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Die Kunst der Freiburger Goldschmiede

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: CArole Schneuwly

Ursprünglich als Katalog zur Ausstellung «Bei Gott und den gnädigen Herren zu Tisch» geplant, ist aus der Monografie von Ivan Andrey über die Goldschmiedekunst im Kanton Freiburg zwischen 1550 und 1850 ein 380 Seiten starkes Referenzwerk geworden. Drei Monate nach dem Ende der Ausstellung liegt es jetzt endlich vor. «Wir haben lange auf das Buch gewartet», sagte Yvonne Lehnherr, die ehemalige Direktorin des Museums für Kunst und Geschichte, unter deren Leitung die Ausstellung und das Buch entstanden, am Dienstag vor den Medien.

Das Warten habe sich umso mehr gelohnt, als man von der Verspätung habe profitieren können, indem man einige grossformatige Fotografien aus der Ausstellung ins Buch aufgenommen habe: «So bleibt die Erinnerung wach.»

Informativ in Text und Bild

Für Autor Ivan Andrey, Mitarbeiter des kantonalen Amtes für Kulturgüter, gehen mit der Publikation jahrelange Forschungsarbeiten zu Ende. Insgesamt lokalisierte er über 2000 zwischen 1550 und 1850 geschaffene Goldschmiedearbeiten sakraler und profaner Herkunft. 270 davon sind im Buch einzeln in Bild und Text präsentiert, mit vielen Details über Urheber, Auftraggeber und geschichtliche Hintergründe. Die grosse Mehrzahl stammt aus Freiburger Produktion; dazu kommen einige importierte Objekte, etwa aus Neuenburg, Basel, Paris oder Augsburg.

Ebenso reichhaltig sind die Angaben über 131 Goldschmiede, die vor allem in Freiburg, aber auch in Murten, Estavayer-le-Lac, Bulle und Romont tätig waren. Hilfreich sind ebenfalls die Abbildungen von 199 Marken, mit denen die Goldschmiede ihre Arbeiten kennzeichneten, sowie das umfangreiche Personen- und Ortsregister.

Ancien Régime im Zentrum

Die berücksichtigte Zeitspanne reiche von der Gegenreformation über die Institutionalisierung und den Zusammenbruch des Patrizierregimes bis zum Sieg der Radikalen, erklärte Ivan Andrey. Der Schwerpunkt liege auf dem Ancien Régime (17. und 18. Jahrhundert), der wichtigsten Periode in der Geschichte der Freiburger Goldschmiedekunst.

Zwei Phasen seien besonders wichtig: Einerseits der Beginn des 17. Jahrhunderts, den die manieristischen Werke von Oswald Troger aus Zug und Hans Iseli aus Schwäbisch Gmünd prägten. Wie sie stammten viele der in Freiburg tätigen Goldschmiede aus der deutschen Schweiz oder aus Süddeutschland. Andererseits das dritte Viertel des 18. Jahrhunderts, in dem ein Name immer wieder auftaucht: jener von Jacques-David Müller, dem bedeutendsten Goldschmied der Freiburger Geschichte. Fast ein halbes Jahrhundert lang war er in Freiburg aktiv, und fast 480 Objekte aus seiner umfangreichen Produktion sind erhalten.

Ivan Andreys Publikation ist der erste Gesamtüberblick über die alte Freiburger Goldschmiedekunst. Die Bedeutung des Bandes reicht über die Kantonsgrenzen hinaus: In mehreren Schweizer Städten, darunter Zürich, Neuenburg, Schaffhausen und Lausanne, sind in den vergangenen Jahren vergleichbare Werke erschienen. Der Freiburger Band sei damit auch ein Beitrag zur Geschichte der Schweizer Goldschmiedekunst, sagte Andrey.

Wissen verbreiten

Ein wichtiges Ziel der Publikation bestehe im weiteren darin, die Kenntnisse über die historischen Goldschmiedearbeiten zu verbreiten, die Besitzer zu sensibilisieren und damit einen Beitrag zum Erhalt der Objekte zu leisten.

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