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Die Krippen erhalten Geld bis Februar

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Autor: Nicole Jegerlehner

Krippen sind eine teure Angelegenheit: Der Beitrag der Eltern, der nach dem Einkommen abgestuft wird, reicht in den seltensten Fällen, um die Kosten der Kindertagesstätten gänzlich zu decken. Darum leben die sieben Krippen in der Stadt Freiburg, welche von der Gemeinde finanziell unterstützt werden, zu 50 bis 60 Prozent von den städtischen Subventionen.

Nur gebundene Ausgaben

Weil der Freiburger Generalrat das Budget 2009 Mitte Dezember zurückgewiesen hat (die FN berichteten), darf die Stadtverwaltung zurzeit nur «die zur guten Funktionsweise der Verwaltung unentbehrlichen Ausgaben vornehmen», wie es im kantonalen Gemeindegesetz heisst. Was das ganz konkret heisst, ist unklar; der Gesetzestext ist dehnbar. «Jeder Tag bringt uns neue Fragen», sagt denn auch Syndic Pierre-Alain Clément (SP) den FN. Sicher ist einzig: Gebundene Ausgaben dürfen getätigt werden.

Angst um Januarlöhne

Immer wieder waren seit der Rückweisung des Voranschlags Gerüchte zu hören, dass beispielsweise die Krippen kein Geld erhalten werden, bis das Budget 2009 Mitte Februar vom Generalrat abgesegnet wird. «Erhielten wir keine Subvention, hätten wir Mühe, die Januar-Löhne auszubezahlen», sagt Thomas Zwald, Präsident des Vereins Reformierte Krippe Freiburg. Er ist zudem FDP-Generalrat und hat im Parlament zusammen mit allen bürgerlichen gegen das Budget gestimmt.

Vereinbarung mit Krippen

Zwischen der Stadt und dem Verband der Krippen besteht eine Vereinbarung, in welcher sich die Stadt dazu verpflichtet, die Defizite der Kindertagesstätten zu decken. Dies ist nun offenbar Grund genug, um die Subventionen für die Krippen als gebundene Ausgaben zu betrachten: Gestern hat der Gemeinderat den Verantwortlichen der Krippen mitgeteilt, dass er die Subventionen für zwei Monate – Januar und Februar – ausbezahlen werde. «Das macht Sinn», sagt Zwald: So könne die Stadtverwaltung abwarten, ob der Voranschlag, den der Generalrat Mitte Februar absegnen soll, Kürzungen für den Rest des Jahres vorschreibe.

Wunsch nach Ausbau

Die Stadt subventioniert Plätze in folgenden Krippen: Croqu’lune am Brunnenweg, Krippe der Freiburger Universität an der Wilhelm-Techtermann-Gasse, Les Petits Poucets an der Zeughausstrasse, Mandarine an der Mon-Repos-Strasse, Reformierte Krippe am Badweg in der Unterstadt, der Hort Providence in der Neustadtgasse sowie Le Bosquet in Givisiez. Trotzdem warten in der ganzen Stadt rund hundert Kinder auf einen Krippenplatz, wie Marisa Rolle, Präsidentin des Freiburger Krippenverbands, sagt. «Wir wünschen uns eigentlich, dass das Angebot ausgebaut wird.»

Doch die Verbandspräsidentin weiss auch, dass dies die städtischen Finanzen nicht zulassen. Darum hofft sie darauf, «dass die Stadt bei den Krippen zumindest nicht spart». Die Nachfrage nach Krippen sei durch die Realität der Familien bedingt: «In vielen Familien arbeiten beide Elternteile, ob aus Notwendigkeit, oder weil sie es so wollen», sagt Rolle.

«Kürzen auch bei Krippen»

Die städtische Finanzdirektorin Madeleine Genoud-Page (CSP) hat jedoch bereits mehrmals öffentlich gesagt, dass alle Direktionen gleichmässig sparen müssten – «vielleicht müssen wir auch bei den Krippen kürzen», sagte sie diese Woche zu den FN. Der Gemeinderat muss das überarbeitete Budget bis Mitte Februar präsentieren.

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