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Die Landwirtschaft auf einen Klick

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Wie sieht es mit den Biodiversitätsflächen im Sensebezirk aus? Welche Freiburger Bauernbetriebe halten Tiere? Welches Land gehört zu einem landwirtschaftlichen Betrieb? Wie viele Bäume stehen auf dem Land eines Landwirtes? – Wer sich für solche und ähnliche Fragen interessiert, dem tut sich ab sofort eine neue Welt auf: Das kartografische Portal des Kantons, das es seit gut einem Jahr gibt, beinhaltet neu eine Menge an landwirtschaftlichen Daten.

Wie die Landwirtschaftsdirektorin Marie Garnier (Grüne) gestern an einer Medienkonferenz in Freiburg erklärte, stammt ein Grossteil der Daten aus dem Informatiksystem Gelan, welches die Freiburger Landwirte nutzen. Seit der Einführung der neuen Agrarpolitik müssen sie dort verschiedenste Daten erfassen, um Direktzahlungen zu erhalten. Die Agrarpolitik 2014-2017 verpflichtet die Kantone auch, alle Landwirtschaftsbetriebe in einem geografischen Informationssystem aufzuführen; diesen Anspruch erfüllt Freiburg nun.

Die Publikation der Daten erfolge auch im Zuge des E-Government, das die neuen Technologien nutzen wolle, um die Transparenz zu steigern und den Austausch der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern zu erleichtern, wie Marie Garnier sagte.

Präzisere Daten

Neben den von den Landwirten selbst erfassten Angaben fliessen auch Daten vom Bundesamt für Landwirtschaft ins System. So etwa solche zu den Landwirtschaftszonen, zur Klimaeignung oder zur Hangneigung.

Wie David Aeschlimann vom Amt für Landwirtschaft zeigte, bringt das Online-Tool auch den Landwirten Vorteile. Sie können so beispielsweise einfach sehen, wo genau die Grenzen ihres Landes liegen. «Zuvor gab es eine Liste mit den Katastern, nun ist alles viel präziser», sagte er. Auch die Vermessung des Landes sei leicht am Computer machbar.

Aeschlimann zeigte weitere Nutzungsmöglichkeiten der Online-Karten auf. Per Mausklick lässt sich etwa feststellen, wo es verboten ist, Bienenstöcke aufzustellen: Dies ist in je einem Gebiet bei den Gastlosen und bei Montbovon der Fall, da dort sogenannte Belegstationen für Bienen liegen: Dort werden Bienen gezüchtet; damit die Rasse möglichst rein bleibt, sollen keine anderen Bienen herumfliegen.

Auch ersichtlich ist auf den Karten, wo sich im Kanton Alp­hütten befinden, wo es Sömmerungsbetriebe gibt und wo Bodenverbesserungen etwa durch Drainagen vorgenommen werden.

Noch viele andere Themen

Das Geoportal beinhaltet neben Daten zur Landwirtschaft noch viele andere Themen: Es gibt Karten zu den Freiburger Wäldern, von Gemeinden sind sämtliche Zonen wie Bau-, Gewerbe- oder Landwirtschaftszonen einsehbar, Kulturgüter und deren Schutzstatus sind ersichtlich und dank älteren Luftaufnahmen sind Zeitreisen möglich (die FN berichteten).

Um die Möglichkeiten zu nutzen, muss man jedoch wissen, welche Klicks es braucht. Das Kompetenzzentrum Geografisches Informationssystem bietet laut Vincent Grandgirard keine Kurse zur Nutzung an. Es gibt aber eine Online-Bedienungsanleitung, und wer gar nicht weiter weiss, kann sich via Kontaktformular beim Kompetenzzentrum melden.

map.geo.fr.ch

Daten

Hilfreich im Kampf gegen die Vogelgrippe

Um zu veranschaulichen, was die neuen landwirtschaftlichen Daten im Geoportal des Kantons bringen können, griff Vincent Grandgirard vom Freiburger Kompetenzzentrum Geografisches Informationssystem zum aktuellen Beispiel der Vogelgrippe: Möchte der Kanton beispielsweise in einem Umkreis von 300 Metern um den Murtensee einen Schutzperimeter einrichten, so lässt sich dieser Perimeter auf der Karte einzeichnen. Auf einen Klick ist anschliessend ersichtlich, welche landwirtschaftlichen Betriebe sich in diesem Perimeter befinden. «Die Auskunft, welche dieser Betriebe Geflügel halten, bietet das Geoportal nicht», so Grandgirard. Für diese Info müsste zusätzlich das Landwirtschaftssystem Gelan beigezogen werden. «Dennoch geht die Bestimmung der betroffenen Betriebe mit dem neuen System deutlich schneller als bisher.»

mir

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