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Die Licht-Kunst in Murten sprengt die Sprachgrenzen

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Eva Kramer-Balmer und Dominik Brügger haben schillernde Vögel für den Licht-Rundgang in Murten geschaffen.
Aldo Ellena

Zweisprachigkeit ist auch dieses Jahr Teil des Murtner Licht-Rundgangs. Das Projekt von Eva Kramer-Balmer und Dominik Brügger im Lindensaal nimmt Besucher mit auf einen Flug über die Sprachgrenze hinweg.

Bunte Vögel in Neonfarben beleuchten diesen Monat den Lindensaal und heben sich von der dunklen Silhouette des Schloss Murten ab. Dazu ertönen die Stimmen von Murtner Schülerinnen und Schüler über Lautsprecher: «Hätt ih Flügu zum Flüge…». So heisst das Kunstprojekt von Eva Kramer-Balmer und Dominik Brügger, das Teil des diesjährigen Licht-Rundgangs in Murten ist. Die Origami-Vögel aus Kunststoff entstanden in einem dreitägigen Workshop zum Thema Zweisprachigkeit, an dem insgesamt vier Schulklassen aus der Region teilnahmen. Jeweils einen halben Tag arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an den Vögeln selbst, die aus Kunststoff ausgeschnitten und mit einer Heissluftpistole gefaltet wurden. Den Rest der Zeit füllten verschiedene Übungen und Spiele zur Zweisprachigkeit.

Es ist Tradition des Murtner Lichtfestivals, neben der Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern beider Sprachregionen, immer mindestens ein Projekt auszustellen, das sich mit der Zweisprachigkeit beschäftigt. So war es den Organisatoren von Murten Tourismus wichtig, auch für den diesjährigen Licht-Rundgang, den in Corona-Zeiten geborenen kleinen Bruder des Festivals, etwas zur Zweisprachigkeit zu machen. «Die Idee mit den Vögeln hatte ich schon vor längerer Zeit eingereicht», erklärt die Künstlerin Eva Kramer-Balmer. «Die Organisatoren sind dann auf uns zugekommen und haben vorgeschlagen, etwas mit den Schulklassen zu machen und die Zweisprachigkeit zu thematisieren.»

Am Mittwochabend wurde das Projekt «Hätt ih Flügu zum Flüge…» und damit auch die Zweisprachigkeit mit einem kleinen Anlass für die Künstler und Sponsoren speziell gewürdigt. Ebenfalls eingeladen war der Freiburger Staatsrat Jean-Pierre Siggen (CVP), der in seiner Rede die Organisatoren dafür lobte, das Lichtfestival, das vielen Besuchern sehr ans Herz gewachsen sei, in ein Corona-taugliches Programm verwandelt zu haben. So werde Murten wortwörtlich «zu einer leuchtenden Stätte der Kunst und Kultur», was sehr wichtig sei in einer Zeit, in der unser Zugang zu Kultur stark eingeschränkt ist. Das Projekt leiste zudem Pionierarbeit, erklärt Siggen: «Wir hoffen sehr, dass der Licht-Rundgang andere Kunstschaffende dazu anregt und ermutigt, eigene Initiativen zu starten, indem er aufzeigt, was aktuell möglich ist.»

Aber nicht nur die Kunst, sondern auch die Förderung der Zweisprachigkeit hat unter der Pandemie gelitten. «Der Austausch zwischen deutsch- und französischsprachigen Klassen war im Jahr 2020 leider kaum möglich», erklärt Alexander Schroeter, Gemeinderat der Stadt Murten. Umso wichtiger seinen Projekte wie der Licht-Rundgang, welcher dieses Thema wieder ins Rampenlicht stellt. Er scherzt ausserdem: «Man könnte meinen, die Corona-Massnahmen in den Schulen wurden vom Umgang mit der Zweisprachigkeit abgeschaut: Klassen dürfen nicht gemischt werden».

Schliesslich zeigt das Projekt jedoch vor allem eines: Kunst verbindet, sei es über die Sprachgrenzen hinweg, oder indem sie uns näher zusammenbringt in einer Zeit, in der das nicht selbstverständlich ist.

Wer die Kunst-Installation selbst noch besuchen möchte, sollte unbedingt das gute Wetter dieser Woche ausnutzen. Der Licht-Rundgang ist nur noch bis zum kommenden Sonntag in Murten zu sehen.

Murten Tourismus

Für den Licht-Rundgang wurde hart gekämpft

Bis zum letzten Moment stand das Projekt Licht-Rundgang von Murten Tourismus noch auf der Kippe. Wie es im Moment wohl überall der Fall ist, musste die Planung immer wieder angepasst werden – eine grosse Herausforderung für die Organisatoren. Eigentlich hätte der Licht-Rundgang als Ersatz für das seit sechs Jahren stattfindende Lichtfestival bereits im Januar und Februar dieses Jahres stattfinden sollen. Jedoch mussten ihn die Organisatoren aufgrund der Massnahmen des Bundesrates auf die Zeit vom 3. bis 28. März verschieben. So erleuchteten nun in den letzten Wochen verschiedene Arteplages die Stadt Murten. Die Hälfte der zwölf Kunstinstallationen befindet sich im Museum Murten sowie im alten Feuerwehrlokal. Der Rest ist unter freiem Himmel zu sehen, so, wie auch das Projekt «Hätt ih Flügu zum Flüge…» von Eva Kramer-Balmer und Dominik Brügger im Lindensaal. cm

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