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«Die Leute von Bernaville gehören zum Ortsbild von Schwarzenburg»

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Autor: Marc Kipfer

Mit dem Staubsauger im Schlepptau sehen die Wohngruppen auf einmal ganz anders aus. Vinzenz Miescher sucht bewusst solche Erfahrungen. Seit seinem Stellenantritt im September hat der neue Direktor der Stiftung Bernaville verschiedene Bereiche hautnah kennengelernt, indem er selber einige Stunden mitgearbeitet hat. Nur wer selber für über 100 Personen kocht, versteht, welche Arbeit in der Küche täglich anfällt, ist Miescher überzeugt. Und so scheut er sich auch nicht, in Gummistiefeln und Übergewand in der stiftungseigenen Gärtnerei mitanzupacken, wie er erzählt. «In dieser Montur bin ich dann im Büro aufgetaucht, als sich gerade jemand für eine Stelle bewerben wollte. Da wurde mir noch mehr bewusst, dass das hier ein Traumjob ist», schwärmt Miescher, der handfeste Arbeit genauso liebt wie seine Manageraufgaben.

Als der neue Direktor seine Stelle antrat, ging die 27-jährige Ära seines Vorgängers Hans-Peter Venner zu Ende. Dieses Vakuum zu füllen, sei ein «Happen», sagt Vinzenz Miescher. Obwohl er von den Mitarbeitern und von den Bewohnern herzlich und wohlwollend aufgenommen worden ist, wie Miescher betont, sei die Umstellung besonders für die Bewohner nicht einfach. «Auf einmal ist der Direktor, der auch in der Stiftung Bernaville wohnte und so etwas wie der Heimpapi war, einfach weg», verdeutlicht Miescher den einschneidenden Wechsel. Die Bewohner seien aber gut und lange darauf vorbereitet worden.

Die Gesamtverantwortung in einer Organisation für Behinderte habe er schon länger angestrebt, erklärt der 41-jährige Familienvater. Nun ist sein Traum wahr geworden, und das ausgerechnet zwei Dörfer von seinem Wohnort Mittelhäusern entfernt. Über die Stiftung Bernaville wusste Miescher also schon vorher Bescheid, wenn auch nicht im Detail. «Die Leute von Bernaville sind oft in Schwarzenburg anzutreffen, sie gehören schon lange zum Dorfbild», sagt Miescher.

Eine Knacknuss, die Miescher zu lösen hat, ist das steigende Alter der Bewohner. Manche sind seit der Gründung vor 30 Jahren hier. Werden sie zu Pflegefällen, kann Bernaville sie nicht länger betreuen: «Das ist neben Suchtproblemen der einzige Grund, dass jemand umziehen muss, zum Beispiel ins Pflegeheim», erläutert der neue Direktor.

Ohne Hemmungen

Vorerst möchte Miescher einige Dinge optimieren, ohne die gut funktionierenden Bereiche zu vernachlässigen. Die Freude an der Herausforderung merkt man Miescher an. Gut möglich, dass diese Freude auf andere überspringt: Der neue Direktor zählt das Motivieren von Mitarbeitern zu seinen Stärken. Worte, die man einem Mann glauben muss, der von Beginn weg ohne Hemmungen zum Staubsauger greift.

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