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Die Hauptstrasse wird schmäler

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Die Stimmbürger von Courtepin haben klar Ja gesagt zur Verschmälerung der Hauptstrasse, die am Bahnhof vorbeiführt. Die Fahrbahn soll von einer Breite von sieben Metern auf sechs Meter reduziert werden. Diese Massnahme ist ein wesentlicher Bestandteil des Verkehrsberuhigungsprojektes Valtraloc (Valorisation des espaces routiers en traversée de localités). Zusätzlich zur schmäleren Hauptstrasse ist vorgesehen, das Trottoir abzusenken und den Fussgängern auf einem Teil der Stras­se jederzeit die Querung zu erlauben. Diese Gestaltung des Strassenraumes soll Auto- und Lastwagenfahrer von selbst dazu bringen, ihre Geschwindigkeit bei der Ortsdurchfahrt zu drosseln, sagt der Kanton.

«Ich will nicht ­eines Tages Eltern in die Augen schauen müssen, deren Kind auf der Strasse vor dem Bahnhof ­getötet wurde.»

Stimmbürger von Courtepin

 

An der Gemeindeversammlung am Montagabend in der Festisport-Halle stimmten 99 Bürger für das 1,2 Millionen Franken teure Vorhaben. 23 Personen lehnten es ab, 12 enthielten sich. Diese klare Zustimmung war überraschend: Denn die Bürger hatten bereits im Dezember über Valtraloc abgestimmt und klar Nein gesagt. Einzig ein Änderungsantrag fand damals eine Mehrheit. Er sah vor, Valtraloc umzusetzen – unter der Bedingung, dass die Strassenbreite nicht reduziert wird (die FN berichteten).

Sicherheit im Vordergrund

Der Meinungsumschwung am Montagabend dürfte darauf zurückzuführen sein, dass der Syndic Daniel Jorio und Guy Biland, Ingenieur des kantonalen Tiefbauamts, den Sicherheitsgewinn durch Valtraloc betonten. Aufgrund der niedrigeren Geschwindigkeit der Autos und Lastwagen gebe es 35 Prozent weniger Unfälle. Das sei umso wichtiger, als mit der Erhöhung des Zugverkehrs in Zukunft mehr Fussgänger und Velofahrer an der Hauptstrasse unterwegs sein werden, sagt Biland.

Diese Ansicht teilte ein Stimmbürger, der den Bewohnern von Courtepin am Debattenende ins Gewissen redete: «Ich bin sofort bereit, Valtraloc zu akzeptieren. Denn ich will nicht eines Tages Eltern in die Augen schauen müssen, deren Kind auf der Strasse vor dem Bahnhof getötet wurde.» Viele Bürger applaudierten nach diesem Votum.

Wie bereits an den zwei Infoabenden im November und im April übten die Bürgerinnen und Bürger erneut deutliche Kritik an der Verschmälerung der Strasse. «Der Verkehr wird sich wegen Valtraloc in die parallel verlaufende Route des Marais verlagern. Bereits heute plagen uns die vielen Lastwagen, die zur Micarna fahren», ärgerte sich eine Anwohnerin. Sie verlangte, dass eine 30er-Zone auf der Route des Marais eingerichtet werde, um einer Verkehrsverlagerung entge­genzuwirken. Laut Jorio sei eine Studie über das Verkehrs­aufkommen in der Gemeinde in Arbeit. «Anschliessend werden wir festlegen, wo 30er-Zonen notwendig sind.»

Optimismus für Umfahrung

Bezüglich der erneut geforderten Umfahrungsstrasse sig­nalisierte der Syndic Optimismus: «Wir waren noch nie so nah an einer Entscheidung des Kantons.» Das kantonale Leitungskomitee, das die sieben Freiburger Umfahrungsprojekte – Belfaux, Courtepin, Neyruz, Prez-vers-Noréaz, Romont, Givisiez und Kerzers – priorisieren soll, werde seine Entscheidung im Sommer bekannt geben. Jorio liess durchblicken, dass Courtepin gute Chancen habe, auf den vorderen Rängen der Prioritätenliste zu landen. «Unsere Umfahrung hat ein interessantes Kosten-Nutzen-Verhältnis, ist von einer grossen Nützlichkeit und ist in unserer Ortsplanung eingetragen», sagte er nach der Versammlung gegenüber den FN. «Mit dem Ja zu Valtraloc können wir das Projekt auf einer soliden Basis lancieren und die Vorgaben des Kantons zur Strassenbreite einhalten.»

Ebenfalls lanciert ist der neue Bahnhofplatz, den die Gemeinde Courtepin und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) gemeinsam finanzieren werden. Die TPF übernehmen 100 000 Franken, informierte Jorio die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung. «So viel würde es sie kosten, den Platz nur zu asphaltieren.» Die Gemeinde übernehme die Raumgestaltung in Höhe von 150 000 Franken. Das umfasse unter anderem die Begrünung mit Pflanzen und Bäumen sowie die Errichtung von Sitzbänken. Der Kredit fand deutliche Zustimmung. Nur drei Bürger lehnten das Geschäft ab, eine Person enthielt sich.

Im Rahmen dieser Neugestaltung wird die Gemeinde das Retentionsbecken La Col­line sanieren, abdecken und darauf einen Parkplatz für 32 Fahrzeuge errichten. Dafür sind insgesamt 630 000 Franken veranschlagt. 16 Personen stimmten gegen den Kredit, 8 enthielten sich.

Zahlen und Fakten

Ein steuerlich gutes Jahr für Courtepin

Die Rechnung 2017 der Gemeinde Courtepin schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von rund 11 000 Franken. Dies nach zusätzlichen Abschreibungen von knapp über 810 000 Franken und Einlagen in die Reserven von zwei Millionen Franken. Im Budget war ein Plus von 6209 Franken vorgesehen. Gemeinderat Eric Vonlanthen zeigte sich zufrieden über das positive Ergebnis. Das vergangene Jahr sei für die Gemeinde Courtepin steuertechnisch gut gewesen. Der Ertrag im Bereich Finanzen und Steuern schliesst mit rund 19,7 Millionen Franken um fast 2 Millionen Franken höher als budgetiert. Die Investitionsrechnung weist einen Ausgabenüberschuss von fast 59 000 Franken aus. Budgetiert waren rund 6,8 Millionen Franken.

jmw

Courtaman

Ein Architektenwettbewerb für einen neuen Dorfkern

Der Dorfkern von Courtaman ist Gegenstand einer Neugestaltungsstudie. In diesem Zusammenhang will der Gemeinderat von Courtepin einen Detailbebauungsplan (DBP) ausarbeiten lassen sowie einen Architektenwettbewerb durchführen. Für dessen Ausarbeitung brauche es einen Studienauftrag. «Der Detailbebauungsplan wird den Rahmen für die Architekten vorgeben», erklärte Syndic Daniel Jorio. Eine Expertenkommission wähle das Siegerprojekt aus. Dieses werde Anfang 2019 der Bevölkerung vorgestellt. Die Bürgerinnen und Bürger genehmigten einstimmig den Kredit von 130 000 Franken für diese Pläne.

Keine Gegenstimmen gab es ebenfalls für das neue Schulreglement. Somit wird die Schulkommission durch ein Elternforum ersetzt. Dieses hat keine Entscheidungsbefugnis. Die Forumsmitglieder können Vorschläge verabschieden. Deutsch- und französischsprachige Personen sollen im Elternforum gleich stark vertreten sein, sagte Jorio.

jmw

 

 

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