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«Die Hausaufgaben gemacht»

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Rund 60 Personen sind am Donnerstag der Einladung des Gemeinderates von Plaffeien gefolgt, sich über die Ortsplanung zu informieren. Ortsplaner Joseph Brügger brachte die Zwickmühle der Gemeinde in seiner Präsentation mehrfach auf den Punkt: Die Gemeinde hat überdimensionierte Bauzonen und muss diese Reserven erst um 20 000 Quadratmeter verkleinern, bevor sie neue Einzonungen vornehmen und sich so weiterentwickeln kann (FN vom Mittwoch). Diese Um- und Auszonungen sind momentan reine Absichtserklärungen des Gemeinderates, denn die Plaffeier Ortsplanung befindet sich erst in der Vorprüfung bei den kantonalen Ämtern. Mehrfach kamen an diesem Abend die Einschränkungen durch das neue Raumplanungsgesetz und die Zweitwohnungsinitiative zur Sprache. In der kurzen Diskussion äusserten zwei Bürger ihren Unmut über die von oben diktierten Vorschriften. Joseph Brügger wies darauf hin, dass die Vorlage vom Schweizer Volk angenommen wurde. «Wir müssen sie nun umsetzen, auch wenn es uns wehtut.»

 Ein Bürger wollte wissen, ob Baugesuche in heute bestehenden Bauzonen Gefahr laufen, zurückgestellt zu werden, bis die neue Ortsplanung genehmigt ist. «Wir tun alles, um das zu verhindern», so Brügger. Plaffeien habe die Hausaufgaben gemacht und einen vollständigen Zonennutzungsplan eingereicht. «Wir zeigen klar auf, wo wir die überdimensionierten Bauzonen reduzieren wollen. Damit sollten wir auf der guten Seite sein.»

 Ein anderer Bürger wollte wissen, in welchem Zeitrahmen die Ortsplanung wohl umgesetzt sein werde. Ammann Otto Lötscher wollte keine genaue Prognose wagen. «Wir haben viel Arbeit und Zeit in das Dossier hineingesteckt, um es von unserer Seite zügig vorwärts zu bringen.» Jetzt hänge es davon ab, wie lange es in Freiburg gehe. Vor Ende Jahr sei das Dossier wohl kaum aus der Vorprüfung zurück. Sind die Pläne zurück, brauche die Gemeinde einige Monate, um die Stellungnahmen der Ämter in die Planung einzubeziehen und das Dossier für die öffentliche Auflage vorzubereiten und dann die Einsprachen zu bereinigen. Das sei ein mehrjähriger Prozess. Der Gemeinderat werde in der Zwischenzeit mit den von Zonenänderungen betroffenen Eigentümern Kontakt aufnehmen.

 Stolpersteine für Verzögerungen gibt es einige im Dossier: Noch sind drei Verfahren hängig, und bei der Einzonung Bühnimatta für die Erweiterung der Wohnzone müssen zuerst Hochwasserschutzmassnahmen umgesetzt werden. «Es ist zudem unklar, wie der Kanton zu unserem neuen Baureglement steht», so Joseph Brügger weiter. Ausserdem gebe es einige heikle Punkte, in denen der Kanton entscheiden müsse, was mehr zähle: eine logische Ortsplanentwicklung oder der Schutz des Ortsbildes und die Erweiterung einer Arbeitszone auf landwirtschaftlich gutem Boden. «Ich hoffe auf eine ausgewogene Interessenabwägung durch den Kanton, damit sich die Gemeinde Plaffeien in Zukunft weiterentwickeln kann.»

«Wir müssen sie nun umsetzen, auch wenn es uns wehtut.»

Joseph Brügger

Ortsplaner

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