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Die Kunst, drei Kugeln zu kontrollieren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Matthias Fasel

Wer von Billard spricht, meint normalerweise das Pool-Billard, wie es in Restaurants oft gespielt wird. Doch Roger Zühlke und eine Handvoll andere Freiburger sind von einer ganz anderen Variante des Spiels fasziniert: dem Carambole. Zühlke ist Präsident des Billard-Clubs Freiburg, und der Herbst 2009 ist für ihn ein besonderer. Am Samstag findet in Freiburg die Schweizer Meisterschaft statt, Mitte November in Lausanne gar die Weltmeisterschaft.

Leicht zu verstehen – schwierig zu spielen

Für kurze Zeit steht also das Carambole für einmal ein bisschen im Rampenlicht. Denn ansonsten fristet es ein absolutes Nischendasein. Der Grund dafür, dass in Restaurants Pool-Tische und keine Carambole-Tische stehen, ist schnell gefunden. Das Spiel ist zwar leicht zu verstehen, aber alles andere als leicht zu spielen. «Es braucht viel Übung und Konzentration», sagt Zühlke. Der Spieler stösst mit seinem Queue ein Kugel so an, dass sie die beiden anderen Kugeln berührt. Schafft er das, darf er weiterspielen, wenn nicht, ist der Gegner an der Reihe. Jeder erfolgreiche Versuch wird mit einem Punkt belohnt. «Wir müssen immer drei Kugeln unter Kontrolle haben. Schliesslich muss man immer beachten, dass sie auch für den nächsten Stoss wieder richtig positioniert sind. Das macht einen grossen Teil der Faszination des Spiels aus», sagt Zühlke.

Dabei gibt es auch innerhalb des Carambole selbst verschiedene Varianten. Bei der WM in Lausanne beispielsweise wird die Variante «3 Bandes» praktiziert. Dabei muss die eigene Spielkugel zunächst dreimal die Bande berührt haben, bevor sie die dritte Kugel berührt. Das ist dann definitiv nichts mehr für Anfänger, aber zumindest für die Zuschauer sicher attraktiver als das freie Spiel. Denn liegen da die Kugeln erst einmal richtig, schaffen die besten Spieler der Welt einige hundert erfolgreiche Stösse in Folge.

Noch elf Mitglieder

Bei aller Tradition hat der älteste Billard-Club des Kantons Probleme, neue Mitglieder zu finden. Elf sind es momentan gerade noch. Alle davon sind Männer. Zur Blütezeit in den Siebzigerjahren waren es immerhin fast 30. «Wir haben tatsächlich schon lange kein neues Mitglied mehr aufnehmen können. Es gibt so viele andere Aktivitäten und Sportarten», sagt Zühlke. Dabei ist die Mitgliedschaft weder besonders teuer (300 Franken Jahresgebühr für unbegrenztes Spielen), noch ist der Club wählerisch. «Wir sind für alle offen. Auch für absolute Anfänger.»

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