autor: Nicole Jegerlehner

GIffers Rund sechzig Käser haben gestern Nachmittag den Weg ins Restaurant Rotes Kreuz in Giffers gefunden, um an der 102. Hauptversammlung des Freiburgischen Käservereins teilzunehmen.

Kassier Serge Bongard und Sekretär Ernst Heim haben ihr Amt niedergelegt. An ihrer Stelle wurden Urs Kolly von der Käserei St. Antoni, Ewald Schafer von der Käserei Cressier und Willy Berger aus Düdingen von der Käserei Les Reussilles im Berner Jura gewählt. Die anderen fünf Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt – wobei Peter Neuhaus durchblicken liess, dass er das Präsidentenamt bald abgeben möchte.

«Ein extremer Egoist»

Fast alle Redner flochten den Konflikt um den Emmentaler AOC und den Gruyère AOC in ihre Reden ein. Die Nachfrage und damit der Preis für den Emmentaler sinken ständig; der Greyerzer hingegen ist im Hoch. Wird die Milch zu Gruyère AOC verarbeitet, erhalten die Milchproduzenten rund 33 Rappen mehr pro Kilogramm Milch, als wenn diese zu Emmentaler verkäst wird. Darum möchten auch die beiden letzten verbleibenden Emmentaler-Käser des Freiburgischen Käservereins künftig Gruyère AOC produzieren. Doch haben sie bisher keine Kontingente von der Sortenorganisation Gruyère erhalten.

Am Schluss der Versammlung stand Yvan Aeby auf. Er stellt in Plaffeien Greyerzer und in Wengliswil Emmentaler her: «Ich verstehe nicht, dass jene aus unserer Region, die vor Jahren auf Greyerzer umstellen konnten, nun die Emmentaler-Produzenten nicht umsatteln lassen wollen.» Er erwarte vom Vorstand, dass er die Region unterstütze und sich für eine Ausweitung der Greyerzerproduktion einsetze. «Wer gegen die Ausweitung ist, ist ein extremer Egoist.»

«Nicht allzu viel Druck»

Aus dem Saal kam keine Antwort. Präsident Neuhaus meinte, er unterstütze Aebys Votum teilweise. «Aber wir dürfen nicht allzu viel Druck aufsetzen, sonst kommen wir nicht ans Ziel.» Die Sortenorganisation entscheidet Ende Februar, wie es mit der Mengensteuerung weitergeht.

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