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«Die Kinder erzählen mir manchmal Dinge, die sogar für ihre Eltern neu sind»

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Autor: Lukas Schwab

Im Moment trifft der Kerzerser Samichlaus gerade die letzten Vorbereitungen für den 6. Dezember, doch im Grossen und Ganzen ist er bereit. Das Gewand leuchtet rot, der Bart ist schneeweiss, der Sack mit Geschenken steht bereit und in seinem Buch steht alles, was er über die Kinder wissen muss. «Ich freue mich, dass es endlich losgeht», sagt der Samichlaus mit tiefer, warmer Stimme.

Das Versli ist Pflicht

Allen Kindern, die er besucht, bringt der Samichlaus ein Geschenk mit. «Das erhalten sie aber nur, wenn sie mir ein Versli vortragen», sagt er. Das sei aber nie ein Problem, die Kinder könnten ihr Versli fast immer perfekt. «Manchmal spielt ihnen die Nervosität einen Streich, aber mit ein wenig Hilfe klappt es meistens.» Bringt ein Kind doch mal keinen Ton heraus, drückt der Samichlaus gerne ein Auge zu. «Wenn sie Angst vor mir haben, versuche ich, ihnen diese zu nehmen», sagt er. Das gelinge zwar nicht immer, aber wenn es klappe, sei es toll. «Die Kinder erzählen mir manchmal Dinge, die sogar für ihre Eltern neu sind.» So seien schon verborgene Berufswünsche und unrühmliche Taten ans Licht gekommen. Das Schönste sei für ihn aber, wenn die Kinder voller Stolz ein Musikstück oder ihr Versli vortragen: «Da wird mir richtig warm ums Herz.»

Rute ist nicht mehr aktuell

In seinem Buch steht zu jedem Kind, was es im letzten Jahr gemacht hat. «Ich sage ihnen immer, was gut war, erkläre aber auch, was sie noch verbessern können.» Dabei spreche er ihnen auch Mal ins Gewissen, «aber immer auf eine gute Art». Eine Rute hat er schon lange nicht mehr dabei. «Die Kinder müssen keine Angst vor mir haben.»

Ins Gewissen redet er den Kindern häufig bei Streitigkeiten unter Geschwistern oder wenn es langsam Zeit wäre, den «Nuggi» beiseite zu legen. Dabei habe er als Samichlaus eine Autorität, die über jene der Eltern hinaus gehe. «Von mir nehmen die Kinder Dinge an, die sie von ihren Eltern ablehnen.» Dazu brauche es viel Gespür und Erfahrung. «Ich bin gleichzeitig Psychologe, Clown und Pädagoge.»

Einen Esel hat der Samichlaus aus Kerzers nicht dabei, wenn er am Montag loszieht, er ist mit dem Auto unterwegs. Als Helfer hat er einen Chauffeur, der ihn sicher zu den warmen Stuben bringt. «Der Zeitplan ist eng, ich darf mich nicht verfahren.» Den Schnee nimmt er gerne in Kauf, denn so herrsche die richtige Stimmung. «In den letzten Jahren hatten wir manchmal etwas Verspätung mit der Schneeproduktion, dieses Jahr hat es geklappt.»

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