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«Die Lebensqualität erhalten»

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In seiner Oktobersession hat der Grosse Rat eine Verlängerung der samstäglichen Ladenöffnungszeiten bis 17 Uhr – statt wie bisher bis 16  Uhr – gutgeheissen (die FN berichteten). Doch nun ergreifen die SP, die linke Gruppierung SolidaritéS sowie die Gewerkschaften Syna und Unia das Referendum gegen diesen Entscheid, wie dies in Gewerkschaftskreisen noch am Tag der Abstimmung im Kantonsparlament angekündigt wurde. Vor dem Einkaufszentrum Pérolles Centre lancierten die Initianten gestern die Sammlung der hierfür nötigen 6000 Unterschriften, die sie bis Ende Januar beieinanderhaben müssen, mit einer Medienkonferenz.

«Keinen Samstagabend mehr»

«Die Konsequenz längerer Öffnungszeiten ist, dass die betroffenen Angestellten keinen Samstagabend mehr haben», sagte Armand Jaquier, Grossrat (SP, Romont) und Unia-Regionalsekretär. «Doch das soziale und familiäre Leben ist in unserem Kanton immer noch etwas wert. Dies scheint den Bürgerlichen aber egal zu sein.» Das Argument, dass längere Öffnungszeiten den Detailhandel in den Zeiten der zunehmenden Online-Konkurrenz retten werde, liess Jaquier nicht gelten. Denn die Grossverteiler würden ihre eigenen Online-Angebote schon heute sehr aggressiv bewerben. Auch das Kleingewerbe würde laut Jaquier unter einer Verlängerung der Öffnungszeiten leiden, weil es mit seinen wenigen Angestellten schlicht nicht mithalten könne. Und nicht zuletzt seien die Arbeitsbedingungen im Detailhandel aufgrund tiefer Löhne, verbreiteter Arbeit auf Abruf und eines fehlenden Gesamtarbeitsvertrags schon heute ungenügend. Eine weitere Verschlechterung dürfe nicht hingenommen ­werden.

«Die Gesellschaft kann nun entscheiden, ob sie die Lebensqualität der Freiburger Bevölkerung erhalten will», ergänzte SP-Kantonalpräsident, Grossrat Benoît Piller (Avry-sur-­Matran). Auf den Arbeitnehmern laste schon heute ein enormer Druck, den es nicht noch zu vergrössern gelte.

Zur Erinnerung: Das Stimmvolk hat längere Ladenöffnungszeiten bereits zwei Mal verworfen, letztmals 2009.

«Die Gesellschaft kann entscheiden, ob sie die Lebensqualität der Bevölkerung erhalten will.»

Benoit Piller

SP-Kantonalpräsident

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