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Die Kormorane stören

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Gestern Nachmittag sassen vier Berufsfischer auf den Zuschauerbänken im Saal des Freiburger Rathauses. Sie verfolgten die Debatte des Kantonsparlaments über die Kormorane: Eine Motion von Jean-Daniel Chardonnens (SVP, Fétigny) verlangt, dass der Bestand der Vögel reguliert und die Fischfauna wieder aufgebaut wird. Denn die Kormorane werden dafür verantwortlich gemacht, dass die Fischbestände im Neuenburgersee zurückgegangen sind – und die Berufsfischer kaum noch Beute machen. Zwischen 2016 und 2018 sank der Ertrag der Fischer um 65 Prozent. 1200 Kormoranpaare brüten in der Region – es ist die grösste Population der fischfressenden Vögel in der Schweiz.

Motionär Chardonnens sagte gestern im Grossen Rat: «Man muss sofort reagieren.» Sonst litten die Berufsfischer noch mehr. «Und sonst ist die Wiederbelebung der Gewässer nichts anderes als eine grosse Fütterung der Kormorane.»

Quer durch die Fraktionen zeigten alle Sprecherinnen und Sprecher Sympathien für das Anliegen. So sagte SVP-Sprecher Charles Brönnimann (Onnens) mit viel Pathos: «Die Natur ist so stark, viel stärker als wir alle – aber wir müssen jetzt eingreifen und korrigieren.»

Der Grosse Rat überwies die Motion mit 89 gegen 5 Stimmen bei 6 Enthaltungen an den Staatsrat. Dieser wird nun zwei Gutachten erstellen lassen, damit klarer wird, welchen Schaden die Kormorane genau anrichten und warum sie sich am Neuenburgersee so wohl fühlen.

«Kernaussage Normal. Wenn KA direkt unter Lead platziert wird, Spalte mit Weissraum füllen.»

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Finanzielle Überbrückungshilfe

Grosser Rat hilft den Berufsfischern

Ein überparteilicher Vorstoss des Grossen Rats verlangte vom Staatsrat, den Berufsfischern eine finanzielle Überbrückungshilfe zu gewähren. Staatsrat Didier Castella (FDP) erklärte dem Kantonsparlament gestern, dieser Auftrag sei unzulässig, da schlicht die Rechtsgrundlage fehle. Der Staatsrat werde die Fischer jedoch weiterhin unterstützen.

Jean-Daniel Chardonnens (SVP, Fétigny), einer der Autoren des Auftrags, entgegnete: «Die Berufsfischer erleben eine Katastrophe, und zwar wegen der Untätigkeit der Behörden.» Die Fischer hätten sich sofort an den Staat gewandt, als sich die ersten Kormorane am Neuenburgersee zeigten. Doch der Kanton habe nicht reagiert. «Und so verschlingt jeder Kormoran jeden Tag mehr als 500 Gramm Fische, und sie lassen den Fischern fast nichts mehr.»

«Politischer Wille» – das brauche es, um diesen Auftrag umzusetzen, sagte Nadia Savary (FDP, Vesin), ebenfalls Mitautorin. Und ihr Parteikollege Peter Wüthrich (Domdidier) verlangte «Pragmatismus und Solidarität.» Der Grosse Rat erklärte den Antrag mit 61 zu 22 Stimmen bei 16 Enthaltungen für erheblich.

In der anschliessenden Debatte war die Freisinnige Christine Jakob (Murten) die Einzige, die sich gegen das Vorhaben aussprach. «Nehmen wir diesen Vorstoss an, schaffen wir eine Ausnahme, die andere dazu animieren wird, ebenfalls Ansprüche zu stellen.» Auch Staatsrat Castella sah dies so: «Wir würden einen Präzedenzfall schaffen.» Dem Kanton sei es wichtig, gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, auch für die Fischer. Der Staatsrat könne die Fischer für ihren Schaden entschädigen, aber eine finanzielle Überbrückungshilfe lehne er ab.

Der Grosse Rat überwies den Antrag dennoch mit 60 gegen 23 Stimmen bei 19 Enthaltungen an den Staatsrat.

njb

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