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Die Kriminalität ist leicht rückläufig

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«Der Kanton Freiburg besitzt ein Polizeicorps, das sehr effizient ist, so dass man hier gut leben kann.» Das stellte gestern der Freiburger Polizei- und Justizdirektor Maurice Ropraz zu Beginn der Jahresmedienkonferenz der Freiburger Polizei mit ihrem Bestand von total 741 Einheiten inklusive Zivilpersonal fest. In der Tat konnten er und Florian Walser, Chef der Freiburger Kriminalpolizei, festhalten, dass die Zahl der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch von 13 943 auf 12 924 zurückging. «Vor allem die traditionellen Vermögensdelikte, also die Zahl der Einbruch- und anderen Diebstähle, ging auf 8129 Fälle oder um zehn Prozent zurück», sagte Walser. Er führte das insbesondere auf die Tatsache zurück, dass an den Grenzen zu Osteuropa die Kontrollen verschärft wurden, nicht zuletzt wegen der Flüchtlinge, was gleichzeitig den Kriminaltourismus eingeschränkt habe. Er verheimlichte aber auch nicht, dass dagegen die Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz (plus elf Prozent) und das Ausländergesetz (plus sechs Prozent) zugenommen haben. Gerade im Bereich des Drogenhandels will Freiburg nach seinen Worten mit allen Mitteln verhindern, dass Freiburg zu einem Umschlagplatz wird.

Cyberkriminalität steigt

Sorgen bereitet der Freiburger Polizei die zunehmende und immer komplizierter werdende Cyberkriminalität, also die Kriminalität, die mittels Internet und sozialen Medien begangen wird. In neun Fällen registrierte die Freiburger Polizei einen Schaden von 1,4 Millionen Franken. Dabei konnte sie einen höheren Schaden von rund 700 000 Franken verhindern. «Nur zehn Prozent der Taten werden angezeigt», sagte Walser und machte so deutlich, dass die Dunkelziffer weit höher liegt. Er führte das nicht zuletzt auf das Schamgefühl der Opfer zurück.

Aber auch eine andere Tatsache machte er dafür verantwortlich: «Es gibt Banken, die den Geschädigten anraten, keine Anzeige zu erstatten, wenn sie sich selber mitschuldig fühlen und für den entstandenen Schaden aufkommen.» Er hofft, dass es zu mehr Anzeigen kommt, wenn etwa Versicherungen einen Schutz anbieten. «Dann müssen die Opfer auch einen Rapport abliefern», sagte er.

Mehr Mittel eingesetzt

Die Freiburger Polizei hat in letzter Zeit viel in den Kampf gegen die Cyberkriminalität investiert und etwa die IT-Spezialisten von zwei auf fünf erhöht. «Ja, im Moment sind wir ausreichend dotiert, aber in Zukunft brauchen wir noch mehr Analytiker», erklärte Philippe Allain, der neue Kommandant der Freiburger Polizei. An der Pressekonferenz wurde denn auch auf eindrückliche Weise demonstriert, wie die Polizei auf die Suche nach digitalen Spuren geht. Die Spezialisten gaben an, dass Freiburg im Vergleich zu andern Kantonen gut gerüstet sei. Die Polizei versucht auch mit Präventionsmassnahmen auf die erhöhte Cyberkriminalität aufmerksam zu machen, etwa mit einem Flyer, in dem sie die Bevölkerung vor zweifelhaften Anrufen warnt und sie zu einem andern Verhalten aufruft. «Lasst Euch nicht unter Druck setzen», so das Motto.

Mehr kriminelle Brände

Florian Walser hielt auch fest, dass die Zahl der Brände im vergangenen Jahr von 256 auf 342 und insbesondere die Brandstiftungen angestiegen seien. «Die Zahl der Brände krimineller Natur nahm um 34 Prozent zu», sagte er und führte das nicht bloss auf die Brandstiftungen im Broyebezirk zurück, sondern vor allem auf Jugendliche, die mit Hecken- oder Briefkasten-Bränden auf sich aufmerksam machen wollen. Er wies aber darauf hin, dass 58 Prozent der Brandstiftungen aufgeklärt werden konnten. Insgesamt stellte er fest, dass gerade Minderjährige mehr Straftaten begehen, so im vergangenen Jahr eine Zunahme von 328 auf 360 oder um fast zehn Prozent. Nach seinen Worten neigen die Jugendlichen vermehrt zu grundloser Gewalt, «um ihre gefilmten Schlägereien ins Netz zu stellen».

Gute Aufklärungsrate

Nebst Maurice Ropraz hielt auch Philippe Allain fest, dass die Freiburger Polizei gute Arbeit leiste. «Das zeigt sich in der Aufklärungsrate bei Straftaten gegen das Strafgesetzbuch von 43,3 Prozent gegenüber 36 Prozent im schweizerischen Durchschnitt», sagte er. Allain versprach, dass die Freiburger Polizei, auch wenn sich ihre Aktivität stetig wandle und sie sich vor neuen Herausforderungen sehe, immer «vernetzt, verbunden, leistungsfähig und verantwortlich sein wird». Polizeidirektor Rop­raz seinerseits informierte, dass der Staatsrat zusammen mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft eine neue Strategie im Kampf gegen die Kriminalität ausarbeite, mit noch besserer Ausbildung und Technik.

Unfälle

Weniger Verletzte auf Freiburger Strassen

1197 Unfälle haben sich im Jahre 2017 auf den Freiburger Strassen ereignet. Das sind fast zehn Prozent weniger als im Vorjahr, obwohl die Anzahl Fahrzeuge um zwei Prozent auf 247 907 zugenommen hat, wie Jacques Meuwly, Chef der Gendarmerie, erklärte. Sieben Verkehrstote gab es dabei zu beklagen, darunter vier Insassen eines Fahrzeugs, einen Motorradfahrer, einen Velofahrer und einen Fussgänger. «Mit sieben Toten blieb die Anzahl der tödlich Verunglückten im Vergleich zu den letzten Jahren stabil», fügte er bei, wies aber auch auf die 50er-Jahre hin, als es jährlich mehr als 40 Verkehrstote gab.

Bessere Ausbildung

532 Unfälle mit Verletzten registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten ging so auf 671, um fast zehn Prozent, zurück. Er führte dies auf die bessere Ausrüstung der Fahrzeuge, aber vor allem auch auf die bessere Ausbildung der jungen Lenker zurück. Verletzt wurden 421 Insassen von Fahrzeugen, 113 Motorradfahrer, 68 Velofahrer und 69 Fussgänger.

Zu schnell unterwegs

Mit 255 Unfällen steht die Hauptursache wegen unangepasster Geschwindigkeit an der Spitze. Es folgt der Zustand des Fahrers (Alkohol, Drogen, Medikamente) mit 233 Unfällen, gefolgt vom verweigerten Vortrittsrecht (202 Unfälle). Aber auch Ablenkung war gemäss Meuwly oft eine Unfallursache. In wie vielen Fällen das Handy schuld an Ablenkungs-Unfällen war, konnte die Polizei nicht ermitteln. Sie schaut sich nur bei Unfällen mit Verletzten die mobilen Telefone der Betroffenen an.

Ein Thema war für Jacques Meuwly auch der Ordnungsdienst, also der Einsatz der Polizei bei Grossanlässen. Mit 76 blieben die Einsätze zwar stabil, aber um die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren, nahm die Anzahl der geleisteten Stunden um 74 Prozent und die Zahl der eingesetzten Polizisten um 24 Prozent zu. Gerade die Angst vor Terroranschlägen hat nach seinen Worten zur Mehrarbeit beigetragen.

Mehr Vermisstmeldungen

Zugenommen hat auch die Arbeit der Polizei bei der Suche nach Vermissten. 585 Vermisstmeldungen sind bei der Polizei im Jahre 2017 (plus 14 Prozent) eingegangen, dies für 365 vermisste Personen (plus 12 Prozent).

«183 Suchdispositive wurden erstellt», sagte Meuwly. Weil auch die Suche komplizierter wird, habe die Polizei 124 Prozent mehr Stunden geleistet und 48 Prozent mehr Polizeikräfte eingesetzt.

az

 

Bundesamt für Statistik

Zahl der Straftaten national weiter rückläufig

Die Polizeien in der Schweiz registrieren immer weniger Straftaten. Im vergangenen Jahr ist die Zahl um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Damit wurde erneut der tiefste Wert seit der Revision der Statistik im Jahr 2009 erreicht.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 439 001 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch erfasst. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Gesamtzahl um mehr als 170 000 Delikte reduziert.

Auch beim Betäubungsmittelgesetz wurde im vergangenen Jahr ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet, wie der Kriminalstatistik des Bundesamts für Statistik zu entnehmen ist. Bei fünf von sechs Widerhandlungen wurde der Konsum oder der Besitz illegaler Substanzen geahndet.

Die Abnahme der Straftaten sei insbesondere im Rückgang der Vermögensdelikte zu finden, die mehr als zwei Drittel aller Straftaten gegen das Strafgesetzbuches darstellen.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen sie um sechs Prozent ab, was einer Reduktion von über 19 200 Straftaten entspricht. So wurden zwölf Prozent weniger Einbruchdiebstähle registriert. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202.

Die Betrugsfälle waren um 16 Prozent und die Raubfälle um sieben Prozent rückläufig.

Gemäss der Kriminalstatistik gab es im vergangenen Jahr auch zwei Prozent weniger Anzeigen wegen Gewaltdelikten. Die Zahl der schweren Gewalt hat dagegen um 47 Delikte oder drei Prozent zugenommen. Bei den versuchten und vollendeten Tötungsdelikten konnten die Polizeikorps im vergangenen Jahr 95 Prozent der Fälle aufklären. Im letzten Jahr wurden erstmals über 3000 Straftaten von Gewalt und Drohung gegen Beamte registriert. Der Anteil der ausländischen Beschuldigten ohne Schweizer Wohnsitz ging um knapp fünf Prozent zurück.

sda

 

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