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Die linke Allianz bejubelt ihren Erfolg

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«Erleichtert» – mit diesem Wort antworteten alle drei Kandidatinnen und Kandidaten der links-grünen Liste auf die Frage, wie sie sich fühlten. Dies, nachdem feststand, dass sie alle die Wahl in die Freiburger Regierung geschafft hatten. SP-Nationalrat Jean-François Steiert erreichte gestern mit 45 176 Stimmen das beste Resultat. Schon nach dem ersten Wahlgang war absehbar gewesen, dass er den Sprung in die Regierung schaffen würde.

«Meine Sorgen waren mannschaftsbedingt», sagte er gestern. Wären nur zwei linke Vertreterinnen und Vertreter gewählt worden, so wären die Kräfteverhältnisse in der Regierung unausgeglichen gewesen. «Jetzt sind wir drei Linke und vier Bürgerliche, da wird es einfacher, sachbezogene Lösungen zu finden, und die Parteibüchlein rücken eher in den Hintergrund», sagte er.

Den Grund für den gestrigen Erfolg sieht Steiert in den Stimmen der «pragmatischen Rechten», wie er sie nennt. Die Freiburger Stimmbevölkerung teile sich in drei Lager: links, hart rechts und pragmatisch rechts. Diese Stimmen aus der politischen Mitte hätten nun den Ausgleich geschaffen.

Stolz auf die Bevölkerung

Ähnlich sieht dies die bisherige Staatsrätin Marie Garnier (Grüne), die gestern mit 41 600 Stimmen das zweitbeste Resultat erzielte. «Nach dem ersten Wahlgang haben die Leute gemerkt, wie kräftig das rechte Bündnis ist, nun wollten sie den Ausgleich schaffen», sagte sie. Ein weiterer Grund für den Erfolg der linken Allianz sieht Garnier auch in der Frage nach der Frauenvertretung, diese sei im zweiten Wahlgang wichtiger geworden.

«Ich denke, dass die Leute auch gemerkt haben, dass es nicht sinnvoll und effizient wäre, eine bisherige Staatsrätin abzuwählen.» Insgesamt sei sie sehr stolz auf die Freiburger Bevölkerung, sagte Garnier.

Vor den Wahlen hatte es immer wieder geheissen, dass der Sitz von Garnier wackle. Nun erreichte sie in beiden Wahlgängen das bessere Resultat als ihre Amtskollegin Anne-Claude Demierre (SP). «Ich dachte, dass ich es schaffen würde. Aber ich habe auch immer gesagt, dass wir die Ziellinie zu dritt überqueren müssen», sagte Garnier. Und obwohl sie mit ihrer Wiederwahl gerechnet habe, so habe sie sich einen Plan B überlegt. «Es gibt ja noch viele andere interessante Dinge zu tun. Aber nun bin ich froh, dass ich mich weiterhin für die Freiburger Bevölkerung engagieren kann.»

Keinen Plan B überlegt hatte sich hingegen die bisherige Staatsrätin Anne-Claude Demierre, die mit 40 783 Stimmen ihren Kontrahenten von der SVP, Stéphane Peiry, deutlich deklassierte. «Wäre ich nicht wiedergewählt worden, hätte ich mir zuerst einmal Zeit für mich genommen, aber die Frage stellt sich ja jetzt zum Glück nicht mehr», sagte sie.

Sie habe nach dem ersten Wahlgang gewusst, dass es für sie eng werden könnte, so Demierre. «Ich habe gekämpft und habe das Gespräch mit der Bevölkerung noch intensiver als sonst gesucht.»

Es sei den linken Parteien gelungen, die Wähler und im Speziellen die Wählerinnen zu mobilisieren, und diese hätten kompakt gewählt. «Ich habe während der Kampagne immer gesagt, dass Freiburg auf einem linken und einem rechten Bein steht, nun hat sich die Bevölkerung auch für dieses Gleichgewicht ausgesprochen», sagte Demierre.

Von allen sieben gewählten Staatsrätinnen und Staatsräten erreichte Demierre das schlechteste Resultat. «Ich bin gewählt, und das zählt», sagte sie gestern dazu. Sie wies auch darauf hin, dass sie mit der Asylpolitik und mit der Spitalplanung in den vergangenen beiden Legislaturen keine einfachen Dossiers hatte. «Es ist populärer, Strassenprojekte zu realisieren als Spitäler schliessen zu müssen», sagte sie.

Die Frage nach der Direktion

Die Direktion für Gesundheit und Soziales ist offenbar eine schwierige Direktion – möchte Demierre sie in der nächsten Legislatur abgeben? «Ich führe diese Direktion sehr gerne. Aber nun hat es neue Gewählte, und wir müssen die Direktionen neu verteilen», sagte sie.

Ähnlich antworteten Marie Garnier und Jean-François Steiert auf diese Frage. Garnier, die bisher der Landwirtschaftsdirektion vorstand, sagte, dass sie noch einige Dossiers mit den Landwirten realisieren möchte. Und Steiert meinte: «Das müssen wir nun ausjassen.»

«Ich habe immer gesagt, dass wir die Ziellinie zu dritt überqueren müssen.»

Marie Garnier

wiedergewählte grüne Staatsrätin

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