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Die katholische Kirche Deutschfreiburgs will künftig stärker auf Jugendliche zugehen

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Die Kirche ist bei vielen Jugendlichen nicht mehr populär. So jedenfalls die gängige Vorstellung. Marianne Pohl-Henzen, Adjunktin des Bischofsvikariats der katholischen Kirche Deutschfreiburgs ist jedoch überzeugt, dass die Kirche Jugendlichen einiges bieten kann. «Gerade in diesem Alter haben viele Sinnfragen, da können wir Ansprechpartner sein», sagt Pohl-Henzen. Im Moment spreche die Kirche Jugendliche aber zu wenig an. «Wir richten uns mit unserem Angebot eher an Kinder, junge Eltern und ältere Menschen.» Dies soll sich nun ändern: Ab dem 1. September gibt es in den Seelsorgeeinheiten Untere Sense und Sense Mitte jeweils einen Jugendseelsorger. Beide werden zu 50 Prozent arbeiten.

Neue Ausbildungsstelle

In der Seelsorgeeinheit Untere Sense, zu der die Pfarreien Schmitten, Wünnewil-Flamatt und Überstorf gehören, übernimmt mit Aurelia Arcanjo Helfer eine ausgebildete Seelsorgerin die Stelle. Die Seelsorgeeinheit Sense Mitte–die Pfarreien Alterswil, Heitenried, St. Antoni, St. Ursen und Tafers–wird den 22-jährigen Valentin Rudaz aus Villars-sur-Glâne zum Jugendseelsorger ausbilden. Er wird gleichzeitig das Religionspädagogische Institut in Luzern besuchen und sich dort zum Religionspädagogen mit Schwerpunkt kirchlicher Jugendarbeit ausbilden lassen.

«Es hat in den Seelsorgeeinheiten schon öfters Leute gegeben, zum Beispiel Wiedereinsteigerinnen, die das Institut besucht haben», sagt Pohl-Henzen. «Es ist aber das erste Mal, dass wir einen so jungen Mann anstellen können.» Mit der Ausbildung zeige die Kirche, dass sie jungen Leuten eine Zukunft bieten könne. Es sei ein Glücksfall, dass die Seelsorgeeinheit Valentin Rudaz gefunden habe. «Es war quasi Zufall, er wollte sich in diese Richtung weiterentwickeln und wir haben jemand Junges gesucht.»

Das bestätigt Valentin Rudaz: «Ich arbeite oft mit Jugendlichen zusammen und bin in der Kirche aktiv», erzählt er. Nach seiner Bäckerlehre begann er, an einer Mehlallergie zu leiden und musste sich neu orientieren. Er arbeitete ein Jahr als Praktikant bei der Fachstelle Jugendseelsorge in der Kirche Deutschfreiburg. «Es hat sich gut ergeben, dass die Seelsorgeeinheit Sense Mitte nun diese Ausbildungsstelle schafft.»

Kontakt aufbauen

Konkret wird Rudaz’ Aufgabe darin bestehen, Religionsunterricht zu geben und bei der Firmvorbereitung mitzuhelfen. «Es gibt noch sehr viel Spielraum», sagt Pohl-Henzen. Ein grosser Teil seiner Arbeit werde sein, Kontakt zu Jugendlichen herzustellen und ein Beziehungsnetz aufzubauen. «Das braucht Zeit», sagt Pohl-Henzen. Ob es bei den Jugendlichen ein Bedürfnis für die Seelsorge gebe, sei schwierig zu sagen, sagt sie. «Bisher hatten wir wenig Kontakt zu ihnen, deshalb wissen wir es nicht.» Valentin Rudaz jedenfalls, der bereits die Katechetenausbildung macht, freut sich auf die Gespräche mit den Jugendlichen. «Viele Junge haben ein Bedürfnis nach Religion und Spiritualität, sie wollen sich mit diesen Themen auseinandersetzen, aber es ist die Kirche, die den ersten Schritt machen muss.» 

Jugendarbeit: Gemeinden nicht konkurrieren

D ie Jugendseelsorge solle die Jugendarbeit der Gemeinden nicht konkurrieren, sagt Marianne Pohl-Henzen, Adjunktin des Bischofsvikariats der katholischen Kirche Deutschfreiburgs. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarreien, die es vielerorts gibt, solle weitergeführt werden. Dass die Pfarrei in Wünnewil-Flamatt sich nicht mehr an den Kosten für die Jugendarbeit beteilige (die FN berichteten), habe nichts damit zu tun, dass ein Jugendseelsorger angestellt werde.

Die Jugendseelsorger in den Seelsorgeeinheiten Untere Sense und Sense Mitte werden von den Pfarreien bezahlt. Die Ausbildungskosten von Valentin Rudaz am Religionspädagogischen Institut in Luzern übernimmt die Katholische kirchliche Körperschaft Freiburg. mir

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