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Die Hitze kommt auch auf den Bau

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Schwitzkasten: In den nächsten Tagen wird es weit über 30 Grad heiss. Alle sind bei diesen hohen Temperaturen mehr oder weniger gefährdet; vor allem aber ältere Leute, Schwangere und Kinder zählen zur Risikogruppe. Doch auch für Bauarbeiter ist die Hitze eine grosse Herausforderung: Auf dem Dach an der Arbeit, können sie der Sonneneinstrahlung nicht entfliehen, es gibt keine Schattenplätze. «Auf schwarzen Dächern arbeiten, womöglich noch mit dem Gasbrenner–da gibt es einen Punkt, an dem wir aufhören müssen», sagt Benno Auderset, dessen Firma in Gurmels auf Spenglerei, Blitzschutzanlagen und Bedachungen spezialisiert ist. «Sonst kollabieren uns die Angestellten.» Wenn es zu heiss wird, zieht Auderset Arbeiten in der Werkstatt vor.

In den Morgenstunden

Früher hätten sie zeitiger mit der Arbeit beginnen können: «Wir starteten um fünf Uhr morgens, arbeiteten bis am frühen Nachmittag durch und gingen danach ins Schwimmbad», sagt der 53-jährige Auderset. Aber das gehe heute leider nicht mehr. «Wenn wir vor sieben Uhr mit der Arbeit beginnen, reklamieren die Nachbarn.» Auch die Suva empfiehlt, an heissen Tagen «schwere körperliche Arbeiten in den Morgenstunden vorzunehmen». Doch dies sei nur möglich, wenn man auf einer abgelegenen Baustelle arbeite, sagt Auderset. Und dies sei selten der Fall.

Bei der Bauunternehmung Antonietti in Kerzers arbeiten zurzeit nur rund 10 der 30 Angestellten, die anderen sind in den Ferien. «Wir haben betriebsintern keine zeitlichen Arbeitszeitanpassungen vorgenommen», sagt René Antonietti. Auch er verweist darauf, dass die Arbeit in den frühen Morgenstunden Probleme mit Anwohnern hervorrufe. Sehr wichtig ist Antonietti bei dieser Hitze, dass seine Angestellten Pausen einlegen: «Nehmt euch Zeit für eine Pause, sage ich zu meinen Leuten», so der Geschäftsführer. Zudem stelle seine Firma Wasser und Sonnencrème für alle Mitarbeitenden gratis zur Verfügung. Laut Antonietti bringt die Hitze noch andere Herausforderungen mit sich: «Ab rund 28 Grad gibt es Schwierigkeiten mit Baumaterialien.» So trockne und binde der Beton zu schnell. «Das ergibt dann Risse.»

Zehn Liter Schweiss im Tag

Neben der Suva hat auch der Baumeisterverband Infoblätter bezüglich Bauarbeiten bei grosser Hitze herausgegeben. Darin verweist der Verband darauf, dass der Arbeitgeber bei Temperaturen um 30 Grad mit Leistungseinbussen zwischen 10 und 20 Prozent rechnen müsse. Gemäss Suva sondert ein Schwerstarbeiter bei 30 Grad pro Schicht rund zehn Liter Schweiss ab.

Kollaps & Co.:

Wasser- und Salzverlust

DieHitzeerschöpfungist laut dem Infoblatt der Suva die häufigste Form der Hitzeerkrankung. Es gibt zwei Formen der Hitzeerschöpfung. Die eine ist hauptsächlich auf Wasserverlust, die andere vor allem auf Salzverlust zurückzuführen. Beide Formen verursachen ein Schwächegefühl, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Verwirrung.

BeimHitzekollapshandelt es ich um plötzlich auftretende Bewusstlosigkeit, in der Regel von kurzer Dauer.

Hitzekrämpfesind kurze, höchstens Minuten andauernde krampfartige Schmerzen, die durch die körperliche Arbeit in Muskeln auftreten. Auch diese Beschwerden treten bei Salz- und Wasserverlust auf.

DerHitzschlagentsteht, wenn die Körpertemperatur

auf über 40 Grad ansteigt und die Wärmeregulation des Körpers versagt. Als Folge kann es zum Versagen verschiedener Organe kommen.emu

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