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Die Landi muss Eigenkapital bilden

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Die Landi muss Eigenkapital bilden

Hauptversammlung Landi Kerzers und Umgebung

Die Landi Kerzers und Umgebung hat im vergangenen Jahr sehr gut gewirtschaftet: Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Millionen Franken auf 29,9 Millionen. Priorität hat nun die Verbesserung der ungenügenden Eigenkapitaldeckung.

Von UELI GUTKNECHT

Erstmals habe der Umsatz der Lan-di Kerzers und Umgebung die 30-Millionen-Grenze erreicht, hielt
Präsident Peter Kilchhofer (Gur-brü) an der Hauptversammlung in der Behindertenwerkstätte Muntelier-Murten fest. In seinem Bericht setzte er sich unter anderem mit der Agrarpolitik und dem Strukturwandel in der Landwirtschaft auseinander.

Tiefere Margen

Geschäftsführer Martin Bieri erwähnte unter anderem, die Landi Kerzers habe – um den Bauern im Rahmen des noch Vertretbaren entgegenzukommen – die Margen im Agrarhandel auf 13 Prozent (Vorjahr 13,9 Prozent) zurückgenommen. Dem gegenüber hat sich die Marge des Landi-Centers erfreulich entwickelt. Das Center ist ein wichtiges Standbein für die Prosperität der Landi Kerzers.

Der Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 29,9 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 2,7 Millionen. Mit dem Reingewinn von 668 000 Franken verbessert sich die durch den Bau des Landicenters Brüggfeld stark strapazierte Eigenkapitaldeckung.

Nick Steiner von der fenaco-Treuhandstelle attestierte der Landi Kerzers und Umgebung erfolgreiches Wirtschaften, vorbildliche Rechnungslegung, solide Liquidität und gute Anlagevermögensdeckung. Die Eigenkapitaldeckung beträgt im Landi-Durchschnitt 25 Prozent. In Kerzers stieg sie von 10,6 auf heute 14 Prozent. Angestrebt wird das Doppelte. Doch – so Steiner – das brauche Zeit, aber die Chancen stünden gut.
Mit 2,33 Millionen Franken Personalaufwand ist die Landi auch ein wichtiger Arbeitgeber. Der Betrag ist komfortabel: Gemessen am Betriebsertrag liegen sie mit 40,2 Prozent deutlich unter dem fenaco-Durchschnitt.
Von den 933 000 Franken Abschreibungen sind 908 000 betriebsnotwendig. Als umsatzabhängige Rückvergütung werden 70 000 Franken (1,5 Prozent) bereitgestellt.

Eine Erzeugergemeinschaft mit 2000 Hektaren?

Martin Bieri setzte sich kritisch mit den Äusserungen des Preisüberwachers über die fenaco-Landi, ihre «Knebelverträge», seine Preissenkungsforderungen und Preisvergleiche für Lebensmittel mit Deutschland auseinander. Auf Bieris Veranlassung hat die fenaco die Zahlen – nach eigener Einschätzung – hieb- und stichfest widerlegt.

Und dann entwarf Bieri eine seiner schon in der Vergangenheit nicht immer utopischen Visionen. Was ist, wenn der Bund keine Direktzahlungen mehr leistet? Seine Idee: Die Produzenten der Landi Kerzers bilden eine einzige grosse Erzeugergemeinschaft mit 2000 Hektaren Produktionsfläche. «Eine Kostensenkung von bis zu 30 Prozent liegt da schon drin», so Bieri. Der bereits existierende Bohnen- und Rosenkohlring der Landi macht es heute in gewissem Sinne schon vor.

Wahlen und Ehrungen

Hans Ulrich Fürst (Agriswil) und Gottfried Gasser (Münchenwiler) wurden einstimmig als Vorstandsmitglieder bestätigt.

Mitarbeiter Hans Schwab wurde für 40, Markus Merz für 15, Beat Gerber und Kathrin Schwab je für 5 Dienstjahre geehrt. Und für 12 Jahre im Vorstand – davon sechs Jahre als Präsident – auch Kurt Tschachtli.

Und schliesslich gab es auch Blumen und viel ehrliches Lob für Geschäftsführer Martin Bieri: Seit 10 Jahren trägt die Landi Kerzers und Umgebung seine erfolgreiche Handschrift.
Rekord mit Kartoffeln

Der Umsatz Handel der Landi Kerzers stieg im vergangenen Jahr um 9,8 Prozent. Nimmt man den Dienstleistungsbereich hinzu, sind es 10,1 Prozent. Der Agrarhandel erwirtschaftete 6,4, der Landi-Laden 9,9, die Tankstelle 2,7, der Produktehandel 3,2, der Getreidehandel 3,2 und die Produktionsbetriebe 2,6 Millionen Franken.

Der Kartoffelumsatz erreichte mit 7000 Tonnen (+20 %) mit einem Wert von 3,2 Millionen Franken (+ 560 000 Franken) einen neuen Rekord. Rosenkohl und Bohnen legten um 12 Prozent zu (Bohnen +266 000 Franken). Alle Bohnen und sämtlicher Rosenkohl aus dem Produktionsgebiet der Mitglieder wird künftig von der Landi Kerzers verarbeitet und vermarktet. Dazu wird rund eine Million Franken in neue Anlagen investiert.

Der Dienstleistungsbereich erwirtschaftete 1,26 Millionen Franken. Zu der Umsatzzunahme im Agrarhandel trugen vor allem die Sparten Pflanzennahrung und
-schutz bei.

Im Landi-Laden wurden die steigenden Umsätze vor allem mit Food, Nonfood und Getränken erwirtschaftet. Umsatz und Ertrag der Tankstelle stiegen markant. ugu
Rekurs abgelehnt

Das Bundesgericht hat das Gesuch der Landi Kerzers um aufschiebende Wirkung abgewiesen. Die Landi hatte im Januar staatsrechtliche Beschwerde erhoben, nachdem das kantonale Verwaltungsgericht eine Beschwerde der Landi sowie der Gemeinde Ried bezüglich Ladenöffnungszeiten abgewiesen hatte.

Für Joachim Lerf, Anwalt des Geschäftsführers der Landi, ist damit der Fall auf juristischer Ebene abgeschlossen. Ansonsten wolle er sich dazu nicht äussern, sagt er gegenüber den FN und verweist auf die Abstimmung vom 5. Juni dieses Jahres.

Rechtlich müsste der Landi-Shop nun ab sofort wieder die alten Öffnungszeiten einführen. Ob dies umgehend geschieht, war nicht in Erfahrung zu bringen. Geschäftsführer Martin Bieri war gestern nicht erreichbar. hi

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