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«Die Jazz-Parade darf nicht sterben»

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«Die Jazz-Parade darf nicht sterben»

Das Freiburger Sommerfestival findet 2004 in abgespeckter Form statt

Die privat veranstaltete Jazz-Parade hat verlustreiche Jahre hinter sich. Deshalb hat sich Ende 2003 ein Krisenstab der Rettung des Festivals angenommen. Ziel ist, die finanzielle Lage zu stabilisieren. Dazu mussten zusätzliche Gelder aufgetrieben und das Programm redimensioniert werden.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Seit 15 Jahren gehört die Jazz-Parade zum Freiburger Sommerleben wie die Glace zum Badibesuch: Es geht auch ohne, aber irgendwie wäre es nicht mehr das Gleiche. «Die Jazz-Parade hinterliesse ein grosses Loch, gäbe es sie nicht mehr», sagte Stadtammann Dominique de Buman am Montag gegenüber den Medien.

Laut Nicolas Deiss, Oberamtmann des Saanebezirks und Leiter des Krisenstabs, war das Motto seiner Arbeitsgruppe denn auch von Anfang an klar: «Die Jazz-Parade darf nicht sterben.» Man habe alles daran gesetzt, das verschuldete Festival wieder auf eine solide Basis zu stellen. Zu diesem Zweck wurde das Gespräch mit den Gläubigern gesucht, Kanton und Gemeinden um zusätzliche Unterstützung angegangen und das Programm redimensioniert.

Abgespecktes Programm

Ein Direktionskomitee, das im Anschluss an die Jazz-Parade 2004 definitiv bestellt werden soll, soll künftig für Budget und Programmierung verantwortlich zeichnen und den bisherigen Alleinorganisator Jean-Claude Henguely entlasten. «Ich bin froh, dass ich dieses Schiff nicht mehr allein steuern muss», sagte Henguely. Er könne sich jetzt auf das konzentrieren, was ihm am besten liege, nämlich die eigentliche Durchführung des Festes.

Dieses findet heuer an 13 Tagen zwischen dem 2. und dem 17. Juli statt, wurde gegenüber den Vorjahren also um vier Tage gekürzt. Auch das Programm kommt wesentlich bescheidener daher als auch schon. Die Leute sollten, so Henguely, wegen der Feststimmung und der Ambiance an die Jazz-Parade kommen und nicht wegen einzelner grosser Namen. Nebst einigen ausländischen Beiträgen habe man deshalb vor allem Künstler aus der Region berücksichtigt.

Keine Bühne auf der Schützenmatte

Die Hauptbühne befindet sich wie gewohnt auf dem Georges-Python-Platz. Ergänzt wird sie durch drei kleinere Bühnen, wobei jene auf der Schützenmatte ersetzt wurde durch eine vor der reformierten Kirche. Das Programm für alle vier Bühnen steht und soll in Kürze im Internet (www.jazz-fribourg.ch) einzusehen sein.

Neu ist auch die Zusammenarbeit mit den benachbarten Gastbetrieben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streitereien um Öffnungszeiten und Getränkepreise gegeben. Dieses Jahr sollen die Getränke in allen Lokalen und an allen Strassenständen zum gleichen Preis verkauft werden.

«Ausgabe der letzten Chance»

2004 sei für die Jazz-Parade ein Übergangsjahr, sagte Nicolas Deiss. Im Anschluss an das Festival werde sofort Bilanz gezogen und ein definitives Direktionskomitee gebildet. Bis dahin hätten die bisherigen Helfer, darunter der ehemalige Cardinal-Direktor Dieter Zingg und der Freiburger Jazzmusiker Max Jendly, ihre Mitarbeit zugesagt.

Dass die Zukunft des Anlasses auf lange Frist noch nicht gesichert sei, betonte auch der Freiburger Kulturdelegierte Markus Baumer. Für ihn ist 2004 die «Ausgabe der letzten Chance». Um die Weiterarbeit zu ermöglichen, wird diesen Sommer ein Gewinn von 100 000 Franken angestrebt. Mit den Gläubigern werde verhandelt, und im besten Fall sei bis 2007 die finanzielle Sanierung möglich. «Das Festival kann und muss seine finanzielle Lage aus eigener Kraft in den Griff bekommen», so Baumer.

Die 170 000 Franken, die die Stadt Freiburg, die Nachbargemeinden und der Kanton für die Ausgabe 2004 aufbringen, sind denn auch ausdrücklich für die Durchführung des Festes gedacht, nicht etwa für den Schuldenabbau.

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