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Die Krawattenfarbe kann’s ausmachen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Ich bin wohl derjenige Aussenstehende, der am nächsten beim Team ist», sagt Hans Mathys. Der aktuelle Stamm-Chauffeur des Gottéron-Mannschaftscars trägt einen Playoff-Bart. «Man identifiziert sich mit der Mannschaft», sagt der Fahrer des Taferser Unternehmens Horner. Und erzählt: Nach der deutlichen Drei-Spiele-Führung gegen Biel habe er den Bart für einmal abgenommen. «Und was ist passiert? Sie haben verloren.» Nun trägt er wieder einen gepflegten Bartansatz. Denn er fährt ja nicht nur Eishockey-stars, sondern auch ganz normale Fahrgäste.

Abergläubisch wirkt Mathys nicht. Aber er kennt noch viele andere Rituale, die dem Verein Glück bringen sollen. Entscheidend für Sieg oder Niederlage des Teams könne unter Umständen die Wahl der Krawatte sein oder ob er gerade im Stadion sei oder nicht. «Das spielt sich alles im Kopf ab. Man bildet sich das ein. Dennoch glaubt man einfach an den Unsinn.»

Stolz gegen Diskretion

Als Chauffeur sei er dem Team nahe und halte dennoch die professionelle Distanz. Er könne alles hören, dürfe es aber nicht weitererzählen. Er fahre mit dem Team kreuz und quer durch das Land und trotzdem kenne kaum ein Spieler seinen Namen. «Grundsätzlich ist das nur ein Fahrauftrag», sagt er. Sein Job sei es, seine «Fracht»–egal ob Dorfverein, Parteiausflug oder Gottéron–sicher und pünktlich an den Bestimmungsort zu bringen.

Sein Chef, Horner-Reisen-Geschäftsführer Hanspeter Baeriswyl, ergänzt: Natürlich dürfe der Fahrer auch ein bisschen stolz sein. Das sei die Gegenleistung für die Diskretion. Der Chauffeur ist auch verantwortlich dafür, dass beim Materialverlad alles nach Plan verläuft. Dass also die Taschen richtig verstaut werden, die Stöcke und das mitgenommene Essen. «Das sind Sachen, die unwesentlich aussehen, der Mannschaft aber Sicherheit geben.» Diese sei wichtig für die optimale Vorbereitung, weiss Baeriswyl. Und Mathys ergänzt, dass Gottéron-Coach Hans Kossmann zum Beispiel gerne wisse, wer den Car fahre. «Wenn ein neuer Fahrer eingeteilt ist, stellt er sich Kossmann rasch vor.» Und damit sei die Sache für diesen in Ordnung.

Ein Treffen der Giganten

Schon Baeriswyls Vater arbeitete mit Gottéron zusammen, die Partnerschaft in ihrer heutigen Form begann 2003. Die Funktion als offizieller Transportpartner bringt viel Verantwortung mit sich, hat aber auch seine amüsanten Seiten. Mathys erinnert sich an eine Fahrt vor wenigen Tagen, als er–mit dem Gottéron-Bus, aber mit «normalen» Fahrgästen–auf einem Parkplatz in Italien plötzlich auf den SC-Bern-Mannschaftsbus des Kallnacher Unternehmens Marti traf. Die beiden Busse standen sich gegenüber. Und ihre Fahrer konnten es nicht lassen, durch das Fahrerfenster kurz noch ein paar Worte zu wechseln.

Die Sicherheit–die sei früher ein Problem gewesen, sagt Mathys. «Ich hatte ein schlechtes Gefühl, wenn wir an Auswärtsspiele fuhren. Aber ich habe bisher immer Glück gehabt.» In Bern aber braucht er sich keine Sorgen zu machen. Er fahre mit dem Car in die Tiefgarage, dieser sei dort sicher untergebracht, und die Spieler hätten einen direkten Zugang zur Garderobe. Nach dem Match könne er auf die Hilfe der Sicherheitsleute zählen. Und wenn die Situation brenzlig zu werden drohe, komme die Polizei und lotse den Car durch.

Ein kleiner Beitrag

Mathys fährt heute mit dem Mannschaftscar wieder nach Bern. Dass seine Schützlinge dieses Jahr in den Final gekommen sind, freut ihn. Diese Runde sei so etwas wie der Höhepunkt seiner Berufskarriere, sagt er. Und wenn Gottéron trotz dem–sagen wir–verhaltenen Start in die Serie doch noch Meister werden würde, wäre er sicherlich auch ein bisschen stolz. Denn er wüsste, dass er seinen–wenn auch kleinen–Beitrag zu diesem Erfolg beigetragen hätte.

Und wer weiss, vielleicht wissen die Spieler ja bis zum Ende dieser Serie auch seinen Namen: Hans Mathys.

Zahlen und Fakten

Ein schönes Erlebnis für die Gottéron-Fans

Heute fahren zwölf Horner-Busse gegen 600 Fans nach Bern ans Spiel. Diese Transporte sind ein wichtiges Element der Partnerschaft zwischen Verein und Firma. Sie seien früher wegen Schäden durch Randalierende und Betrunkene verpönt gewesen, sagt Horner-Chef Hanspeter Baeriswyl. Heute habe man die Lage im Griff, auch wegen einer intensiven Vorbereitung und der guten Zusammenarbeit mit der Freiburger Kantonspolizei. «Wichtig ist, dass der Abend für alle Fans ein schönes Erlebnis wird und sie dann heil wieder heimkommen.»fca

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