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Die Intensivpflege rückt näher zusammen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Klinik für Intensivpflege des Kantonsspitals Freiburg zeigt sich nach einer intensiven sechsmonatigen Bauphase in neuem Gewand. Nach dem Abschluss des rund 3,5 Millionen Franken teuren Aus-und Umbauprojektes sind die zuvor durch mehrere Stockwerke voneinander getrennten Abteilungen der Intensiv- und der Überwachungspflege nun zu einer gemeinsamen Abteilung zusammengewachsen.

Bündeln von Kompetenzen

Die neue Klinik für Intensiv- und Überwachungspflege, die morgen Freitag offiziell eingeweiht und am Samstag der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, erstreckt sich nunmehr über das erste und zweite Stockwerk des Gebäudes Bertigny II. Die Abteilung umfasst nach der Zusammenführung eine Gesamtfläche von 650 Quadratmetern und hat eine Maximalkapazität von 28 Betten.

«Die neue Struktur ermöglicht es uns, die räumlichen Barrieren zu beseitigen und alle nötigen personellen Kompetenzen, Material und Technik in einem Bereich zusammenzufassen. So lassen sich viel mehr Synergien nutzen», erklärt Govind Sridharan, Chefarzt der Klinik für Intensiv- und Überwachungspflege. «In unmittelbarer Nähe von Notfallstation, OP-Trakt, Radiologie, Kardiologie und Labor können damit alle Betten in einem hochspezialisierten und technisch entsprechend ausgerüsteten Bereich überwacht werden», sagt der Chefarzt über den Nutzen des räumlichen Zusammenwachsens der Abteilungen. Um diesen Zusammenzug zu ermöglichen, musste die Augenklinik innerhalb des Spitals weiter westwärts weichen. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Überwachungspflege–bisher im sechsten Stock untergebracht–sollen zudem in Kürze zu Isolierzimmern für Leukämiepatienten umgebaut werden.

 «Auf dem neusten Stand»

Auch im technischen Bereich entspreche die neue Intensivpflegestation nun wieder den Anforderungen der Zeit, wie die Kommunikationsbeauftragte Jeannette Portmann erklärt: «Die Infrastruktur und die technische Ausstattung des HFR sind damit auf dem neusten Stand, um Patientinnen und Patienten mit verschiedenen medizinischen und chirurgischen Anliegen optimal zu betreuen.» Nach dem Umbau erfüllt die Intensivpflegestation zudem die baulichen Kriterien zur Akkreditierung, wie sie sowohl vom im Juli 2014 eröffneten «Stroke Unit» (die FN berichteten) als auch von der Intensivpflege angestrebt wurde. Für den «Stroke Unit», die Abteilung zur Behandlung und Betreuung von Hirnschlagpatienten, stellt die Intensivstation drei Überwachungsbetten zur Verfügung.

Als Team involviert

Einen weiteren grossen Vorteil der neuen Abteilung gegenüber der alten Struktur sieht Govind Sridharan zudem in der Art und Weise, wie das Bauprojekt zustande gekommen ist. Es sei eine zentrale Projektanforderung gewesen, das Personal, welches die Abteilung tagtäglich nutze, intensiv in die Umbauplanung miteinzubeziehen: «Wir sind dieses Projekt genau so angegangen, wie wir Patienten behandeln: gemeinsam und als Team.» Ärzte und Pflegende hätten bei der Planung ebenso mitdiskutieren und ihre Anregungen miteinbringen dürfen wie Vertreter anderer Abteilungen oder der Logistik. «Alleine kann man Intensivmedizin nicht betreiben», bilanziert Sridharan. «Wir haben unsere Erfahrung genutzt, um das Projekt für den Patienten bestmöglich umzusetzen.»

Inspirieren liess sich das HFR bei der Umsetzung der neuen Abteilung aber auch durch Intensivstationen anderer Schweizer Spitäler.

Tag der offenen Tür

Bevor am nächsten Montag die ersten Patienten die neue Intensivpflegestation beziehen, hat am Samstag, 22. November, die Öffentlichkeit die einmalige Möglichkeit, die neuen, massgeschneiderten Räumlichkeiten zu besichtigen und dabei den Ärzten und Pflegern über die Schulter zu schauen. Von 13 bis 17 Uhr steht die Türe allen Interessierten offen. In mehreren Ateliers stellt das Stationsteam die Techniken der Intensivmedizin vor und beantwortet die Fragen der Besucher.

Drei Fragen an: Professor Bernard Vermeulen, HFR

B ernard Vermeulen, Medizinischer Direktor des HFR, sprach mit den Freiburger Nachrichten über die Wichtigkeit der neuen Intensivstation des Kantonsspitals Freiburg.

 

Bernard Vermeulen, welchen Stellenwert nimmt die neue Klinik für Intensivpflege in der Gesamtstruktur des HFR ein?

Um Patienten in kritischem Gesundheitszustand bestmöglich zu betreuen, braucht es eine Intensivstation, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Wenn Patienten eine gute Intensivpflege erfahren, verkürzt das die Gesamtdauer ihres Spitalaufenthaltes beträchtlich und gibt auch den Angehörigen ein Gefühl der Sicherheit.

 

Welche Vorteile bringt die neue Intensivpflegestation gegenüber der alten Struktur?

Die bestehenden Räumlichkeiten wurden Ende der 90er-Jahre eröffnet. Mit der neuen Situation können wir alle Anforderungen erfüllen, die hinsichtlich der Intensivpflege heute, aber auch in Zukunft an das Kantonsspital Freiburg gestellt werden. So erlaubt uns die neue Situation etwa auch eine bessere Betreuung von Hirnschlagpatienten und trägt so zur Qualitätssicherung in der Patientenbetreuung bei.

 

Sind vom rund 3,5 Millionen Franken teuren Aus- und Umbauprojekt auch andere Einrichtungen und Standorte des HFR betroffen?

Die Eröffnung der neuen Intensivstation hat an anderen Standorten keinerlei Einbussen in der Intensivpflege zur Folge. mz

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