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Die Kapazität der ARA Sense-Oberland ist noch lange nicht ausgeschöpft

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Autor: Imelda ruffieux

Wenn man von der Gemeinde Zumholz in Richtung Guggisberg fährt, vermutet man kaum, dass sich nahe des Sense-Ufers auf einem Gelände von rund 7000 Quadratmetern eine Kläranlage befindet. Die ARA Guggersbach passt sich sehr gut ins abschüssige Gelände ein.

Seit Juni 1998 werden hier die Abwässer für die Gemeinden Brünisried, Oberschrot, Plaffeien und Zumholz sowie für die bernische Nachbargemeinde Guggisberg geklärt – durchschnittlich 800 000 Kubikmeter pro Jahr.

Lange Vorgeschichte

Dass die Anlage in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann, ist keine Selbstverständlichkeit, denn der Abwasserverband der Region Sense-Oberland und damit auch die ARA haben eine lange Geschichte hinter sich. Bereits 1968 sind die ersten Gespräche für eine regionale Kläranlage geführt worden. In den 80er-Jahren war das Projekt konkret, doch endete ein Streit um den vorgesehenen Standort im Sensebett mit einem negativen Entscheid vor Bundesgericht.

26,8 Mio. investiert

Weitere Abklärungen und die Suche nach einem neuen Standort führten dazu, dass mit dem Bau der ARA Guggersbach erst am 7. November 1994 begonnen werden konnte. Nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit konnte das 26,8-Mio.-Franken-Projekt in Betrieb genommen werden.

Die Kapazitätsgrenze ist noch lange nicht erreicht: Die Anlage ist für 10 000 Einwohnergleichwerte ausgelegt, 6000 sind derzeit angeschlossen. wie Andreas Bapst im Gespräch mit den FN ausführte. Andreas Bapst und Urban Mauron sind diplomierte Klärmeister. Ihre beiden Stellen wurden geschaffen, um einen reibungslosen 24-Stunden-Betrieb zu gewährleisten. Daneben nimmt Andreas Bapst weitere Aufgaben für die Gemeinde wahr.

Die Abwässer werden durch ein 15 Kilometer langes Leitungsnetz nach Zumholz geleitet, teils durch die drei verbandseigenen Aussenpumpwerke in Hirschmatt, Zollhaus und Rufenen, teils durch Pumpwerke, die einzelnen Verbandsgemeinden gehören.

Neuste Verfahrenstechnik

«Die Anlage hat sich bewährt», betont Otto Lötscher, Präsident des Abwasserverbandes. Für die damalige Zeit sei der Entscheid für eine eigene Anlage richtig gewesen. Er schliesst nicht aus, dass man sich heute allenfalls für einen Anschluss an die ARA Laupen entscheiden würde.

Dank des guten Unterhaltes seien in den letzten zehn Jahren kaum Investitionen nötig geworden. Das soll auch in Zukunft so bleiben, einzig das Prozessleitsystem muss nächstens erneuert werden. Die verzögerte Planung habe aber auch Vorteile gehabt, konnte man doch beim Bau den neuesten Stand der Verfahrungstechnik berücksichtigen, führt Otto Lötscher aus.

Die Betriebskosten werden unter den Mitgliedsgemeinden aufgeschlüsselt. Wie der Plaffeier Ammann erklärt, konnten die Schulden mittlerweile in normalem Rahmen abgebucht werden. Beim Verband ist noch ein zinsloses IHG-Darlehen von 1,8 Mio. Franken.

Vor allem häusliche Abwässer

Seit 2003 gilt das Verbot, Klärschlamm als Dünger auszubringen. Dadurch wurde die betriebseigene Hygienisierungsanlage überflüssig. Diese Entwicklung war beim Bau nicht vorauszusehen, sonst hätte man sich einige Investitionen sparen können.

Der Klärprozess geschieht auf biologische Weise, mit möglichst wenig Chemie-Einsatz. Wie Andreas Bapst ausführt, ist dies möglich, da die Abwasserzusammensetzung immer etwa gleich bleibt. In der ARA Guggersbach wird vor allem häusliches Abwasser und solches aus Kleingewerbe-Betrieben geklärt.

Seit 2003 werden in der ARA auch rund 30 Kubikmeter Speiseöl verwertet – Material, das man von umliegenden Restaurants erhält. Dadurch kann die Gasproduktion erhöht und so der Verbrauch von Heizöl eingeschränkt werden. Abklärungen für die Verwertung von Speiseabfällen sind im Gange.

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