Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die grösste Zäsur in der TPF-Geschichte

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Am 10. Dezember kommt es zum grössten Fahrplanwechsel in der Geschichte unserer Verkehrsbetriebe», sagte TPF-Generaldirektor Vincent Ducrot gestern anlässlich der Medienorientierung zu den bevorstehenden Änderungen. «Mehr als 70 Prozent der Bus- und Bahnlinien sehen einer Fahrplanänderung entgegen.» Der neue Fahrplan sei ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen TPF, Auftraggebern, Gemeinden und Schulen.

«Billette werden nicht teurer»

Einer der Hauptgründe dafür, die Anpassungen gerade jetzt vorzunehmen, liege in den aktuellen Änderungen beim nationalen Schienennetz, vor allem im Bereich Romont–Palézieux. Der 10. Dezember sei aber auch das krönende Ende eines mehrjährigen Anpassungsprozesses, der bereits im Jahr 2011 begonnen habe.

Die von den gesamten Verkehrsbetrieben gefahrenen Kilometer werden sich von gegenwärtig 11,5 Millionen um fast 2 Millionen oder 16 Prozent auf rund 13,4 Millionen Kilometer erhöhen. Um dies sicherzustellen, sind rund 30 zusätzliche Mitarbeiter und sieben neue Fahrzeuge nötig.

«Kinder und Rentner sind vom automatischen Bus der Linie 100 gleichermassen begeistert.»

Vincent Ducrot

TPF-Generaldirektor

Die Änderungen kommen die TPF laut Ducrot insgesamt auf rund zwölf Millionen Franken zu stehen. «Die Billette für die Kunden werden aber nicht teurer», so der Generaldirektor. Die TPF wollen die Mehrkosten vielmehr über ein Plus bei der Anzahl Fahrgäste kompensieren.

Internationales Prestigeobjekt

Alleine im Busbereich werden ab dem Fahrplanwechsel fünf neue Linien verkehren. Vier von ihnen betreffen den französischsprachigen Süden des Kantons, ebenso wie der grösste Teil der restlichen Änderungen – zumal der Busbetrieb im Sensebezirk schon im vergangenen Dezember viele Änderungen erfuhr. Lediglich beim Bus von Freiburg nach Düdingen kommt es zu einer zweiminütigen Verschiebung, um die Anschlussverbindungen sicherzustellen.

Die fünfte neue Buslinie ist das Vorzeigeobjekt Linie 100 im Agglomerationsnetz: einer der weltweit ersten vollautomatischen und führerlosen, auf Strassen verkehrenden Busse. Er fährt von Marly Cité zum Marly Innovation Center, befindet sich schon seit September im Testbetrieb und nimmt ab Dezember seinen regulären Betrieb auf (die FN berichteten). «Kinder und Rentner sind von diesem automatischen Bus gleichermassen begeistert», sagte Ducrot dazu. Aber selbst international sorge das Prestigeprojekt mit seinen zwei Bussen, welche maximal 25 Stundenkilometer schnell unterwegs seien, für Aufsehen.

Auch Vully besser erschlossen

Zu den grossen Gewinnern des diesjährigen Fahrplanwechsels gehört indes der Seebezirk, und dies vor allem im Hinblick auf den S-Bahn-Betrieb. So verkehrt die Linie S21 inskünftig bis nach Ins und verbessert dadurch von Montag bis Freitag die Erschliessung im Halbstundentakt zwischen Freiburg, Murten und Ins. Die Anschlussverbindungen für die Interregio-Züge nach Romont und Bulle werden in Freiburg wiederhergestellt. Die Bahnhöfe von Pensier und Münchenwiler-Courgevaux wurden vollständig renoviert, um das neue Angebot zu ermöglichen (die FN berichteten). Gleichzeitig wurden sie an das Behindertengleichstellungsgesetz angepasst.

Aber auch der Vully bekommt bessere Verbindungen. Die Buslinie 530 von Sugiez nach Lugnorre wird neu bis nach Kerzers verlängert, was zu einer besseren Verbindung zwischen der Region Vully und der Stadt Bern führt. «Es gibt immer mehr in der Bundesstadt arbeitende Pendler, die in der Region Vully wohnen», begründete der TPF-Planungsverantwortliche Marino Grisanti diese Neuerung.

Mehr Busse in der Stadt

Nicht zuletzt wird auch das Busnetz der Agglomeration Freiburg optimiert. So wird die Linie 9 bis zur Haltestelle Pérolles-Charmettes verlängert, was laut Grisanti im Perolles-Quartier für eine zusätzliche Verdichtung des Busangebots sorgt.

Im Weiteren erlauben neue Fahrpläne auf der Linie 1 von Portes-de-Fribourg nach Marly-Gérine den Reisenden, von der Haltestelle Portes-de-Fribourg aus eine direkte Anschlussverbindung nach Bern via Freiburg-Poya zu benutzen, ohne durch das Stadtzentrum verkehren zu müssen.

Zudem wird auf der Linie 8 zwischen Freiburg und Corminboeuf zu den Hauptstosszeiten der Viertelstundentakt eingeführt, und die Linie 11 von Freiburg nach Rosé hält künftig auch an der Haltestelle Moncor.

Um die Fahrgäste über all diese Neuerungen zu informieren, arbeitet die TPF nicht nur über ihre Internetseite, sondern auch mit Flugblättern und Informationen in den Fahrzeugen. Zudem werden die Verkehrsbetriebe ab dem 10. Dezember eine Woche lang mit zusätzlichem Personal direkt vor Ort sein, um die Pendler detailliert mit den nötigen Informationen zu versorgen.

Zahlen und Fakten

Informationen in Echtzeit

Ab dem Sommer 2018 führen die TPF schrittweise ein Bildschirmnetz in der Agglomeration und im Rest des Kantons ein, um die Abfahrtszeiten der Busse in Echtzeit anzugeben. Auch von privaten Computern und Mobiltelefonen soll der Zugriff auf diese Echtzeit-Angaben möglich sein. Ab dem gleichen Zeitpunkt werden auch interaktive Karten auf der Website und der TPF-App aufgeschaltet. Sie sollen das Suchen zusätzlich erleichtern. Bereits ab dem Frühjahr 2018 lancieren die TPF zudem einen WhatsApp-Kanal für Störungen, Baustellen und weitere Neuigkeiten bezüglich des Busbetriebs.

jcg

 

 

Mehr zum Thema