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Die Lehren daraus ziehen und sich bessern

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Sowohl die Medien als auch die politischen Kreise bis hin zur Staatsanwaltschaft haben im Fall von Marie Garnier meines Erachtens mehrheitlich versagt, und zwar in ethisch-professioneller wie auch in zwischenmenschlich-kollegialer Hinsicht.

Der nun von vielen lange erwartete Freispruch von Marie Garnier ist der erlösende Schlusspunkt unter eine unbehagliche und traurige Affäre, in der gegen sie ein Verfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung eingeleitet wurde. Die Amtsgeheimnisverletzung geschah wohlverstanden nicht aus Eigennutz, sondern zum Schutz einer anderen Person, was eigentlich, je nach Gewichtung, lobenswert ist.

Von den Medien wurden Fakten veröffentlicht, die offenbar nur die halbe Wahrheit abbildeten. Das waren keine Berichte, die für Transparenz gesorgt haben, im Gegenteil. Es wurde so viel Staub aufgewirbelt, dass der Blick auf das Wesentliche getrübt und verfälscht wurde. Ist der abgehobene, trockene Kommentar in den «Freiburger Nachrichten» nicht einfach ein Rechtfertigungsversuch für das Vorgehen der Medien und entbehrt er nicht jeglicher Selbsthinterfragung? Gilt die Forderung nach Transparenz nur für die vermeintlichen Fehler der anderen oder auch für die eigene Vorgehensweise? Hätte nicht besser recherchiert und kommuniziert werden können in Bezug auf eine integre Staatsrätin? Meinen die FN im Ernst, die Medien hätten im Fall Marie Garnier nur Fragen gestellt?

Zeitweise kam mir die Berichterstattung vor wie eine Vorverurteilung. Bitte vergessen Sie nicht, dass die losgetretene Lawine Ex-Staatsrätin Garnier nicht nur schlaflose Nächte und gesundheitliche Probleme beschert hat, sondern letztlich auch zur Niederlegung ihres Amts geführt hat. Das ist aus meiner Sicht ein zu hoher Preis, noch dazu in Anbetracht ihrer jetzigen Rehabilitierung. Eindeutig selbstkritischer und nachhaltiger hat sich die Zeitung «La Liberté» zum Thema der Einstellung des Verfahrens geäussert, und dafür bin ich ihr dankbar. Wie oft im Leben und in der Politik kann der angerichtete Schaden nicht wiedergutgemacht werden, vor allem nicht für Marie Garnier. Das Wenigste, das von Medien, politischen Weggefährten und Staatsanwaltschaft erwartet werden dürfte, sind Lehren, die daraus gezogen werden, und ein Wille zur Besserung.

«Das waren keine Berichte, die für Transparenz gesorgt haben, im Gegenteil. Es wurde so viel Staub aufgewirbelt, dass der Blick aufs Wesentliche getrübt und verfälscht wurde.»

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