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Die Linke sucht nach einem Konsens – vielleicht

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«Wir sind uns einig», sagt Philippe Wandeler, Kantonalpräsident der Mitte links – CSP: «Der frei werdende Sitz im Staatsrat soll der Linksal­lianz zugutekommen.» Das sagte er nach dem ersten Treffen zwischen CSP, Sozialdemokraten und Grünen. Delegationen der drei Parteien haben am Dienstagabend die Ausgangslage der Ersatzwahl in den Staatsrat vom 4. März diskutiert. Die grüne Staatsrätin Marie Garnier tritt auf Ende April zurück; zurzeit gehören in der Kantonsregierung drei Sitze der CVP, einer der FDP, zwei der SP und einer den Grünen. Auch wenn im linken Lager Einigkeit darüber besteht, Garniers Sitz verteidigen zu wollen – über die Frage des «Wer und Wie» herrscht kein Konsens.

Die Grünen sind vorgeprescht und haben kurz nach Garniers Rücktrittsankündigung zwei mögliche Kandidaten genannt: Sylvie Bonvin- Sansonnens und Gerhard Andrey. Nun stellt sich die Frage, ob CSP und SP sich hinter diese Kandidaturen stellen können und wollen – und ob die Grünen kompromissbereit wären, sollten die anderen Parteien ebenfalls Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen.

Die CSP hat jedenfalls schon eigene Mitglieder als mögliche Staatsratskandidatinnen und -kandidaten im Visier. Namen nennen will Philippe Wandeler aber nicht: «Wir einigen uns zuerst unter den drei Parteien, bevor wir in der Öffentlichkeit Namen nennen.»

Namen gibt es auch bei der SP keine. «Wir hatten einen guten Austausch», sagt Kantonalpräsident Benoît Piller zum Gespräch. «Wir haben über alle potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten gesprochen.» Die SP werde jedoch erst noch entscheiden, ob sie mit den Grünen und der CSP eine Al­lianz eingehe oder ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wolle.

«La gauche plurielle»

Für Bruno Marmier, Kantonalpräsident der Grünen, ist schon einmal positiv, dass unter den drei Parteien der Wille zu einem gemeinsamen Vorgehen besteht. «Wir hatten eine interessante und offene Diskussion.» Noch sei es aber zu früh für Entscheide: «Wir haben noch nicht alle Elemente beisammen.» Wichtig ist den Grünen, dass die linke Ver­tretung im Staatsrat aus mehreren Parteien besteht; «la gauche plurielle» nennen dies die Romands. Nun müssten die drei Parteien zusammen die beste Lösung finden, so Bruno Marmier.

Ob die Grünen sich mit einer nicht-grünen Kandidatur anfreunden könnten, wollte Marmier den FN nicht sagen. «Wir werden nun alle möglichen Kandidatinnen und Kandidaten anschauen und am Schluss sehen, ob jemand obenaus schwingt, hinter den sich alle drei Parteien stellen können.»

Für Philippe Wandeler ist klar: «Die Linke muss zusammenhalten, um eine Chance auf den Wahlsieg zu haben.» Er geht davon aus, dass die Freiburger Bevölkerung eine ausgeglichene Regierung will, «mit Leuten von links und rechts.»

Benoît Piller sieht die Chancen der Linken auch dann intakt, sollten mehrere Parteien eine Kandidatur stellen. «Auch auf bürgerlicher Seite wird es mehrere Kandidaten geben.» Er geht von vier bis fünf Kandidierenden im ersten Wahlgang aus, was fast automatisch zu einem zweiten Wahlgang führen wird, in dem nur noch die zwei Besten aus dem ersten Wahlgang antreten können. «Daher wäre es nicht so schlimm, würde es zwei linke Kandidaturen geben. Einigen wir uns auf eine einzige, dann ist das umso besser», so Piller.

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