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Die Kilbi-Hitliste der Musikexperten

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Die Kilbi-Hitliste der Musikexperten

Autor: Pascal Jäggi

In einem sind sich alle einig: Es lohnt sich, jede Band anzuschauen, und positiv überrascht wird man an der Bad-Bonn-Kilbi immer wieder. Los gehts.

Oriental-Surfcore und Pop

«Auch dieses Jahr sind jede Menge unglaubliche Gruppen mit dabei. Zum Beispiel The Antlers. Die haben ein grossartiges Konzeptalbum herausgebracht, das die Geschichte eines Mannes erzählt, der miterlebt, wie seine Geliebte an Krebs stirbt. Ganz anders Hot Chip: Funky Electropop zum Mitsingen und -tanzen. Diese Melodien bleiben noch tagelang im Kopf.

Schliesslich «Secret Chiefs 3», ein völlig verrücktes Projekt von Trey Spruance (Mr. Bungle). Zwischen schrägem Surfrock, Electro und orientalischen Klängen tönen epische Westernsounds, als ob Ennio Morricone komponiert hätte. Für mich das Konzert, das man nicht verpassen darf.»

Sylvain Maradan, Programmator Nouveau Monde

Workout und die Neunziger

«Grundsätzlich lohnt es sich, sich jede Kilbi-Band anzuhören. Ich empfehle darum, den Arbeitsplatz früher zu verlassen, um etwa das Konzert von Kassette mitzuerleben.

Persönlich freue ich mich vor allem auf Wolf Parade. Ihre Alben finde ich grossartig, und ich habe sie bisher noch nie live gesehen. Polvo kommen nach 13 Jahren Inaktivität direkt aus den 90ern und dorthin, hoffe ich, für eine Konzertlänge zurückversetzt zu werden. Für den sportlichen Musikfan empfehle ich Health: eine mögliche Form von Workout mit Gitarre.»

Mathias Bieri, Bookingagentur Le Lieu dit, Musiker

Irre Japaner und Fragiles

«Kassette ist Schweizer Musik, hinter der man auch in der Öffentlichkeit stehen kann – Laure Betris‘ fragile Songbasteleien entwickeln durch die Quartettsbesetzung eine völlig unterschiedliche Dynamik.

Electric Eel Shock: Drei irre Japaner an der Kilbi 2005 im Haus, 150 schwitzende Besucher davor eingepfercht: Rock’n’Roll, wie ihn die Götter der Stromgitarre nicht besser hätten inszenieren können, endlich wieder an der Kilbi.

Secret Chiefs 3, der orientalische Bruder von Mr. Bungle. Bereits zweimal im Bonn verpasst, und noch jedes Mal darauf Rotz und Wasser geheult. Pflichttermin für alle manischen Musikliebhaber.

Chris Noth, Saïko Records

Lokales und Offenheit

«Aphex Twin ist sicher eines meiner Highlights. Er ist ein seit Jahrzehnten unübertroffener Künstler, der zu seiner genialen Musik starke Bilder erschaffen hat. Zu Recht wird er von Fans und Kennern des gesamten Spektrums elektronischer Musik respektiert.

Koch-Schütz-Studer mit den Young Gods ist garantiert sehr spannend. Wer akustische Herausforderungen mag und offene Ohren hat (für Kilbigänger eh ein Muss), sollte sich diesen Auftritt vormerken.

Für Overdrive Amp Explosion spricht einiges. Gute lokale Bands gehören genauso zur Kilbi wie lebende Legenden. Wenn man sie persönlich kennt, ist es umso schöner.»

Julia Crottet, Disques Office, Ex-Programmatorin Fri-Son

Ein Gesamtkunstwerk

«Ich schätze die Kilbi als Gesamtkunstwerk, nicht in erster Linie wegen einzelner Bands. Aphex Twin, Hot Chip oder Yeasayer habe ich alle schon gesehen und kann nur empfehlen, sich diese im Kilbi-Rahmen nicht entgehen zu lassen. Ich bin mir aber sicher, dass ich am Ende von anderen Bands schwärmen werde; das ist das Wunderbare an diesem Aufeinandertreffen verschiedener musikalischer Stile und Anschauungen, die vorwärts schauen und nicht stehen bleiben. In diesem Sinne bin ich gespannt auf die Kreation der Schweizer Sampling-Pioniere Young Gods mit den radikal-experimentellen Virtuosen Koch-Schütz-Studer.»

Pablo Niederberger, Programmator Fri-Son

Freejazz und Einheimisches

«In heutigen und früheren Funktionen kann ich diverse Bands empfehlen. Als Kulturförderer die einheimischen Overdrive Amp Explosion. Kassette hat ein tolles letztes Album abgeliefert, was mich als Produzenten beeindruckt hat. Dass die Jazzer Koch- Schütz-Studer mit den Young Gods zusammenspannen, wundert mich nicht. Das kann ich als einstiger Programmator der Clubs Moods und La Spirale genauso empfehlen wie das legendäre Sun Ra Arkestra: Psychedelischer Jazz, der einen in die Sechziger- und Siebzigerjahre versetzt.»

Markus Baumer, «Monsieur Culture» der Region Freiburg

Übervater und alte Garde

«Grossstadt? Nein Dorfplatz. Das Bad-Bonn-Kilbi-Wunder!

Aphex Twin in Düdingen versetzt die ganze Schweizer Musikszene in ungläubiges Staunen. 90 Prozent der Bands an der Kilbi wurden irgendwie von Aphex Twin beeinflusst.

Weitere Knüller sind die Aufführungen der Neu!-Stücke durch Rother/Shelley/Mullan und des Sun Ra Arkestras, was beides unglaublichen Seltenheitswert aufweist. Die Songs sind älter als wir, trotzdem können wir uns das immer wieder anhören.

Ohne tiefere Bedeutung freuen wir uns auf Atlas Sound. Warum? Weil es einfach gut ist.

Zum Schluss möchten wir noch auf den Label-Boss von Hyperdub, Kode9, hinweisen, der die Musiklandschaft der letzten Jahre geprägt hat und auch live eine Sensation ist.»

Feldermelder&Toronaut, Black Cargoes

Das volle Programm: www.badbonn.ch

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