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Die Katholiken müssen sich eine neue Sprache suchen

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Die katholische Kirche muss sich dringend um mehr Verständlichkeit bemühen. Darauf wies die Churer Liturgiewissenschaftlerin Birgit Jeggle-Merz kürzlich an einem Impulstag hin, zu dem das Pastoralinstitut der Theologischen Hochschule Chur und das Theologisch-Pastorale Bildungsinstitut der deutschschweizerischen Bistümer in Zürich eingeladen hatten.

Insgesamt 60 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus allen Deutschschweizer Bistümern waren der Einladung ins Zürcher Zentrum 66 gefolgt, wie die Theologische Hochschule Chur mitteilt.

Erneuerung der Sprache

Birgit Jeggle-Merz lud alle liturgischen Akteure zum Per­spektivenwechsel ein, indem sie für eine stärkere Wahrnehmung der «Sprache der anderen» warb. Die Kunst liturgischer Sprache besteht gemäss Jeggle-Merz darin, die Glaubensbotschaft konsequent für die heutigen Menschen ins Wort zu bringen.

Das betreffe vor allem die «Zachäusmenschen», also Personen, die in interessierter Halbdistanz zum Evange­lium lebten. Es bedürfe immer wieder der Erneuerung und der sprachlichen «Durcharbeitung» dessen, was in der Liturgie gefeiert werde.

Eine «Fremdsprache»?

Der Churer Religionspädagoge Christian Cebulj fokussierte das gleiche Thema auf Kinder und Jugendliche. Er sprach über die «Religion als Suchsprache bei Kindern und Jugendlichen». Sein Fazit lautet: Religion sei für viele Kinder und Jugendliche zu einer «Fremdsprache» geworden.

Dabei beziehe sich der Begriff «Fremdsprache Religion», der unterschwellig einen Verstehens-Verlust beklage, nicht auf die religiöse Expertensprache. Vielmehr sei die alltägliche religiöse Gebrauchssprache zur Fremdsprache geworden, weil der Bezug zu theologischen Begriffen und Sprachformen wie eine fremde Sprache neu erlernt werden müsse. Cebulj warb für einen Religionsunterricht und ein neues Verständnis der Katechese als regelrechten «Sprachunterricht».

Neu buchstabieren lernen

Anstelle eines Schlusspodiums verdichtete die Churer Dogmatikerin Eva-Maria Faber in einem Statement ihre Wahrnehmungen entlang des Tagungsthemas und warb dafür, Religion als Beziehungssprache neu zu buchstabieren.

Sie konnte sich für ihr Statement auf Workshops abstützen. Diese wurden von den Referenten angeboten und auch von der Luzerner Theologin Jacqueline Keune, vom Leiter des Theologisch-pastoralen Bildungsinstituts der deutschschweizerischen Bistümer in Zürich, Christoph Gellner, und vom Berner Sprachakrobaten Andreas Kessler.

Workshops standen auch der St. Galler Jugendbuch­autor Stephan Sigg und der Churer Pastoraltheologe Manfred Belok vor.

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