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Die Jugendarbeit kommt ins Oberland

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Autor: Pascale Hofmeier

Jugendliche unter 18 Jahren haben im Sense-Oberland eine grosse Auswahl an Vereinen. Wer aber seine Freizeit nicht in einem Verein verbringen will, hats schwer. Kein Kino, kein Billard-Club, kein Hallenbad mit Erlebnisrutschbahn. Und auch kein Jugendraum. Doch Letzteres könnte sich mittelfristig ändern.

Anstoss durch Seelsorge

«Wir sind daran, einen Trägerverein für die Jugendarbeit zu gründen», sagt Madeleine Ulrich, Gemeinderätin aus Plaffeien auf Anfrage. Die Idee sei, einen professionellen Jugendarbeiter anzustellen und einen Raum zur Verfügung zu stellen. Momentan befindet sich der Entwurf der Statuten bei den neun beteiligten Gemeinden zur Stellungnahme: in Plaffeien, Oberschrot, Giffers, Tentlingen, St. Silvester, Plasselb, Brünisried, Rechthalten und Zumholz. In allen Orten zusammen wohnen ungefähr 9000 Personen.

Den Anstoss, die Jugendarbeit aufzubauen, gab die Seelsorgeeinheit Sense-Oberland. Diese beschäftigt sich laut Pfarrer Niklaus Kessler seit drei Jahren mit dem Thema und wird auch zum Trägerverein gehören. Im vergangenen Jahr hatte die Seelsorgeeinheit zum ersten Mal einen Jugendarbeiter angestellt. Die Zusammenarbeit wurde aber nach kurzer Zeit wieder aufgelöst. Dies sei «aus verschiedenen Gründen» geschehen, sagte Kessler.

Bedürfnis besteht

Dass das Bedürfnis nach Jugendarbeit besteht, das hat eine Umfrage bei den Schülerinnen und Schülern der OS Plaffeien, deren Eltern und bei den Gemeindebehöden bestätigt. Warum bisher in keiner der Oberland-Gemeinden ein Jugendraum eröffnet oder ein Jugendarbeiter angestellt worden ist, erörtert Gemeinderätin Madeleine Ulrich mit einem einfachen Grund: «Man hat früher Anläufe genommen; die sind aber immer wieder versandet.» Der aktuelle Anlauf sei eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten, aber die Idee des Trägervereins sei schon sehr konkret. Entwickelt sich alles wie vorgesehen, wird der Verein diesen Herbst gegründet.

Die Wichtigkeit der gemeinsamen Jugendarbeit betonte Oberamtmann Nicolas Bürgisser: «Die Mobilität ist nicht auf das eigene Dorf beschränkt. Darum ist es von Vorteil, gemeinsam etwas aufzubauen.» Trotz des gut funktionierenden Vereinslebens im Oberland brauche es die Jugendarbeit.

Nach Bösinger Vorbild

Sobald der Verein besteht, wird die Trägerschaft – gemeinsam mit dem künftigen Jugendarbeiter – das Konzept ausarbeiten. Als Vorlage dient das Konzept für die offene Arbeit mit Jugendlichen der Gemeinde Bösingen. Dort bilden die Gemeinde, die katholische Pfarrei und die reformierte Kirchgemeinde gemeinsam die Trägerschaft der Jugendarbeiterstelle. Der Jugendarbeiter ist zu 50 Prozent angestellt. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Beratung bei Schul- und Ausbildungsfragen, Drogenproblemen und Konflikten mit dem Gesetz. Er ist für die Jugendlichen Anlaufstelle bei familiären Angelegenheiten und vermittelt auch fachspezifische Beratungsstellen.

Standort noch nicht fix

Das Pensum für den Jugendarbeiter in spe im Sense-Oberland ist noch nicht festgelegt. Dieses wird davon abhängen, wie viel jede Gemeinde bezahlen wird. Auch der Standort für einen Jugendraum ist noch nicht fix. «Es ist noch offen, ob man einen Jugendraum in die OS Plaffeien integrieren könnte», sagte Ulrich. Bis es so weit ist, könnte ein Raum in der Mehrzweckhalle Plasselb oder im Untergeschoss der Sensler Stiftung für Behinderte in Tentlingen allenfalls eine Übergangslösung sein.

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