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Die Integration der Spitex gab zu reden

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An der Delegiertenversammlung des Gesundheitsnetzes See (GNS) am Donnerstagabend im Pflegeheim Jeuss sorgte unter anderem die Integration der Spitex See für Fragen. Die Pflege- und Betreuungsinstitution von Murten, Kerzers, Gurmels und Haut-Lac gehört seit 2017 zum GNS und hat seit letztem Mai mit Irène Truffer eine neue Direktorin.

An sie, die nicht vor Ort war, wäre die Frage von Gemeinderat Manfred Wolf aus Ried bei Kerzers gerichtet gewesen: wieso der Anteil der Kosten für die Führung und Verwaltung von Haut-Lac im Vergleich überdurchschnittlich hoch sei. Irène Truffer sagt dazu auf Anfrage: «Haut-Lac hat in der Vergangenheit gegenüber den drei anderen Stützpunkten wesentlich mehr in die Administration investiert. Das wird sich jedoch ändern, weil wir die Administration zentralisieren.»

24-Stunden-Service

Wie sich Irène Truffer die Zukunft der Spitex genau vorstellt, hätte Gemeinderat Urs Hecht aus Kerzers an der Versammlung gerne erklärt erhalten. Dazu sagt die Direktorin: «Wir werden den Psychiatriedienst, die medizinische Abklärung und die Auskunftsstelle zentralisieren. Ausserdem werden wir vermutlich einen 24-Stunden-Service anbieten und vermehrt Patienten betreuen, die nach medizinischen Eingriffen frühzeitig aus dem Spital entlassen werden.»

Diesbezüglich lancierte Vorstandspräsident Markus Ith an der Versammlung einen Appell an die Geduld: «Geben wir ­Irène Truffer noch Zeit. Sie konnte in den ersten sechs Monaten ihrer Tätigkeit die Kosten noch nicht beeinflussen. Deshalb haben wir für 2018 manche Beträge vom letztjährigen Budget übernommen.»

Irène Truffer, die in früheren Tätigkeiten schon Fusionen geleitet hat, geht von rund zwei Jahren aus, bis die verschiedenen Arbeitskulturen vereint sind. «Dann profitieren wir von der neuen Struktur.»

328 167 Franken weniger

Nebst der Spitex gab auch das Budget an sich zu reden. Gemeinderat Daniel Riedo aus Gurmels kritisierte, dass Positionen zusammengefasst sind, die in der Jahresrechnung detailliert aufgeschlüsselt sind. «Ich will effektive mit den budgetierten Kosten vergleichen, beispielsweise die Ausgaben des Vorstandes über 125 000 Franken.» Für diese Forderung zeigte Jean-Marc Sciboz, der Präsident der Finanzkommission, Verständnis und versprach, das nächste Budget der Jahresrechnung anzupassen.

Es gab an der Delegiertenversammlung aber nicht bloss kritische Voten. Urs Hecht lobte den Verband, einen «super Job» gemacht zu haben. Es ging um den Umbau des Spitals Merlach. Er kostete 53,1 Millionen Franken. Davon hätte der Kanton Freiburg 29,2 Millionen bezahlen sollen. Davon zog das Finanzinspektorat aber nicht subventionswürdige Rechnungspositionen im Wert von 813 481 Franken ab. Diesen Betrag müssten die Gemeinden übernehmen. Doch das Gesundheitsnetz hat mit dem Kanton verhandelt und den Gemeindeanteil bis jetzt um 328 167 Franken reduzieren können. Er beträgt nun noch 484 874 Franken. «Solche Verhandlungen sind aufwendig und schwierig», sagte Urs Hecht aus beruflicher Erfahrung.

Vakante Direktion in Courtepin

Nachdem die Delegierten das Budget angenommen hatten, bedankte sich Vor­stands­prä­si­dent Markus Ith bei Hans Etter. Der ehemalige und nun pensionierte Direktor des Pflegeheims Home du Vully in Sugiez hat im Pflegeheim Home St-François in Courtepin die vakante Direktionsstelle von Edgar Donzé kurzfristig mit einem Teilzeitpensum übernommen. Das Bewerbungsverfahren für diese Stelle sei am Laufen und werde einige Monate dauern, sagte Markus Ith.

Zahlen und Fakten

Finanzplan wird erst 2018 definitiv

Der Vorstand wird bei den Gemeinden weiterhin den jährlichen Beitrag von 3 Millionen Franken für die Infrastrukturen einfordern. Diese Art der Finanzierung wurde aber diskutiert. Dabei ging es um die Frage, wer künftig Kredite für anstehende Kosten aufnehmen soll – weiterhin die Gemeinden oder neu der Verband. Der definitive Finanzplan wurde auf die nächste Sitzung im Juni 2018 verschoben, weil die Verhandlungen des Verbands mit dem Kanton über den Gemeindebeitrag an den Umbau des Spitals Merlach noch laufen.

rst

«Die Fusion verschiedener Arbeitskulturen benötigt erfahrungsgemäss rund zwei Jahre, ­bevor man davon profitiert.»

Irène Truffer

Direktorin Spitex See

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