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Die Hip-Hop-Philosophen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Yannick Schaller

«Mastazz» haben im letzten Jahr an der Schweizer Meisterschaft den ersten Platz belegt. An den Weltmeisterschaften landeten sie auf Platz 23 – als erstes Schweizer Team überhaupt. Das kommt nicht von ungefähr, weiss Samuel Vorlet. «Das Geheimnis unseres Erfolges? Harte Arbeit.»

Doch das alleine ist es nicht. Die vier Mädchen Anaïs Kauer (19), Lorena Salomon (19), Cindy Auderset (17), Aurelia Corboz (17) und die drei Jungen Samuel Vorlet (18), Adrien Rakotondrajao (17), Dario Bourqui (17) haben ein weiteres Erfolgsgeheimnis: Freundschaft. Sie kennen sich seit ihrer Kindheit, gingen zusammen zur Schule und begannen gemeinsam mit dem Tanzen.

Leidenschaft als Basis

Bereits zu Beginn war Leidenschaft im Spiel: «Ich ging in die Tanzschule, weil ich in ein Mädchen verliebt war, das auch hinging», gesteht Samuel. Anaïs hatte andere Motive: «Ich habe angefangen zu tanzen, weil mir die Tutus so gefallen haben.» In einer Tanzschule in Corminboeuf gründeten sie die Gruppe «Team Spirit». Viermal belegten sie den ersten Platz an den Schweizer Meisterschaften. Nach sechs Jahren verliess die Gruppe die Tanzschule, um auf eigenen Beinen zu stehen.

Erst einmal auf sich alleine gestellt, brauchte «Team Spirit» einen neuen Namen.

Nomen ist Omen?

«Unser Name entstand zufällig, weil er eben gut klang und ist nicht etwa auf ‚Masters‘ (engl. für Meister) zurückzuführen», verrät Anaïs. Mit neuem Namen und neuen Ideen nahmen sie an der Schweizer Meisterschaft 2008 teil und gewannen. Damit qualifizierten sie sich zum dritten Mal für die Weltmeisterschaften sowie einen Trainingscamp bei «Culture Shock», einer der bekanntesten Tanzschulen Amerikas.

Bei den Meistern gelernt

Im Juli dieses Jahres reisten die sieben Jugendlichen nach San Diego an die Weltmeisterschaften und belegten Platz 23 von insgesamt 41 Gruppen. «Es herrschte eine ganz andere Atmosphäre als bei Turnieren in der Schweiz. Klar, wir waren Konkurrenten, aber man respektierte sich und lernte voneinander. Es ging nicht darum, die anderen in den Boden zu stampfen, sondern gemeinsam zu wachsen», sagt Lorena.

Während des Trainings-Camps bei «Culture Shock» wurden sie von ihren grossen Vorbildern, den JabbaWoockeez, unterrichtet.

Krisenzeiten

Auch sonst inspirieren sich Mastazz von ihnen oder anderen Tanzgruppen, die ihre Videos ins Internet stellen. Doch die gut gelaunte Truppe bekommt ab und an auch die Schattenseiten zu spüren.

Vor einem Turnier trainieren sie bis zu 15 Stunden pro Woche, Freunde und Familie müssen zurückstecken. «Wir hocken dann dauernd aufeinander, da kann es schon mal vorkommen, dass die Stimmung im Keller ist. Danach brauchen wir etwas Abstand voneinander», erklärt Anaïs. Bei Turnieren in der Schweiz haben sie oft auch mit Neid und Anfeindungen zu kämpfen. «Solche Leute verstehen die Philosophie hinter dem Hip-Hop nicht», so Lorena.

Ein Blick in die Zukunft

Zurzeit feilen Mastazz an neuen Choreografien und trainieren ihre Schüler für eine Show im Sommer 2010. Noch sind alle Mitglieder von Mastazz am Gymnasium, an die Zeit danach will niemand so recht denken. Eines allerdings ist für Anaïs klar: «Es kommt nicht in Frage, dass einer von uns ‚ersetzt‘ wird. Für Zuwachs sind wir stets offen, aber wer geht, kann auch wiederkommen.» Wer gerne bei den Mastazz mittanzen möchte, sollte nebst tänzerischen Fähigkeiten vor allem eines mitbringen: Verständnis der Hip-Hop-Philosophie.

Eigene Tanzschule

Zu lernen gibts Tanz und Philosophie auch in einer eigenen Tanzschule der Gymnasiasten in Freiburg. Obwohl die Tanzschule erst seit einem Jahr existiert, erfreut sie sich grosser Beliebtheit. Die Teilnehmer der Kurse schätzen vor allem die gute Stimmung und das freundschaftliche Verhältnis zu den Trainern, da sie im gleichen Alter sind. Ciara Lissenheim aus Düdingen drückt es so aus: «Es ist einfach cooler hier.»

www.mastazz.ch

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