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Die Kirchgemeinde Merlach will ihr Bauland erschliessen

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Rund 5000 Quadratmeter Bauland besitzt die Kirchgemeinde Merlach im Gebiet St-Jean, zwischen der alten Saatzuchtgenossenschaft und der Kirche. Dieses Land will die Kirchgemeinde nun für eine Überbauung erschliessen. An der Kirchgemeindeversammlung vom Donnerstagabend haben die Mitglieder dem Kirchgemeinderat einen entsprechenden Auftrag erteilt. Der Entscheid fiel mit grosser Mehrheit und mit wenigen Gegenstimmen, wie Präsidentin Christine Salvisberg Meyer auf Anfrage erklärt.

Ortsplanung als Auslöser

Bislang war das Land zwar als Bauland eingezont, Bauprojekte gab es aber keine. «Wir hatten als Kirchgemeinde andere Prioritäten», begründet die Präsidentin. Das ändert sich nun: Denn die Gemeinde Merlach arbeitet zurzeit an einer Revision ihrer Ortsplanung. Weil in Merlach in den vergangenen 15 Jahren wenig gebaut wurde, muss die Gemeinde wohl ihre Bauzonen verkleinern. Diese Vorgabe macht das eidgenössische Raumplanungsgesetz.

Die Kirchgemeinde ist in Merlach eine der grössten Besitzerinnen von freiem Bauland. Deshalb könnte sie die Verkleinerung der Bauzonen schmerzlich treffen. Ihr droht eine Umzonung ihres Baulandes in die Landwirtschaftszone, wodurch das Gebiet an Wert verlieren würde. «Da sind wir schon etwas unter Zugzwang geraten», gibt Christine Salvisberg Meyer zu. Um die Auszonung zu verhindern, soll das künftige Quartier nun erschlossen werden. «Ein Teil der Strasse wurde bereits 1995 gebaut und soll nun verlängert werden», führt Christine Salvisberg Meyer aus.

Das Projekt sei auf positives Echo gestossen, nicht zuletzt bei den Anwohnern, freut sich die Kirchgemeindepräsidentin. «Es gab wenige kritische Einwände.» So befürchteten einige, es könnte ein optischer Flickenteppich entstehen, wenn jeder Bauherr die Parzellen nach seinen Wünschen überbauen kann. «Wir konnten die Sorgen der Bürger aber beruhigen.»

Planung unter Zeitdruck

Nach dem Auftrag der Kirchgemeindeversammlung muss es nun schnell gehen. «Wir möchten an der nächsten Versammlung im Mai über das Erschliessungsprojekt abstimmen.» Dafür müsse aber erst die Baubewilligung des Kantons eintreffen. Deshalb will die Kirchgemeinde bis im Frühjahr das Baugesuch erarbeiten und einreichen.

Die Parzellen will die Kirchgemeinde dereinst im Baurecht abgeben. Das heisst: Sie verkauft die Parzellen nicht für eine einmalige Zahlung, sondern vermietet das Bauland langfristig an die künftigen Bauherren. «Wir wollen den Boden zu vernünftigen Preisen anbieten», meint Salvisberg Meyer. Damit hofft die Kirchgemeinde auch jungen Familien mit Kindern Möglichkeiten zu bieten, die sich sonst vielleicht das Land nicht leisten könnten.

Versammlung

Kirchgemeinderat gewählt und Budget bewilligt

Neben der Erschliessung des eigenen Baulandes hat die Kirchgemeindeversammlung auch das Budget 2017 bewilligt. Es sieht einen Aufwandüberschuss von 9000 Franken vor. Das sei im normalen Rahmen und nicht weiter besorgniserregend, sagt Christine Salvisberg Meyer. Die Versammlung hat ausserdem Sandra Nydegger aus Gurwolf neu in den Kirchgemeinderat gewählt. Sie ersetzt Christian Schneider, der sich nicht mehr zur Wahl stellte.

sos

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