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«Die Kirchgemeinde Bösingen ist nun den Kinderschuhen entwachsen»

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Autor: Anton Jungo

Der paarweise Einzug der Tiere über eine Rampe in die rettende Arche ist ein beliebtes Motiv in der Kunst. Der Weg in den Gottesdienstraum im neuen kirchlichen Zentrum in Bösingen führt ebenfalls über eine Rampe. Manfred Schafer, Architekt des Bauwerks, wies bei der Einweihungsfeier am Sonntag darauf hin, dass er bei der Planung nicht an die Arche gedacht habe. Den Namen «Arche» habe das Gebäude erst in einer späteren Phase erhalten. Seine Idee sei bloss gewesen, den Einzug in den Gottesdienstraum im ersten Stockwerk zu einem feierlichen Erlebnis werden zu lassen.

Zwei Gründe

«Es gibt zwei wichtige Gründe, weshalb die Kirchgemeinde sich für den Namen ?Arche? entschieden hat», erklärte Pfarrer Michael Roth im Gottesdienst. Zum einen weise «Arche» darauf hin, dass Gott dem Menschen immer eine Chance gebe. Zum andern dürften sich die Menschen in der «Arche» unter Gottes Obhut und Schutz versammeln. Er hofft denn auch, dass das neue Gebäude zu einem offenen Raum werde, in welchem sich Menschen unter immer neuen Beweggründen zusammenfinden werden.

Und Synodalrat Dominique Guenin, der das Weihegebet sprach, hielt fest: «Dieser Gottesdienstraum hat Weite. Diese Weite und Offenheit möge über den Raum hinaus ausstrahlen.» Wie in der biblischen Geschichte die Friedenstaube, überbrachte er der Kirchgemeinde einen Olivenzweig als Symbol für die Güte Gottes.

Zur Zusammenarbeit bereit

Vreni Stulz, Pfarreileiterin von Bösingen, brachte gleich ein ganzes Olivenbäumchen mit. Im oft knorrigen Stamm eines Olivenbaumes sieht sie ein Symbol für die Ökumene. Auch zeitweilige Stürme «aus dem Süden» vermöchten den soliden Stamm nicht zu zerstören, meinte sie mit Blick auf Verlautbarungen aus Rom. Auch Serafin Adam, Priester in Bösingen, hofft auf eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Kirchen.

Fritz Marschall, Präsident der Kirchgemeinde Laupen, gratulierte zum einladenden Gebäude. Wie er betonte, würde er sich darüber freuen, wenn mit dem Einweihungsfest auch eine Zusammenarbeit über die Kantonsgrenze hinweg beginnen würde.

Solidarität gehört zur Kirche

Michel Hornung, Vertreter des protestantisch-kirchlichen Hilfsvereins Bern, wies darauf hin, dass Solidarität zur Identität der reformierten Kirche gehöre. Solidarität sei – wie bei der Gründung des Hilfsvereins 1843 – auch heute noch wichtig. Er ist überzeugt, dass der Hilfsverein in Bösingen eine gute Sache unterstützt.

Cornelia Gerster, Präsidentin der Kirchgemeinde, freute sich darüber, dass die Kirchgemeinde mit dem Bezug eines eigenen kirchlichen Zentrums nun den Kinderschuhen entwachsen sei. Sie erinnerte daran, dass die reformierten Gläubigen von Bösingen noch 1994 erst über eine 70-Prozent-Pfarrstelle und über ein gemietetes Pfarrhaus verfügten.

Rolando Bevilacqua, Präsident, und Walter Krummen, Mitglied der Baukommission, überreichten der Kirchgemeinde als symbolische Geste zum Bezug des Neubaus Salz und Brot.

Begegnung schafft Vertrauen

Sowohl Oberamtmann Nicolas Bürgisser wie auch Ammann Louis Casali wiesen in ihren Grussadressen darauf hin, dass die «Arche» das Dorfbild von Bösingen mitprägt. «Ein friedliches Zusammenleben kann nur dauerhaft sein, wenn es Möglichkeiten gibt, sich zu begegnen», meinte der Ammann. Und der Oberamtmann betonte: «Nur wenn man sich gegenseitig kennt, hat man auch Vertrauen ineinander.»

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