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«Die Krankheit hat mir viel gegeben»

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«Die Krankheit hat mir viel gegeben»

«Pied de Cochon» in Freiburg mit neuer Ausrichtung

Im letzten Herbst hat Oskar Frei, Wirt des «Pied de Cochon» im Perolles, erfahren, dass er Diabetes hat. Diese Diagnose hat nicht nur ihn persönlich, sondern auch das Konzept des Restaurants verändert.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Am 13. September des vergangenen Jahres hatte der 57-jährige Oskar Frei ein einschneidendes Erlebnis. Damals diagnostizierte der Arzt bei ihm Diabetes. Obwohl es für ihn, der seit 28 Wirt des Restaurants ist, zu Beginn ein Schock war, sagt er im Nachhinein: «Die Krankheit hat mir viel gegeben.»

Lebenswandel hinterfragt

Frei, der nach eigenen Angaben seit zwei Monaten ohne Medikamente auskommt, hat in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit der diplomierten Ernährungsberaterin Françoise Drexel 18 Kilo an Gewicht verloren. Er hat die neue Situation ebenfalls zum Anlass genommen, seinen bisherigen Lebenswandel zu hinterfragen und in seinem Leben Grundsätzliches zu ändern.

Daraus entstanden ist ein für 150 000 Franken renoviertes Restaurant mit neu eingerichteter und auf Diabetiker-Kost ausgerichteter Küche. So wird er durch die Neuorientierung eine andere Kundschaft ansprechen, als dies bisher der Fall war. «Ich bin nicht mehr derselbe wie früher und nicht alle in meinem Umfeld können damit umgehen», sagte Frei dazu.

Mediterrane Kost bevorzugen

Im Selbststudium der raren Literatur zum Thema hat sich der Wirt in die Anforderungen an die Kost für Diabetiker eingearbeitet und selbst neue Menüs kreiert. In der Westschweiz soll es nichts Vergleichbares geben, weshalb das neue «Pied de Cochon» eine Marktlücke entdeckt hat. Frei möchte in Zukunft eine Homepage gestalten und darauf aus Mangel an Literatur seine Rezepte publizieren.

Die Gäste haben neben der vielseitigen Menükarte täglich ein Fischgericht und ein Tagesmenü zur Auswahl. Die Speisen sind mit der jeweiligen Anzahl Kalorien ergänzt. Trotz des neuen Konzeptes für Diabetiker und all jene, die sich gesund ernähren wollen, können auf einer separaten Menükarte weiterhin typische Brauerei-Spezialitäten bestellt werden. Weil Diabetiker viel und oft trinken müssen, stehen dem Gast elf Sorten Mineralwasser zur Auswahl.

Die mediterrane Kost ist für Diabetiker gemäss Drexel sehr geeignet. Dazu gehören unter anderem kaltgepresstes Olivenöl, Früchte, Gemüse, und frische Gewürze. Heute verwendet Frei nicht mehr so grosszügig Butter und Rahm, wie er dies früher tat. «Die Kost sollte ausgeglichen und fettarm sein», fasst Drexel die optimale Ernährung zusammen.

Immer öfter Kinder betroffen

Gemäss Claude Schönenweid, Arzt von Oskar Frei, sind in der Schweiz rund fünf Prozent der Bevölkerung an Diabetes erkrankt. Weitere 2,5 Prozent leiden an Diabetes, ohne dies jedoch zu wissen.

Gemäss Drexel ist es alarmierend, dass immer mehr Kinder zuckerkrank sind. Dies führt sie auf die wenig ausgewogene und zudem fetthaltige Ernährung zurück. Zusätzlich fehlt den Kindern die Bewegung, was das Risiko einer Erkrankung zusätzlich erhöht.

Was ist Diabetes?

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine teilweise erblich bedingte Krankheit. Das Blut der Betroffenen hat einen erhöhten Zuckergehalt, weil das für den Abbau von Zucker verantwortliche Hormon Insulin bei ihnen nicht ausreichend wirkt oder ihr Körper zu wenig Insulin produziert.

Der Körper ist dadurch geschwächt und für Infektionen anfälliger. Müdigkeit und übermässiger Durst sind Symptome von Diabetes. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung. Dieses wird zusätzlich erhöht durch Übergewicht, Bewegungsmangel und fettreiche Ernährung. jlb

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