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Die Hindus und ihre Gesänge

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Der Priester, der Vorbeter und die Tempeldiener zelebrieren die Riten mit nacktem Oberkörper und ritueller Bemalung. Die Frauen sind in bunte Gewänder gekleidet. Die Gemeinde, Männer und Frauen, begleiten den Priester bei seinem Gang durch den Tempel im Berner Haus der Religionen, in welchem ein Dutzend Altare stehen.

Wie jeden Freitagabend kommt die Gemeinschaft zum Gebet zusammen, dem sogenannten Puja. Unweit vom Eingang des Tempels befindet sich eine Gebetsnische. Die Porträts von verehrten Personen hängen an der Wand. Davor brennt eine Kerze. Neben der Gebetsstätte steht der Gabentisch. Eintreffende Gläubige legen dort Gaben in Form von Nahrungsmitteln ab. Die Gottesdienststätte füllt sich schnell.

Fürbitten der Gemeinde

Nun kann die Feier starten. Ein Vorbeter beginnt mit dem Eröffnungsgesang. In sein Lied baut er auch Fürbitten der Gemeinde ein. Der Priester tritt anschliessend aus der Gruppe der Gläubigen heraus, begibt sich zu einem der beiden Hauptaltare, die im Zentrum des Tempels stehen, und stimmt dort mit heller und tragender Stimme den Lobgesang an. Die Feier endet mit der Übergabe der Gaben.

Die Gemeinde ist in den Gesang einbezogen. Einzelstimmen und Chorgesang wechseln sich ab. Der Priester Sasikumar Tharmalingam erklärt, dass sich die Berner Gemeinde der Hindus kein eigenes Orchester leisten kann. Darum wird die rituelle Grundmusik ab Band eingespielt. Für die Feiern werden jeweils verschiedene Instrumente beigezogen, die live gespielt werden. Zu diesen gehören Glöckchen und auch Hörner.

Texte aus der Urzeit

Wie alt sind eigentlich die Texte, die gesungen werden? Sasikumar Tharmalingam lacht: «Wir haben keinen Anfang. Die Texte sind ewig», erklärt er. Sie reichen weit zurück in die Götterwelt. Sie entstanden in der indisch-vedischen Vorzeit. Texte sollen Stimmungen wiedergeben. So unterscheidet Sasikumar Tharma­lingam zwischen bösen und guten Texten. Sie werden auf das Fest abgestimmt, das gefeiert wird. Die Texte sind in Versen, aber auch in Prosa. Die Gesänge bestehen aus Rezitativen und Lobgesängen.

Shiva, der Wilde

Die jeweils am Freitagabend stattfindende Feier der Gemeinde rechnet Sasikumar Tharmalingam zu den guten Feiern. Wildere Gesänge ertönen lediglich, wenn etwa eine Statue von Shiva, der das Prinzip der Zerstörung verkörpert, an einem grossen Feiertag vor das Haus der Religionen getragen wird, um das Böse zu verjagen.

Die Vielfalt an hinduistischen Gottheiten ist gross. Der Tempel in Bern ist reich mit Figuren dieser Gottheiten ausgestattet. Sie kommen in lieblichen Gestalten daher, sehen zum Teil aber auch furchterregend aus. Verschiedene Gottheiten illustrieren die Fruchtbarkeit. Sie werden von einer ganzen Reihe von Tieren begleitet.

Die Gottheiten, welche in den Tempeln sitzen, werden jeweils von einem reich bebilderten Vorhang vor Blicken geschützt. «Enthüllt werden sie nur während bestimmter, ganz präziser Feiern, in welchen sie auch eine Rolle spielen», erklärt Sasikumar Tharmalingam.

«Enthüllt werden die Gottheiten nur während bestimmter, ganz präziser Feiern, in welchen sie auch eine Rolle spielen.»

Sasikumar Tharmalingam

Hinduistischer Priester

Hintergrund

Rund eine Milliarde Anhänger

Der Hinduismus ist mit rund einer Milliarde Anhängern und etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung nach dem Christentum und dem Islam die drittgrösste Religionsgemeinschaft der Erde. Seinen Ursprung hat er in Indien. Im Gegensatz zu anderen Religionen hat er keinen Religionsstifter. Vielmehr entwickelten sich die verschiedenen hinduistischen Systeme über einen Zeitraum von etwa 3500 Jahren. Einige Gläubige gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf sind, und glauben an eine Reinkarnation. Der Glaube an Wiedergeburt ist aber – im Gegensatz zum im Westen vorherrschenden Klischee – nicht Hauptbestandteil des Hinduismus. Die wichtigsten spirituellen Strömungen innerhalb der hinduistischen Religion sind der sogenannte Vishnuismus, der Shaktismus und der Shivaismus. Die meisten Hindus leben in Indien, Nepal, auf Bali, in Mauritius und Fidschi.

jcg

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