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Die heimlichen Stars des Umzugs

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Legende nach kommen die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland, um dem Christkind ihre Ehre zu erweisen. In Freiburg ist es zur Tradition geworden, die drei Könige um den 6. Januar herum mit einem Umzug zu feiern. Seit Jahren mit dabei sind die Kamele von Anita Hirschi und ihrem Lebenspartner Tom Moser. Doch ihre Kamele kommen nicht aus dem Morgenland, sondern fahren jeweils bequem im Pferdetransporter von Lamboing im Berner Jura nach Freiburg. Und auch ihre Wurzeln liegen woanders: «Die Art kommt ursprünglich aus der Mongolei», erklärt Anita Hirschi. Ihre Tiere haben zwei Höcker. Im «Morgenland», oder Nahen Osten, ist diese Art ursprünglich nicht vertreten, dort gibt es die einhöckerigen Dromedare.

Die Tiere von Hirschi haben denn auch kein Problem mit den knackigen minus vier Grad im dichten Nebel oberhalb des Bielersees. «Die haben ein richtiges Yetifell, das sie im Winter warm hält», sagt Hirschi und lacht. Sie blickt hinüber zu den beiden Kamelen Taron und Aladdin. Diese kauen gemütlich Heu in ihrem Gehege, das sie mit einigen Yaks teilen.

Zu zweit statt zu dritt

Eigentlich gehört noch ein drittes Kamel dazu: Die fünfzehnjährige Samira, die Hirschi schon am längsten begleitet. Samira ist es, die am Dreikönigsumzug jeweils mit in die Augustinerkirche kommt und sich mitten im Getümmel in der Kirche hinlegt. Doch Samira ist krank geworden, Anita Hirschi musste sie in eine Spezialklinik im Aargau bringen. Deshalb kommen nur der zehnjährige Aladdin und der achtjährige Taron nach Freiburg. «Mit ihnen kann ich nicht in die Kirche, dafür sind sie zu wenig ruhig», sagt Hirschi.

Sie hat mittlerweile zusammen mit Tom Moser die beiden Kamele aus dem Gehege geholt. Sie putzen sie für das Zeitungsfoto – in den langen Kamelhaaren hängt Heu, und am Bauch und an den Beinen klebt Dreck. «Wenn die Tiere das ganze Jahr draussen leben, sind sie eben nicht blitzblank», sagt Anita Hirschi.

Aladdin ist etwas nervös, und geht hin und her. Seine beiden Höcker sind im Gegensatz zu jenen von Taron zur Seite gekippt. «Aladdin steht Samira sehr nahe, und ihre Abwesenheit stresst ihn», sagt Anita Hirschi. Haben die Kamele Stress, gesundheitliche Probleme oder zu wenig Futter, zehren sie von den Reserven in den Höckern und diese kippen zur Seite.

Zoo- und Bauernhoftiere

Anita Hirschi hält seit mehr als zehn Jahren Kamele auf ihrem Hof in Lamboing. Und nicht nur Kamele: In ihrem Mini-Zoo tummelt sich derzeit eine bunte Mischung aus Zoo- und Bauernhoftieren, etwa Schafe und Ziegen, Alpakas und Lamas, Hühner und Gänse, Schweine, Frettchen, Kattas, Papageien und eben die Yaks. Dazu kommen Ponys und Pferde. Viele der Tiere hat Hirschi übernommen, weil sie anderswo keinen Platz gefunden haben. So etwa drei Laufenten, die vor kurzem eingezogen sind.

Trekkings mit Tieren

Auf die Kamele kam Hirschi, weil sie ursprünglich Trekkings mit Yaks anbieten wollte. Doch das funktionierte nicht so gut, wie sie sich das vorgestellt hatte, unter anderem wegen der grossen Hörner der zentralasiatischen Rinderart. Also schaute sie sich nach anderen Tieren um und kam auf die Kamele. Ein Bekannter in Luzern wollte seinen Bestand verkleinern, und sie konnte zwei Tiere übernehmen – eines davon ist eben Samira.

Heute bietet sie unter anderem Trekkings mit den Kamelen an, aber auch mit den Ziegen, und für Kinder Ponyreiten. Zudem ist der kleine Zoo während der Woche nachmittags offen für Besucher.

Fixe Engagements

Die Kamele haben pro Jahr mehrere fixe Engagements: Neben dem Dreikönigsumzug in Freiburg treten sie regelmässig am Weihnachtsmarkt in Biel auf sowie an Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr in Neuenburg. Dazu kommen sporadische Auftritte, zum Beispiel an Firmenanlässen. «Einmal wurden wir für die Geburtstagsfeier einer arabischen Prinzessin in St. Moritz gebucht, das war ziemlich kurios», erzählt Anita Hirschi. «Das Mädchen wollte unbedingt mit Kamelen im Schnee reiten. Wir waren zwei Tage in St. Moritz, und die Prinzessin ist eine halbe Stunde geritten.»

Mit Trubel und Menschenmengen haben die Kamele keine Mühe. «Das ist Gewöhnungssache, man muss die Tiere natürlich gut darauf vorbereiten», sagt Anita Hirschi. Aladdin sei ziemlich sensibel und brauche noch Training. Er lebt erst seit rund einem Jahr in Lamboing und ist vorher nie öffentlich aufgetreten. Doch Hirschi ist guter Dinge: «Taron und Samira mögen es mittlerweile, wenn etwas läuft.»

Mehr Infos: www.zahir-arabians.com

«Man muss die Tiere gut auf den Trubel und die Menschenmenge vorbereiten.»

Anita Hirschi

Kamelhalterin und Leiterin des Mini-Zoos Zahir

Zum Programm

Die Heiligen Drei Könige im Au-Quartier

Das Team rund um Hubert Audriaz organisiert auch dieses Jahr wieder einen Drei-Königs-Umzug durch das Au-Quartier in der Freiburger Unterstadt. Der Umzug beginnt morgen Samstag um 19 Uhr bei der St.-Beat-Kapelle in der Balmgasse und führt von dort über die Bernbrücke, den Klein-St.-Johann-Platz und die Samaritergasse zur Krippe in der Augustinerkirche. Von dort geht es über die Lendagasse zum Grabensaal, wo der Umzug um 21 Uhr endet. Carl Alex Ridoré, der Oberamtmann des Saanebezirks, bringt als Balthasar den Weihrauch, Dinh Thinh Hoang als Kaspar die Myrrhe und Hans Jungo als Melchior das Gold. Mit dabei sind nebst den Kamelen von Anita Hirschi (siehe Haupttext) die Esel und Ponys von Bruno Eltschinger, die junge Garde der Landwehr, der Sensler Harscht und die Sternsinger. Am Sonntag können Kinder und Erwachsene zudem von 16 bis 18 Uhr zum letzten Mal den Dreikönigsweg im Auquartier erkunden, mit Animationen und Ateliers im Grabensaal.

nas

 

Umzug: Sa., 4. Januar, 19 bis 21 Uhr, Start bei der St.-Beat-Kapelle an der Balmgasse.

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