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«Die Konzerte sind ein Aushängeschild»

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Seit 40 Jahren gibt es die Adventskonzerte in Villars-sur-Glâne, und sie sind eine Erfolgsgeschichte. Das ist nicht selbstverständlich, umso mehr, als das musikalische Angebot in Stadt und Region Freiburg sehr gross ist. Dabei hat alles ganz einfach angefangen: In den Siebzigerjahren suchte Pierre-Georges Roubaty, damals Primarlehrer in Villars-sur-Glâne, Sänger und Instrumentalisten zur Verschönerung der Weihnachtsliturgie. Ein Kinderchor entstand. Später sangen Eltern und Freunde mit und mit der Zeit auch Sängerinnen und Sänger aus der Region. 1990 wurde aus der «Maîtrise» das «Ensemble Vocal de Villars-sur-Glâne».

Die ersten Adventskonzerte fanden im Dezember 1976 statt. Zum 40-Jahr-Jubiläum haben die FN mit dem Pianisten, Dirigenten und künstlerischen Leiter Philippe Morard gesprochen.

Philippe Morard, auf Anhieb haben die Adventskonzerte vor 40 Jahren Anklang gefunden. Warum?

In den Siebzigerjahren gab es ganz einfach wenig Konzerte im Dezember. So kam die Idee zur richtigen Zeit. Heute sind die Adventskonzerte für die Gemeinde mit 12 000 Einwohnern ein Aushängeschild, zumal Villars-sur-Glâne keine eigene Musikgesellschaft hat. Die Gemeinde und die Pfarrei haben uns von Anfang an finanziell unterstützt. Das Konzept mit jeweils einem Oratorium, einem regionalen Chor, einem Konzert mit Alter Musik und einem mit internationaler Ausrichtung habe ich in den letzten 15 Jahren beibehalten. Auch arbeitet der sechsköpfige Vorstand des Vereins ohne Lohn.

Seit kurzem steht nun auch ein Neubau gleich neben der Kirche.

Das neue Pfarreihaus, das vor ein paar Wochen eingeweiht wurde, ist ein grosses Plus für die Adventskonzerte. Es gibt dort Proberäume und Umkleidekabinen für die Musiker. Und im Saal können wir die Gäste zum Apéro empfangen. Auch in der Kirche haben wir in den letzten Jahren einiges verbessert: Die harten Bänke sind mit Kissen belegt, das Licht wurde optimiert, und die Plätze sind nummeriert.

Die Adventskonzerte sind quasi ein Familienunternehmen: 25 Jahre hat Ihr Schwager Pierre-Georges Roubaty das Vokalensemble, das ein fester Bestandteil der Konzerte ist, dirigiert. Dann haben Sie vor 15 Jahren die Leitung übernommen. Das Chorkonzert am 11. Dezember wird Ihr letztes als Dirigent sein. Warum treten Sie ab?

15 Jahre jede Woche zu proben, braucht viel Zeit und Energie. Und wenn man zu lange bleibt, machen sich Abnutzungen bemerkbar. Das möchte ich vermeiden, und daher habe ich mich entschieden, zu gehen, solange der Chor auf einem guten Niveau ist. Ausserdem unterrichte ich ein fast volles Pensum am Konservatorium und bin Pianist im Ensemble Kaleidoskop. Aber ich bin ja nicht weg vom Fenster, sondern bleibe weiterhin künstlerischer Leiter der Konzerte.

Und in dieser Funktion können Sie aus dem Vollen schöpfen.

Ich habe mittlerweile einen grossen Fundus an europaweit bekannten Solisten und Ensembles, besuche viele Konzerte, entdecke Musiker im Fernsehen und am Radio. Meistens engagiere ich die Künstler aber erst, wenn ich sie live gehört habe. Aufs Internet ist kein Verlass, da lässt sich zu viel manipulieren.

Wie lange im Voraus buchen Sie die Künstler, die bei Ihnen auftreten?

Durchschnittlich zwei Jahre vorher. Mit dem weltbekannten Kontratenor Philippe Jaroussky, der die Konzertreihe dieses Jahr eröffnet, habe ich den Vertrag allerdings schon vor drei Jahren abgeschlossen. Es ist übrigens das einzige Konzert, das der Franzose in der Schweiz gibt. Wir haben gar aus London und Paris Mails erhalten für ein Ticket. Doch das Konzert ist seit vielen Wochen ausgebucht. Wohlverstanden: Jedes Jahr können wir uns solche Koryphäen nicht leisten. Trotzdem haben wir die Preise nicht erhöht. Das Konzert soll ein Jubiläumsgeschenk sein an das treue Publikum.

Programm

Vier Konzerte zum Jubiläum

So., 27. November: Kantaten von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach mit dem französischen Kontratenor Philippe Jaroussky. Ausverkauft.

So., 4. Dezember: Barockes Weihnachtsoratorium von Nicola Antonio Porpora mit dem Kammerorchester Basel und Solisten, darunter die Sopranistin Nuria Rial.

So., 11. Dezember: Oratorium von Hermann Suter mit dem Vokalensemble Villars-­sur-­Glâne unter der Leitung von Philippe Morard. Mit der Maîtrise Saint-Pierre-aux-Liens Bulle, dem Freiburger Kammerorchester und Solisten, darunter die Sopranistin Brigitte Hool.

So., 18. Dezember: Werke von François Couperin, Jean-Baptiste Quentin und Georg Philipp Telemann mit dem jungen Quartett Nevermind. Eintritt frei.

il

Alle Konzerte finden um 17 Uhr in der Kirche von Villars-sur-Glâne statt. Vorverkauf bei Freiburg Tourismus (Telefon 026 350 11 00). Weitere Informationen unter: www.concerts-avent.ch

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